Sonny Landreth

Bound By The Blues

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.07.2015
Jahr: 2015
Stil: Cajun-Delta-Blues

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Sonny Landreth
Bound By The Blues, Provogue/Mascot, 2015
Sonny LandrethVocals, Guitar
David RansonBass
Brian BrignacDrums
Produziert von: Sonny Landreth Länge: 41 Min 35 Sek Medium: CD
01. Walkin' Blues06. Cherry Ball Blues
02. Bound By The Blues07. Firebird Blues
03. The High Side08. Dust My Broom
04. It Hurts Me Too09. Key To The Highway
05. Where They Will10. Simcoe Street

In gewisser Weise gehört Sonny Landreth für mich in eine Kategorie mit Jeff Beck: Grandiose Instrumentalisten, deren Stil und Sound man immer heraushört, aber nicht die größten Songschreiber und – wie gesagt, für mich – erst dann richtig gut, wenn man sie zum passenden Sideman dazu stellt.
Im Falle von Landreth ist und bleibt das für mich John Hiatt. Geschuldet sicher auch einem Live-Erlebnis aus den späten 80er Jahren. Des letzten Jahrhunderts, nicht meines Lebens – so weit ist es noch nicht!
Anyway, der Cajun-Slide-Gott hat natürlich schon eine Reihe hervorragender Songs und Alben veröffentlicht und gehört auch in die Kategorie “Schlecht gibt es nicht“.
Mit seinem neuen Album begibt er sich wieder mehr in die Blues-Gefilde, die er nie wirklich verlassen hat. Puristisch und nur von Bass und Schlagzeug unterstützt. Was braucht er mehr? Er klingt sowieso immer wie mindestens zwei Gitarren.

Von der ersten Sekunde an identifiziert der Kenner Sonnys einzigartigen Ton, welcher aus seinem unnachahmlichen Slide-Spiel mündet. Klar, die Licks hat man ähnlich von ihm schon gehört und doch kommen sie immer wieder geil. Walkin‘ Blues (Robert Johnson) groovt den Hörer in den Cajun-Blues richtig gut ein und verströmt die Hitze des Mississippi-Deltas.
Die sich mit dem folgenden Song noch steigert. Gezügelter, aber intensiver und so nahe an New Orleans geparkt, dass man manches Neville-Auge um die Ecke schielen spürt.
Ähnlich geht es einem mit The High Side, nur dass man hier auf akustischer Basis agiert. Das vergrößert das “Back-Porch-Feeling“ und schnippt das Feierabendbier praktisch alleine auf.
Wie angesprochen, ist Sonny nicht der Hit-Schreiber vom Band und so hat er sich diverse Blues-Klassiker vorgenommen. It Hurts Me Too gehört dazu, in welchem er wieder mit einigen göttlichen Slide-Sonnenstrahlen glänzt.

Das leicht melancholische Where They Will ist eine Eigenkomposition, welche, laut Landreth, seine “Beziehung zum Blues” beschreibt. Man wähnt sich tatsächlich auf einer Reise, getragen von den fließenden Gitarrentönen, durch eine “blues-gefärbte“ ländliche Gegend.
Etwas derber wird’s mit dem Cherry Ball Blues, wenn Sonny seiner Gitarre etwas die Sporen gibt. Der Firebird Blues kommt rein instrumental und ist – natürlich – eine Homage an Johnny Winter, auf dessem “Roots” Album Landreth noch 2011 mitgewirkt hat. Trotz Landreth‘ typischem Sound sind die Winter-Zitate erkennbar.
Mit Dust My Broom und Key To The Highway folgen zwei der wohl am meisten gecoverten Blues-Stücke. Hätte vielleicht, von den Songs her, nicht unbedingt sein müssen, aber gerade bei “Key“ hat der Hörer wieder absoluten Spaß an den Feinheiten im Spiel des Gitarristen.
Beendet wird das Album mit einem weiteren Instrumental, Simcoe Street, bei dem Sonny Landreth noch einmal und eindrucksvoll sein Trademark-Slide-Spiel demonstriert.
Für Freunde und Fans des Gitarristen ist so eine Veröffentlichung ohnehin Pflichtkauf. Für interessierte Gitarristen auch und wer ein bisschen was mit Blues aus der Gegend von Louisiana und Texas anfangen kann, der sollte hier gleichfalls die Ohren ganz lang machen.

Epi Schmidt, 11.07.2015

 

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