Spike

So Called Friends

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.12.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


So Called Friends, Jerkin' Crocus, 2008
SpikeVocals, Acoustic Guitar,
Paul Hornby, Pip MailingDrums
Nick Mailing, Jimi Jmmi,Bass
Nick Crutchley, Paul Guerin,Guitar
John WeirBanjo
Ben Marshall , Keith WeirPiano, Organ
Ash SheehanDrums, Brass
Produziert von: Bruce Murray Länge: 35 Min 54 Sek Medium: CD
01. Cocaine06. Kiss Her For Me
02. All Your Love Is07. More To Life
03. Don't Think So08. It's A Shame
04. A Bottle Of Whiskey09. So Called Friends
05. She Reminds Me Of You

Der QUIREBOYS-Frontmann Spike erweitert die Veröffentlichungen seiner Pub-Rock'n'Roll-Band - nach "Homewreckers & Heartbreakers" - in diesem Jahr mit seiner zweiten Solo-Scheibe. Allerdings sind nahezu alle Chorknaben mit an Bord. Lediglich Gitarrero Guy Griffin fehlt. Dafür ist dessen Sideman Paul Guerin hier für einen Großteil der Saitenarbeit tätig und jener Guerin - ich muss das einfach immer mal erwähnen - spielte ja damals bei den RED DOGS, die zwei richtig gute Dirty-Rock'n'Roll-Alben, Anfang der 90er, veröffentlichten und dabei klangen wie die Cousins der QUIREBOYS.
Spike klingt hier dagegen eher wie ein entfernterer Verwandter. Also nix mit permanenten Einladungen zu Sex Partys und um sieben Uhr schon gleich gar nicht. "So Called Friends" klingt meistens nach den späteren Stunden, wenn sich Spike, so wie damals, als King Of New York fühlt.
Wie beim Vorgängeralbum, bedient er sich auch hier bei seinem Vorbild Frankie Miller. Gleich vier Songs sind vertreten. Erfolgreich geworden in den späten 80ern, dürfte auch Spike hinreichende Erfahrungen mit Cocaine haben und dieser, mit Bläsern durchsetzte und leicht jazzige Großstadtblues kommt entsprechend glaubwürdig. Diese Stimme mag man oder nicht - dazwischen gibt's wohl nichts. Mir gefällt sie und auch, wie die Gitarren arrangiert sind und weit im Vordergrund stehen.
Locker plätschert All Your Love Is hinterher. Schön vom Piano getragen, mit viel Soul in der Stimme gesungen und so richtig was, um an der Bar zu stehen und mitzuschnippen. Geschrieben übrigens von Darrell Bath, der ja auch dem Pub-Rock Umfeld zuzurechnen ist.
Wer dann den einen oder anderen Tanzschritt wagen will, dem kommt der muntere Bluegrass-Country-Verschnitt I Don't Think So sicher genau richtig. John Weirs Banjo sorgt für den galoppierenden Rhythmus und Keith Weirs Piano für das rechte Honky Tonk Feeling.

Mit besagtem Frankie Miller verbindet Spike nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch zu Hochprozentigem. Da verwundert es nicht, wenn er dessen Bottle Of Whiskey äußerst authentisch reproduziert und in dieser Trinkerballade nahezu wie der Schotte klingt.
Das selbst verfasste Something Reminds Me Of You hätte auch gut auf eine QUIREBOYS-Scheibe gepasst. Zwar nicht so gnadenlos rockend, sondern eher ein bisschen funky und zum Mitwippen, aber mit dirty Gitarren und feinen Soli. Geht gut ins Ohr.
Kiss Her For Me stammt wieder von Herrn Miller und ist auch wieder eine, wie für ihn typisch, sehr folkloristische Ballade. Da steht natürlich Text und Gesang im Vordergrund. Musikalisch wird eigentlich nur im Hintergrund unterstützt. Trotzdem zieht einen Spikes Gesang doch bald in unwiderstehlich an und in diesen Song rein.
Auch More To Life bleibt im moderaten Bereich, tendiert allerdings mehr zum Folkrock und ähnlich klingt auch It's A Shame. Gleichfalls akustisch angelegt, allerdings geht man bald in einen Boogie-Rhythmus über und schließlich steigen auch die E- (Slide-) Gitarren mit ein und es wird - schön gemütlich - gerockt und gerollt. Macht richtig Laune.
Das getragene, intensive, So Called Friends beschließt dieses Album. Ein weiterer Song von Frankie Miller, den Spike im Booklet auch ausdrücklich würdigt.
Die Abgeh-Scheibe ist dieses Album natürlich nicht, aber für den etwas ruhigeren Nachmittag - oder späten Abend - taugt es schon gut und es klingt auch gut. Vor allem die Gitarren. Daran hat ein gewisser Dan Baird, der für das Mastering verantwortlich zeichnet, sicher keinen geringen Anteil.

Epi Schmidt, 20.12.2008

 

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