Slash

Apocalyptic Love

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.06.2012
Jahr: 2012
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Slash
Apocalyptic Love, Roadrunner Records, 2012
SlashGuitar
Myles KennedyVocals, Guitar
Brent FritzDrums, Percussion, Electric Piano
Todd KernsBass, Vocals
Produziert von: Eric Valentine Länge: 54 Min 49 Sek Medium: CD
01. Apocalyptic Love07. We Will Roam
02. One Last Thrill08. Anastasia
03. Standing In The Sun09. Not For Me
04. You're A Lie10. Bad Rain
05. No More Heroes11. Hard & Fast
06. Halo12. Far And away
13. Shots Fired

Die Schatten, die Slash seit fast 25 Jahren als Gitarrist wirft sind lang, und sicher nicht nur wegen seines hoch aufragenden Zylinders. Seine geschmackvollen, nie langweilig werdenden Soli, seine feisten und fetten Riffs haben ihn schon jetzt für Heerscharen von Nachwuchsgitarristen unsterblich gemacht. Und der in Großbritannien als Saul Hudson geborene Lockenkopf wird dieser Tage gerade mal 47.

Seit seinen glorreichen GUNS N' ROSES-Tagen, seit SNAKEPIT und VELVET REVOLVER sind einige Jahre ins Land gegangen, die zwar rein musikalisch nicht immer grandios waren, doch puren Stumpfsinn hat Slash nie abgeliefert.
Sein 2010er Soloalbum überraschte mit einem großen und breit gefächertem Staraufgebot an Sängern, erstaunlich variablen Ideen hinsichtlich des Songwriting und hielt mit Starlight nebst Sänger Myles Kennedy (ALTER BRIDGE) einen famosen Übersong parat.

Die Zusammenarbeit mit eben jenem Mr. Kennedy fruchtete derart zufriedenstellend, dass sich die beiden Vollblutmusiker fortan für weitere Projekte verabredeten. "Apocalyptic Love" stellt nach dem letztjährigen Konzertmitschnitt "Made In Stoke" nun einen weiteren Baustein im Zusammenwirken dieser beiden potenten Herren dar.

Der eher introvertierte Amerikaner Myles Kennedy, der jedoch mit seinem Stimmvolumen genau das Gegenteil beweist und nebenbei noch hervorragend Gitarre spielt, komponierte gemeinsam mit dem fingerflinken Briten auch dieses Jahr einige bemerkenswerte Songs, die zwar manchmal etwas arg nach Slashs Geburtsstätte G'n'R klingen, aber auch gerade deswegen einigen die hard Fans gefallen werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich Kennedy offenbar mehr als einmal recht stark an Axl Roses Stimmfärbung orientiert und dem ehemaligen G'n'R Shouter nachzueifern scheint. Ob Slash ihm das so in den Arbeitsvertrag geschrieben hat? Egal. Das Ergebnis ist meistenteils stimmig und unterhaltsam und hält mit solchen Krachern wie dem Opener Apocalyptic Love und dem etwas aus der Rolle fallenden Punk-Zündsatz One Last Thrill genügend Startkapital bereit. Während Standing In The Sun zeitweilig wie ein "Appetite For Destruction"-Outtake klingt, fördert das mit Producer Eric Valentine gemeinsam verfasste No More Heroes eine angenehm pop-inspirierte Hookline zu Tage. Mit Far And Away präsentiert uns das strebsame amerikanisch/britische Doppel zudem noch eine völlig unpeinliche und fast kitschfreie Ballade.

"Apocalyptic Love" mag nicht unbedingt der allergrößte Wurf des Jahres sein, zeigt unterm Strich aber mehr Licht als Schatten und nährt die Hoffnung, dass Slash und Kennedy genügend Potential in sich tragen, beim nächsten Album-Meeting eine absolute Rakete zu zünden.

Frank Ipach, 05.06.2012

 

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