Slipknot

The End, So Far

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.10.2022
Jahr: 2022
Stil: Nu Metal
Spiellänge: 57:31
Produzent: Slipknot

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Plattenfirma: Roadrunner Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Corey Taylor

Stone Sour

Titel
01. Adderall
02. The Dying Song (Time To Sing)
03. The Chapeltown Rag
04. Yen
05. Hivemind
06. Warranty
 
07. Medicine For The Dead
08. Acidic
09. Heirloom
10. H377
11. De Sade
12. Finale
Musiker Instrument
Corey Taylor Gesang
James Root Gitarre
Mick Thomson Gitarre
Alex Venturella Bass
Michael Pfaff Percussion
Shawn Crahan Percussion & Gesang
Sid Wilson DJ
Craig Jones Sampling
Jay Weinberg Schlagzeug

Es scheint schon eine Ewigkeit her zu sein, dass SLIPKNOT mit ihrem selbstbetitelten Debüt und insbesondere dann mit “Iowa“ die Metal-Welt revolutionierten. Damals waren sie die „Wahnsinnigen“ in den „irren Kostümen“ mit den „furchtbaren Masken“, die Elemente aus Thrash, Death, Black und Nu Metal vermischten. In den 23 Jahren, die seitdem vergangen sind, haben sich die Musiker aus Iowa zu einer der größten Metal-Bands der Welt entwickelt, sie treten nicht nur auf den größten Festivals auf, sie veranstalten mittlerweile sogar ihr eigenes (und das seit diesem Jahr auch in Deutschland). Diesen gesteigerten Status haben sie natürlich nicht mit der kompromisslosen Metal-Mixtur von damals erreicht, vielmehr begann der musikalische Wandel bereits auf “Vol. 3: The Subliminal Verses“. Haben sie nun auf ihrem neuesten Werk – “The End, So Far“ – das Ende dieses Weges erreicht?

Denn Fans der ersten Stunde werden ihre damaligen Lieblinge wohl kaum mehr wiedererkennen. Denn das neue Album beginnt in Form von Adderall mit einer Nummer, die SLIPKNOT wie popige NINE INCH NAILS klingen lässt. Eine überraschende Wahl sicherlich und eigentlich als ruhiger Einstieg etwas zu lang geraten, aber zum Glück wird es dann mit The Dying Song (Time To Sing) und dem folgenden The Chapeltown Rag und in Teilen von Yen sowie Hivemind dann auch rockiger, aber das Ganze hat immer einen gewissen nachdenklichen Unterton und nicht mehr ganz den Furor (vielleicht noch am ehesten bei Warranty) früherer Tage. Dabei haben insbesondere die beiden letzteren Stück jeweils einen sehr einprägsamen Refrain, der lange in Erinnerung bleibt.

Photo-Credit: Jonathan Weiner

Irgendwie pendelt die Scheibe auch in der Folge irgendwo zwischen den beiden Extremen, nachdenklich-melodiös und brachial-rockig, wobei die Metal-Parts auch fast allesamt genau so gut zu STONE SOUR gepasst hätten. Aber insgesamt betrachtet wirkt das Ganze hier irgendwie eher wie Stückwerk, denn wie ein organischer Song oder aber eine kohärente Scheibe. Die Band wirkt irgendwie verloren in ihrer Herangehensweise, so als müsse sie unbedingt Teile ihrer Trademarks – wie etwa Blastbeats – einbringen, auch wenn das Lied vielleicht ohne besser funktionieren würde. Am besten funktionieren aus meiner Sicht hier The Dying Song (Time To Sing), Yen, Medicine For The Dead, Acidic, Heirloom, H377 die nicht so überfrachtet wurden und eher klar strukturiert sind.

Dabei fällt aber in der Gesamtbetrachtung auf, dass es Frontmann Corey Taylor hier seltener als auf den bisherigen Scheiben gelingt, mit seinem Gesang für besondere Momente zu sorgen. Seine Wut wirkt irgendwie nicht so authentisch und überzeugend-mitreißend wie es sonst der Fall war. Aber auch von den Percussions von Shawn Crahan oder DJ Sid Wilson merkt man recht wenig. Individuell setzen eher die beiden Gitarristen James Root und Mick Thomson mit ein paar schönen Soli einige Highlights. Insofern bleibt unter dem Strick eine etwas entäuschende Scheibe übrig, die mit den bisherigen Alben nicht wirklich konkurrieren kann und schon gar nicht an die Highlights der Vergangenheit heranreicht. Das Ende ist es sicherlich nicht für die Band (dafür aber für die Zusammenarbeit mit Roadrunner), aber bei der nächsten Veröffentlichung muss schon wieder deutlich mehr kommen von unseren maskierten Metal-Freaks aus Iowa.

 

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