Roomful Of Blues

45 Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.10.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues, R&B, Soul

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Roomful Of Blues
45 Live, Alligator Records, 2013
Phil PembertonVocals
Chris VachonGuitar
Rich LatailleTenor and Alto Saxophone, Clarinet
Mark EarleyBaritone and Tenor Saxophone
Doug WoolvertonTrumpet
John TurnerBass
Rusty ScottKeyboards
Chris RivelliDrums
Produziert von: Chris Vachon Länge: 64 Min 34 Sek Medium: CD
01. Just Keep On Rockin'08. Dressed Up To Get Messed Up
02. It All Went Down The Drain09. Straight Jacquet
03. Jambalaya10. I Left My Baby
04. Easy Baby11. Blue, Blue World
05. That's Right!12. Somebody's Got To Go
06. Crawdad Hole13. Turn It On, Turn It Up
07. You Don't Know14. Flip Flap Jack

Ja, was macht man, wenn man 45 Jahre auf dem Buckel hat? Man schmeißt eine Party, nimmt ein Live-Album dabei auf und gibt das Motto aus: Just Keep On Rockin'!
Und damit es nicht heißt, Somebody's Got To Go oder am Schluss It All Went Down The Drain, setzt man noch ein Turn It On, Turn It Up drauf.
Genug der Wortspiele und einfach diese Truppe machen lassen, was sie die viereinhalb Jahrzehnte gemacht hat: bläsergetriebenen R&B, Blues in allen Varianten und Rock'n'Roll in der Old-School-Variante. Just Keep On Rockin' bringt das Ding gleich ordentlich in Fahrt und wie gut das Publikum im "The Ocean Mist" Club in Rhode Island im März 2013 mitgegangen ist, kann man am Zwischenapplaus hören. die Besucher dürften auch bei Titeln wie It All Went Down The Drain gut abgegroovt haben. Feinster Jump-Blues und - wie die meisten Titel - mit tollen, jazzigen Bläser-Soli gekrönt. Da wird’s auch mal schrägt, bleibt aber immer knackig und partyorientiert.
Die Besetzung hat sich bei ROOMFUL OF BLUES über die Jahre gern mal geändert, aber vor allem die langjährigen Platzhirsche Chris Vachon (Gitarre), Rich Lataille (Saxofon, Klarinette) und Mark Earley (Saxofon) glänzen hier mit extra-scharfen Soloeinlagen.

Sänger Phil Pemberton ist zwar erst vor ein paar Jahren dazugestoßen, aber führt die Band und die Besucher schon routiniert in eine wunderbare swingende Version von Jambalaya mit einem herrlichen Trompeten-Solo von Doug Wolverton. Spätestens hier ist die Party am Kochen!
Da kommt wahrscheinlich auch so ein Slow-Blues-Schieber wie Easy Baby für den Nahkampf gerade recht. Zumal die Spannung durch die Bläser oben gehalten wird. Erinnert etwas an Ray Charles' Lonely Avenue und besonders Vachans Gitarrensolo sticht hier hervor.
Dass aus den letzten Alben gar nix gespielt wird, fällt hier gar nicht weiter ins Gewicht, denn man denkt hier nicht groß nach, sondern stürzt sich mit einem That's Right! ins Getümmel und jumped, boggiet, swingt, rockt und jived im Takt, den diese Typen hier brillant vorgeben. Mir kommen natürlich solche Boogies wie Big Joe Turners Crawdad Hole besonders recht. Macht einfach Spaß, wie Bass und Schlagzeug straight den Rhythmus vorlegen und Gitarre und Bläser für die Zündfunken sorgen.

Die neuesten Songs stammen aus dem nach wie vor äußerst empfehlenswerten 2005er Album "Standing Room Only". Neben dem Opener sind das das jazzige Straight Jacquet und der muntere Swing-Ohrwurm Flip Flap Jack, welches auch hier seine Wirkung nicht verfehlt und das Album aufs Beste beschließt. Davor gibt’s noch New Orleans-Trauermärsche (I Left My Baby), Jump-Blues-Boogie (Blue, Blues World) - mit genialem Hammondorgel-Solo von Rusty Scott! - , Slow-Blues-Schieber (Somebody's Got To Go) und einen kräftigen Boogie, das oben erwähnte Turn It On, Turn It Up, die allesamt die Stimmung oben halten.
Eine gelungene Veranstaltung, für die man natürlich etwas für Blues mit Brass mitbringen sollte. Ansonsten steht der gemeinsamen Feier nichts im Weg und ich leihe mir Frankies Resümee aus dem Review zu "Hook, Line & Sinker":
"Auf ROOMFUL OF BLUES ist nach wie vor Verlass!"

Epi Schmidt, 05.10.2013

 

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