Soup

Live Cuts


CD-Review

Reviewdatum: 12.01.2019
Jahr: 2018
Stil: Prog, Post Rock
Spiellänge: 47:59
Produzent: Soup

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Plattenfirma: Stickman Records

Promotion: Noisolution


Redakteur(e):

Ralf Stierlen


s. weitere Künstler zum Review:

Porcupine Tree

Steven Wilson

Titel
01. The Boy And The Snow
02. Nothing Like Home
03. Whore
 
04. Sleepers
05. Clandestine Eyes
Musiker Instrument
Erlend Aastad Viken Vocals, Keyboards, Samples
Oerjan Saur Guitars
Jan Tore Megard Bass
Espen Berge Drums, Percussion

Zum 15jährigen Bandjubiläum beschenken die Norweger von SOUP ihre Fans mit einem Livealbum, das Stücke aus den drei Alben „Come On Pioneers“ (von 2007), „The Beauty Of Your Youth“ (2013) und vor allem von „Remedies“ (2017. Für den Rezensenten als Newbie diese Band betreffend eine hervorragende Gelegenheit, dem Sound der Formation um Erlend Aastad Viken näher zu kommen.

In fünf zum Teil über 10 Minuten langen Songs biete sich eine wundervoll melancholische, aber auch harmonische, nebelverhangene Welt aus flirrendem Ambient Prog, der zwischendurch immer mal wieder Post-Rock-typisch die Muskeln spielen lässt. Dann verfestigen sich die atmosphärisch frei fließenden Passagen in kernige, riffbetonte Soundwälle. Insbesondere im Wechselspiel zwischen laut und leise liegt hier, wie so oft in diesem Genre, der spezielle Reiz, dazu kommt eine angenehm dezente Space Rock Note.

Die sanfte, mitunter fast zerbrechliche Melodieführung und der Klargesang von Viken kontrastieren prächtig zu sich brachial auftürmenden Klanggebilden,  Während sich die Band bei The Boy And The Snow und Clandestine Eyes (mit einschmeichelnden Flötenklängen) wie geschildert entfaltet, schmiegen sich die ruhigeren Songs Sleepers und Nothing Like Home in den Ohren des Hörers an und runden diese Scheibe zu einem in sich stimmigen, schlüssigen Erlebnis für alle Fans von Art Rock, Ambient, Prog, Space Rock und natürlich Post Rock ab,

 Kleiner Wermutstropfen ist die für ein Livealbum doch etwas überschaubare Spieldauer – da wäre bei den mehr als zehn Jahren, die man als Band die Bühnen der Welt bespielt sicher auch etwas mehr drin gewesen. Dafür wird man mit einem Artwork von Lasse Hoile (PORCUPINE TREE, STEVEN WILSON) ein wenig entschädigt, außerdem gibt es das gute Stück auch auf orange- oder türkisfarbigem Vinyl.

 

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