Steve Miller Band

Let Your Hair Down

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.04.2011
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Steve Miller Band
Let Your Hair Down, Roadrunner Records, 2011
Steve MillerVocals, Guitars
Billy PetersonBass
Kenny Lee LewisRhythm Guitar
Norton BuffaloHarmonica
Sonny CharlesVocals
Joseph WootenPiano, Hammond Organ
Produziert von: Steve Miller Länge: 31 Min 41 Sek Medium: CD
01. Snatch It Back And Hold It06. Pretty Thing
02. I Got Love If You Want It07. Can't Be Satisfied
03. Just A Little Bit08. Sweet Home Chcago
04. Close Together09. Love The Life I Live
05. No More Doggin'10. The Walk

Nix Neues im Steve Miller Land. Wie bereits zur Veröffentlichung des letztjährigen Longplayers "Bingo!" kund getan, folgt jetzt die Fortsetzung der sogenannten Blues-Sessions aus George Lucas' Skywalker Studios. "Let Your Hair Down", das englischsprachige Idiom steht für "macht's euch gemütlich und entspannt euch", kommt dann tatsächlich wenig überraschend ähnlich locker und entspannt rüber wie der große Bruder "Bingo!" aus 2010.

Da die Laufzeit dieses Neulings (knapp 32 Min.) ebenso kurz geraten ist wie die des Vorgängers, hätte man diese 10 Tracks genauso gut auf die "Bingo!"-Scheibe packen können, um ein wenig Fan-Freundlichkeit beweisen zu können. So muss der Steve Miller Freund zwei Mal innerhalb eines Jahres in die Tasche greifen. Sei's drum, die Platte besitzt ihre Qualitäten, sie macht Spaß und hält den nicht gar so puristischen Blues-Freund sicherlich bei Laune.

Ähnlich wie beim Vorgänger könnten sich einige Blues-Freaks über den nicht gerade analog zu nennenden Sound mokieren. "Let Your Hair Down" klingt fast schon zu fett, zu modern, zu druckvoll. Wer diese Miller'sche Vorgehensweise nicht teilen kann, sollte die Finger von dieser Platte lassen. Modernistische Traditionspflege könnte man diesen Interpretationsansatz auch nennen.

Mir liegen zwar keine Liner-Notes vor, doch da die Aufnahmen aus den gleichen 2009er Sessions stammen, hat Steve Miller offenbar die gleiche Musikertruppe am Start wie auf dem "Bingo!"-Album, also auch den inzwischen verstorbenen Mundharmonikaspieler Norton Buffalo, der seinerzeit im Spätsommer 2009 noch zum letzten Mal die Luft zum Brennen brachte. Ansonsten könnte man meinen, dass bei Close together ZZ TOPs Billy Gibbons die Sologitarre spielt, but who knows... Die Band groovt jedenfalls sehr gekonnt, die Songauswahl der Miller-Bande kommt zwar mehr oder weniger überraschungsfrei daher, doch letztlich macht "Let Your Hair Down" ganau so viel Spaß wie "Bingo!".

Das gleichermaßen abgedrehte wie ansprechende Cover wurde abermals vom PINK FLOYD Covergestalter und ex- Hipgnosis Mitarbeiter Storm Thorgerson aus der Taufe gehoben. Somit schließt sich also der Kreis, der 2009 seinen ersten Pinselstrich erfuhr. Mal abwarten, was der geschäftstüchtige Gangster of Love dann als nächstes auf der Pfanne hat, denn betrachtet man die jeweiligen Limited Editions von "Bingo!" und "Let Your Hair Down", die jeweils mit 4 Bonus-Tracks aufwarten, dürfte der Großteil der Sessions nun verbraten sein.

Frank Ipach, 15.04.2011

 

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