Roxanne Potvin

The Way It Feels

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.01.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Roxanne Potvin
The Way It Feels, Ruf Records, 2007
Roxanne Potvin Vocals, Acoustic Guitar, Electric Guitar, Piano
Bob Babbitt Bass, Upright Bass
Bryan Owings Drums, Percussion
Richard Bell Wurlitzer, Organ, Piano
Colin Linden Electric Guitar, Dobro, Acoustic Guitar, Baritone Guitar
Wayne Jackson Trumpet, Trombone
Tom McGinley Baritone Sax
John Hiatt Guest Harmony (A Love That's Simple)
Mark Winchester Bass
Joe Rice, Robert Hamlett, J.D. Fizer Background Vocals
David Roe Upright Bass
Bruce Cockburn Guest Electric Guitar (While I Wait for You)
Daniel Lanois Guest Vocal (La Merveille)
Produziert von: Colin Linden Länge: 40 Min 22 Sek Medium: CD
1. A Love That's Simple7. Your Love Keeps Working On Me
2. I Want To (Do Everything For You)8. Say It
3. Hurting Child9. Doesn't Pay Attention
4. Caught Up10. Sweet Thoughts Of You
5. La Merveille11. Let It Feel The Way It Feels
6. While I Wait For You12. Break Away

Die BLUES CARAVAN Tour 2007 wirft ihre Schatten voraus - und äußerst wohlgeformt sind sie [die Schatten? Red.]. Wie schon zwei Jahre zuvor, handelt es sich wieder um eine "Ladies Night", die allerdings diesmal den Untertitel "Blues Guitar Women" trägt und so natürlich auch Sue Foley wieder an Bord hat. Die dritte Dame ist Deborah Coleman. Wie ich schon häufiger vermutete, hat Thomas Ruf offensichtlich eine Schwäche fürs "schwache Geschlecht" und das kommt mir wiederum entgegen. Mit Roxanne Potvin hat der Labelchef erneut eine interessante Bluesgitarristin für Ruf Records verpflichtet, die, wie Sue Foley aus Kanada stammt.
23 Jahre ist das Mädel alt und da sie aus dem zweisprachigen, multikulturellen Quebec kommt, sind ihre Einflüsse vielfältig. "The Way It Feels" ist ihr zweites Album, wurde zunächst nur in Kanada veröffentlicht, ist aber durch Ruf nun auch hier erhältlich.
Trotz ihrer jungen Karriere hat Roxanne bereits viele Eindrücke hinterlassen und so wurde ihr neues Album vom renommierten Colin Linden produziert, der auch gleich bei den Gitarrenparts mitgewirkt hat.

Gleich beim Opener A Love That's Simple, einem herrlich souligen R&B mit effektvollen Bläsereinwürfen, gesellt sich zu ihrer vollen Stimme unser liebster Knödler John Hiatt im Refrain. Der Titel versetzt einen sofort in das beliebte Good-Time-Feeling.
Bluesiger wird's bei Joe Tex' I Want To (Do Everything For You), bei dem die junge Dame sich auch die elektrische Gitarre umschnallt. Das Solo kommt clean und puristisch und treffend. Guter Song - gute Sängerin!
Bei Kanada denkt man natürlich auch immer an Neil Young, oder auch an HEART. Beide Acts haben starke Folk-Wurzeln, und Hurting Child klingt ein bisschen nach einer Dreamboat Roxanne. Wunderschönes Dobro-Slide Solo von Colin Linden.
Zurück zum Blues mit Cought Up, einem lockeren Boogie, der wieder etwas Brass-Unterstützung erfährt und vom Piano bestimmt wird. Swingt ungeheuer cool und Roxannes ausdrucksstarke Stimme beeindruckt spätestens hier.
In Quebec wird natürlich auch französisch gesprochen und so musste wohl ein Titel in dieser Sprache, in Form von La Merveille her. Zum folkigen Chanson-Feeling und New Orleans-Flair fügt sich auch noch ihr Gesangspartner Daniel Lanois perfekt ein. Diesen Charakter behält auch das blue-jazzige While I Wait For You bei. Erinnert mich etwas an die späten Sachen von Chris Rea, allerdings heißt der Gastgitarrist hier Bruce Cockburn.
Die Coverversion von Say It wird zum einen vom Piano gepusht und bekommt zum anderen vom R&B-Backgroundchor den passenden Gegenschub. Kommt gut.
Selbstverfasst ist die melancholische Ballade Don't Pay Attention, bei sich Mrs. Potvin selbst am Piano begleitet. Genau die Art von Piano-Blues, der man in einer fast leeren Bar zu später Stunde versonnen lauschen möchte.
Die Sweet Thoughts Of You kleiden sich in ein swingendes Gewand, welches sowohl Blues- als auch Jazz- und Ragtime-Taschen birgt. Oh, was würde ein Paul McCartney oder ein Freddy Mercuy diesen Song lieben.
Für Let It Feel The Way It Feels setzt sich Roxanne noch mal selbst ans Piano und singt uns, unterstützt von ihren Mitstreitern, eine engagierte Ballade, die sich schnell in den Gehörgängen festsetzt.
Bei Breakaway handelt es sich um ein Cover des Jackie DeShannon Hits und entsprechend - irgendwie auch aus dem Rahmen fallend - versetzt uns Roxanne Potvin plötzlich zum Abschied in die späten 50er/frühen 60er Jahre und lässt imaginäre Petticoats schwingen.

"The Way It Feels" ist ein tolles Album geworden, welches gleich vom ersten Ton an richtig Spaß macht. Allein diese Sängerin/Gitarristin/Songschreiberin erscheint mir den Besuch der in Kürze beginnenden BLUES CARAVAN Tour wert. Dürfte äußerst interessant werden, diese Frau auf der Bühne zu erleben.

Epi Schmidt, 28.01.2007

 

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