Stone The Crows

Live At The BBC

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 31.10.2022
Jahr: 2021
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 246:16
Produzent: Eroc

Links:

Stone The Crows Homepage


Plattenfirma: Repertoire Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

The Sensational Alex Harvey Band

Wings

Bob Dylan

Titel
Disc One - BBC Sessions 1969-1970:
01. Raining In Your Heart
02. The Touch Of Yours Loving Hand
03. Freedom Hand
04. Hollis Brown
05. Raining In Your Heart
06. Friend
07. Mad Dogs & Englishmen
08. Love 74
09. Things Are Getting Better
Disc Two - BBC Sessions 1971-1972:
01. Faces
02. Let It Down
03. Big Jim Sulter
04. Keep On Rollin'
05. Going Down
06. On The Highway
07. Mr. Wizard
08. Good Time Girl
09. Penicillin Blues
10. On The Highway
 
Disc Three - Live In Concert At The BBC:
01. Keep On Rollin'
02. Don't Think Twice, It's All Right
03. Big Jim Sulter
04. Mr. Wizard
05. Going Down
06. On The Highway
07. Palace Of The King
08. Penicillin Blues
09. Sunset Cowboy
10. Niagara
11. Good Time Girl
12. Ionian Highland Lilt
Disc One - Bonus BBC Broadcasts:
01. Freedom Road
02. Blind Man
03. Danger Zone
04. Hollis Brown
05. I Saw America Pt. 1
06. I Saw America Pt. 3
07. Sad Mary
08. Penicillin Blues
Musiker Instrument
Maggie Bell Vocals
Leslie Harvey Guitar
Jimmy Dewar Bass & Vocals
Colin Allen Drums
John McGinnis Keyboards
Steve Thompson Bass
Ronnie Leahy Keyboards
Jimmy McCulloch Guitar

Man kennt ja diesen “27 Club“ der Rockmusik, zu dem man die zu früh verstorbenen Stars zählt, die sich in diesem Alter, aus unterschiedlichen Gründen, von uns verabschiedeten. Häufig waren natürlich Drogen im Spiel, doch es gibt auch profanere Gründe. Bekannt sind natürlich in erster Linie Jimi Hendrix, Jim Morrison und Janis Joplin, bzw. aus jüngerer Zeit Kurt Cobain und Amy Windhouse. Nicht so geläufig dürfte den meisten Lesley Harvey (Bruder von Alex Harvey) sein, dem Gitarristen und Gründer von STONE THE CROWS . Es gehört fraglos zu den Tragödien der Rockmusik, dass jener “Les“ in eben diesem Alter, durch die Folgen eines Stromschlags, den er bei einem Soundcheck erhielt verstarb.

 

Obwohl der schottischen Band mit Maggie Bell eine absolute Ausnahmesängerin erhalten blieb und mit Jimmy McCulloch (später bei Paul McCartneys WINGS) durchaus ein kompetenter Nachfolger für Harvey verpflichtet wurde, verkrafteten STONE THE CROWS den Verlust nicht und 1973 lösten sie sich auf. Mit dieser 4-CD Box kann man sich noch einmal von den Live-Qualitäten der Band überzeugen, denn die Band war regelmäßig Gast bei der BBC zu Gast. Gerade auf der ersten CD spiegelt sich natürlich der Zeitgeist wider, wenn zum Beispiel Bob Dylans Hollis Brown (im Original The Ballad Of Hollis Brown) zu einem fast viertelstündigen Jam auswächst und neben Lesleys Gitarrenläufen John McGinnis mit psychedelischen Orgelkaskaden glänzt. Erinnert ein bisschen an SANTANA.

 

Ebenfalls bei den “BBC Sessions 1969-1970 ist Mad Dogs & Englishmen zu finden. Der funky Song inspiriert von einer gemeinsamen Tour mit Leon Russell und Joe Cocker und man hört die Inspiration durchaus. Gleichzeitig wird hier – wie an zahlreichen anderen Stellen – deutlich, warum Maggie gern als britische Janis Joplin bezeichnet wurde. Interessant auf der ersten Scheibe noch Love 74, wobei sich “74“ nicht auf die Jahreszahl, sondern auf den 7/4 Takt bezieht, in dem das Stück gespielt wird. Die Qualität wird für mich bei den Aufnahmen 1971-1972 noch gesteigert. Die Stimme von Maggie ist bei Faces wie eine Blaupause für ihre schottischen Landsleute Rod Stewart und Frankie Miller.

 

Erwähnenswert zweifellos auch die beiden Booklets, bei dem in einem Chris Welch auf Geschichte und Aufnahmen eingeht und dabei von Maggie Bell kompetent unterstützt wird. Im anderen Booklet sind die Sessions genau aufgelistet, wer wann beteiligt war. Beim munteren Boogie Good Time Girl saß nämlich dann schon Ronnie Leahy an den Tasten. Nicht weniger talentiert, als sein Vorgänger, aber nicht ganz so verspielt. Die Konzertaufnahmen auf der dritten CD teilen sich je zur Hälfte zwischen dem 4. November 1971 und 12. Oktober 1972. Ort des Geschehens jeweils das Londoner Palace Theatre. Naturgemäß war 1971 Les Harvey der Gitarrist, während im Oktober '72 dann McCulloch an seiner Stelle wirkte.

 

Interessant, wie die Band eine Slow Blues-Version von Dylans Don't Think Twice, It's All Right inszeniert. Wie ja besondere Stimmen bei langsameren Stücken ohnehin meist besser zur Geltung kommen, was man auch bei der souligen Ballade Sunset Cowboy hören kann. Aus meiner Sicher zu selten, kommt Bassist Jimmy Dewar gesanglich zum Einsatz, denn der ist gleichfalls ein tolle Sänger und bietet Maggie manchmal ganz schön Paroli, bzw. stachelt sie an. Im Booklet wird darauf verwiesen, dass manche der Songs auf der vierten CD von Amateurmitschnitten stammen und die Qualität deswegen schwanken würde, aber ich kann mich da nicht groß beschweren. Eher könnten das WISHBONE ASH, denn in I Saw America Pt. 3 klingt das stellenweise stark nach denen.

 

Ich finde das jedenfalls ein sehr gelungenes Package und wer auf den, teils verspielten, Blues Rock-Sound der späten 60er und frühen 70er steht, sollte sich hiermit mal befassen.

 

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