Sonny Landreth

Blacktop Run

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.02.2020
Jahr: 2020
Stil: Swamp Rock
Spiellänge: 35:36
Produzent: Sonny Landreth, Tony Daigle, RS Field

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Plattenfirma: Provogue/Mascot


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Gov't Mule

John Hiatt

Titel
01. Blacktop Run
02. Lover Dance With Me
03. Mule
04. Groovy Goddess
05. Somebody Gotta Make A Move
 
06. Beyond Borders
07. Don‘t Ask Me
08. The Wilds Of Wonder
09. Many Worlds
10. Something Grand
Musiker Instrument
Sonny Landreth Guitars, Vocals
David Ranson Bass
Brian Brignac Drums, Percussion
Steve Conn Keyboards
Mike Burch Drums

Allzu oft kriegt man den Meister des Swamp-Slide hierzulande nicht zu sehen, aber bereits mit den ersten Tönen seines neuen Albums transportiert er uns in die Sümpfe Louisianas, zu Cajun-, Zydeco- und Blues-Musik. Auch nach so vielen Jahren bin ich von Stil und Sound Sonny Landreth‘ absolut begeistert. Seine besondere Art des Slide-Spielens, mit den Fingern oberhalb des Slides noch Töne und Akkorde zu greifen, macht viel von seinem Trademark-Stil aus. Und so spricht auch sein neues Album – das erste Studioalbum seit fünf Jahren – umgehend an.

Sein Begleitmannschaft ist gleich geblieben, lediglich Teilzeit-Keyboarder Steve Conn wird jetzt als festes Bandmitglied geführt. Also kann man sich getrost auf die Qualität verlassen. Sonnys Stimme scheint kein bisschen gealtert und klingt schon im Titelsong sehr jugendlich. Beim folgenden Instrumental Lover Dance With Me brauchts keine Worte um den/die Angesprochene/n zum Tanz zu bewegen und der flotte New Orleans-Groove versetzt zugleich in gute Laune. Normal bin ich kein Freund von Instrumentals, aber in dieser Form, gerne mehr.

Bei einem Songtitel wie Mule könnte man eine Reminiszenz an die Freunde von GOV‘T MULE vermuten, aber es bleibt beim bluesigen Louisiana-Zydeco-Blues, mit einer weiteren herausragenden Leistung auf der Slide-Guitar. Man kann das nicht erklären. Man muss das hören. Und fühlen.

Bei Groovy Goddess, einem weiteren Instrumental, wird‘s, auch durch die “schwere“ Orgel von Steve Conn, etwas rockiger und Sonny wird auch bei seinen Soli etwas ausufernder. Da dürfte auch Live die Luft brennen. Einen guten Vorgeschmack kriegt man hier serviert.

Somebody Gotta Make A Move, schlägt der nächste Song vor, aber bei der tropischen Hitze, die der Song verströmt, möchte man das nur sehr gemächlich tun. Auch das wieder klasse, wie Landreth und Band einen hier in die Sümpfe des Mississippi-Deltas entführen. Und einem mit dem folgenden Beyond Borders über alle Grenzen in ein wahres Voodoo-Fieber treiben. Zum Glück kommt nicht gerade ein Alligator vorbei.

Die Zydeco-Seele erfreut sich besonders, wenn in Don‘t Ask Me typische Akkordeon erklingt und Sonny begibt sich bereitwillig in die zweite Reihe und setzt nur ein paar Akzente auf der Dobro.

Hätte ich wahrlich nicht gedacht, so ein gutes Album noch einmal von Sonny zu hören zu kriegen. Nahezu alles hier könnte auf jedem seiner früheren Alben einen guten Platz einnehmen. Für mich wäre es natürlich am schönsten, er selbst würde noch einmal den Platz an der Seite von John Hiatt einnehmen, aber Alben wie dieses entschädigen überwiegend. Da darf man sich gegen Ende von den Klangwelten in Many Worlds ebenso verzaubern lassen, wie  abschließend von der folkigen Akustiknummer Something Grand.

Es gibt sicher noch ein paar Landreth-Alben die man nötiger als “Blacktop Run“ braucht, aber wer sich jemals an der Musik des grandiosen Gitarristen erfreut hat, der kann das hiermit auf jeden Fall fortsetzen.

 

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