Silver

Intruder

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.08.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Silver
Intruder, Point Music, 2003
Gary Barden Lead & Backing Vocals
Bernie Torme Guitars
Don Airey Keyboards
Michael Voss Guitars
Bertram Engel & Marco Minnemann Drums
Bob Daisley & Colin Hodgkinson Bass
Tommy Denander Guitars
Produziert von: Mr. Bar & Mr. Fly Länge: 45 Min 45 Sek Medium: CD
1. Intruder7. Kismet
2. Troublemaker8. Come On
3. Bleed9. I Don't Love You Anymore
4. Drowning10. Shine On You
5. Dance With The Devil11. When The Lights Go Down
6. How Does It Feel

Vorsicht Eindringling!
Gemach, gemach, keine Angst. Bleibt sitzen und schaut nicht ängstlich in Richtung Eurer Haustür. "Intruder" heisst die neue Scheibe von Gary Bardens SILVER. Bestenfalls der CD-Player wird von diesem Eindringling heimgesucht.

Drei Platten in knapp 2 1/2 Jahren. SILVER halten es nicht mit der ALLMAN BROTHERS-Veröffentlichungsformel: 1 Studio CD + 6 Live CDs = 10 Jahre.
"Silver" (2001) und "Dream Machines" ein Jahr später wurden von den Melodic Rock Fans wohlwollend aufgenommen. Anfänglich vorhandene Modern Rock Elemente wurden ja schon aus dem Zweitwerk "Dream Machine" verbannt. Und so ertönt der Neuling "Intruder" im klassischen Melodic Rock Outfit. Eine musikalische Gratwanderung zwischen heftigen Rockern und sinnlichen Balladen.
Die beteiligten Musiker sind wieder vom Feinsten (sh. Besetzuung oben). Lediglich Ex-Kumpan Michael Schenker fehlt beim Line-Up.

Und nun zum musikalischen Inhalt.
Intruder, der Titel- und Eröffnungssong, ist mehr von der härteren Rocksorte. Don Aireys harter Keyboardkampf gegen die nur scheinbar übermächtige Gitarrenarmee. Es könnten ruhig noch ein paar Synthieklänge weniger sein. Trotzdem ein prächtiger Rocker zum Aufwärmen.
Das nachfolgende Troublemaker entpuppt sich als einer der CD-Höhepunkte. Satte Gitarrenphrasen gepaart mit eingängigen Hooks. Was will man mehr.
Dann wird es ruhig im Saal. Bleed zeigt, welche gute Balladen die Jungs auf der Pfanne haben. Einzig die elektronischen Schlagzeugmätzchen mit Phil Collins-Touch trüben ein wenig den Gesamteindruck. Doch die Drummer (Bertram oder Marco?) kehren rechtzeitig beim nächsten Song Drowning an ihre mechanischen Schießbuden zurück. Ein guter Song in der gleichen Qualität wie das schon gelobte Troublemaker. Höhepunkt ist dabei zweifelsohne das fette Orgelsolo von Don Airey.
Schlagzeug satt gibt es auf Dance With The Devil. Ein witziges Instrumental mit einem Chorus der aus dem Musical "Hair" stammen könnte. Neben den spektakulären Drums geben sich die Saitenfrickler ordentlich die Kante.
Nach einem Mix aus Ballade (How Does It Feel)und strammen AOR (Kismet) gibt es straighten Rock'n'Roll and Boogie mit Come On. Der Klassesong klingt mächtig nach den alten WHITESNAKE. (Man glaubt es kaum bei dem Titel...)
Das nachfolgende I Don't Love You Anymore ist solider melodischer Mainstream Rock ohne Ecken und Kanten.
Zum Schluß wird es mit Shine On You und When The Lights Go Down dezent kuschelrockig. Jetzt kann die Rockerfraktion ihre Mädels in den Arm nehmen und eng umschlungen den letzten 10 Minuten des Albums lauschen. Mir ist das Ganze allerdings zu bedächtig und ich zappe wieder zum 1.Track zurück.

"Intruder" knüpft nahtlos an die Qualitäten von "Dream Machines" an. Knackiger und melodischer AOR, der auch beim dritten oder vierten Hören nicht langweilt.
Klang und Produktion sind gut.

Joachim Domrath, 23.08.2003

 

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