Ryan Perry

High Risk, Low Reward

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.03.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues
Spiellänge: 52:37
Produzent: Roger Inniss

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Plattenfirma: Ruf Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Blues Caravan

B.B. King

Titel
01. Ain‘t Afraid To Eat Alone
02. Homesick
03. Pride
04. A Heart I Didn‘t Break
05. Why I Sing The Blues
06. One Thing‘s For Certain
 
07. High Risk, Low Reward
08. Changing Blues
09. Oh No
10. Evils Is Going On
11. Hard Times
Musiker Instrument
Ryan Perry Vocals, Guitars
Roger Inniss Bass
Lucy Piper Drums
Jeffrey Staten & Stefanie Bechtold Backing Vocals

Heute nehmen wir mal Rücksicht auf die aktuelle Lage und fangen mit dem letzten Song dieser Scheibe an: Hard Times. In der Tat und so wie es aussieht, werden die noch härter. Nicht zuletzt für die Künstler, die ihre Tournee absagen oder verschieben müssen. Wer ihnen  etwas Unterstützung zukommen lassen will, der kauft vielleicht ein paar CDs oder Merchandising mehr.

Ryan Perry konnte ich zum Glück noch unlängst auf der BLUES CARAVAN-Tour erleben und der hat nicht nur bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Besagter Song, der sein aktuelles Album beschließt, ist ein erdiger Roots-Blues, den Ryan mit schönem Fingerpicking und angezerrtem Sound spielt und dabei nur wenig Rhythmus-Unterstützung von Bass und Drums benötigt um ein hypnotisches Gemisch anzurühren.

Nun gehen wir aber doch zurück auf “Los“, selbst wenn der Sänger/Gitarrist verkündet, Ain‘t Afraid To Eat Alone, wollen wir ihn da nicht allein lassen. Das geht richtig gut los und wäre Gitarrensound ein klein wenig “spitzer“, würde man glatt einen Carlos Santana dahinter vermuten. Entsprechend groovig kommt die Nummer rüber und lässt den Hörer locker aus der Hüfte mitswingen. Perry hat den Vorteil, sowohl ein toller Gitarrist, als auch ein begnadeter Sänger zu sein.  So vereinnahmt er mit Stimme wie Gitarre und mit dem Songwriting sieht‘s auch nicht so schlecht aus, wie er mit dem nachfolgenden, leicht funkigen Homesick unterstricht. Das groovt richtig gut und bekommt durch den Backgroundgesang einen zusätzlichen Schuss Soul. Klingt klasse, nicht überladen und jeder Ton, wo er sein soll. Und auch Pride groovt richtig gut. Der richtige Song, um den Arbeitstag ausklingen zu lassen und in den Abend überzuleiten. Für den einen A Heart I Didn‘t Break dann schon etwas in Stimmung bringen kann. Pulsiert locker und wird gleichzeitig schon etwas derber. Hier, wie bei jeder Nummer, ist der tolle Gitarrensound und Perrys unprätentiöses Spiel ein echter Genuss.

B.B. Kings Why I Sing The Blues entfernt sich nicht so weit vom Original, kommt höchstens etwas zeitgemäßer rüber. Da darf man auch mal Bassist/Produzent Roger Inniss loben, der es offensichtlich nicht nur auf der Bühne beim BLUES CARAVAN versteht, einen perfekten, inspirierten Rhythmus zu liefern.

Der Titelsong sticht kurz darauf noch einmal besonders hervor. Mit leichtem ZZ TOP-Texas-Flair zelebrieren Perry und Band einen Heavy Blues, zu dem der Kenner mit geschürzten Lippen nickt, als würde ein gute Whiskey-Tropfen über die Zunge rinnen. So ähnlich ist es tatsächlich bei diesem Song.

Düster klingt das Szenario bei Changing Blues, obwohl dem eigentlich keine so schlechten Zeiten bevorstehen. Das Blues-Feeling hat der langsame, leicht schleppende Song durch und durch verinnerlicht. Leichter Jam-Charakter und ganz viele Gefühl. Und ähnlich geht‘s bei Oh No zu. Beim BLUES CARAVAN hat Perry den Song schon sehr ansprechend und authentisch auf der Bühne präsentiert und die Konservenversion steht dem nur wenig nach.

Willie Dixons Evil Is Going On erfährt hier eine mitreißende , sehr effektiv mit “Stop‘n‘Go‘s“ durchsetzte Behandlung, die durch die Wah-Wah-Soli zusätzlichen Drive erhalten.

Am Schluss besagte Hard Times, die sich mit Ryan Perry sicher etwas leichter ertragen lassen. Zeit sich einzuhören dürfte man in Kürze haben. Und nicht nur die eingangs erwähnte Künstlerunterstützung rechtfertigt den Erwerb des Albums.

 

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