Ronnie Wood

Mad Lad: A Live Tribute To Chuck Berry

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.11.2019
Jahr: 2019
Stil: Rock‘n‘Roll
Spiellänge: 39:55
Produzent: Ronnie Wood

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Chuck Berry

Rolling Stones

Keith Richards

Mike Zito

Titel
01. Tribute To Chuck Berry
02. Talking About You
03. Mad Lad
04. Wee Wee Hours
05. Almost Grown
06. Back In The USA
 
07. Blue Feeling
08. Worried Life Blues
09. Little Queenie
10. Rock‘n‘Roll Music
11. Johnny B Goode
Musiker Instrument
Ronnie Wood Guitar, Vocals
Imelda May Background Vocals, Lead Vocals on Wee Wee Hours und Rock‘n‘Roll Music
Ben Waters Keyboards
Dion Egtved Bass
Dexter Hercules Drums
Antti Snellman Tenor Saxophone
Tom Waters Alto Saxophone
Amy Mayes, Denise Gordon Background Vocals

2017 verstarb mit Chuck Berry einer der Gründerväter des Rock‘n‘Roll und vor allem für nachfolgende Gitarristen eine ewig währende Inspiration und Quelle. Ohne seine Licks und Riffs, die prägnanten Intros, wäre der Rock‘n‘Roll nicht derselbe und manche Bands schier nicht vorstellbar.

Trotzdem halten sich die musikalischen “Nachrufe“ überraschender Weise doch in Grenzen. Unlängst zollte Mike Zito mit einem Album Berry Tribut und – soweit ich informiert bin – George Benson hat ein Album zu Ehren von Chuck Berry und Fats Domino veröffentlicht. Obwohl Benson ja eher dem Jazz-Lager zugehörig ist.

Da hat sich ein ROLLING STONE gedacht, also, wenn das jetzt schon die Jazzer übernehmen wollen, da muss was getan werden. Wobei man in dieser Rolle wohl eher Keith Richards erwartet hätte. Der hat sich allerdings mit dem Film und zugehörigem Soundtrack “Hail Hail Rock‘n‘Roll“ vor Jahrzehnten schon für Chuck Berry verdient gemacht. Ohne dass es ihm sonderlich gedankt wurde.

Wie auch immer, der zweite STONES-Gitarrero hat hier nicht lange gefackelt und einen Schwung Freunde und Freundinnen ins Tivoli Theatre in Wimborne (liegt in Südengland, Grafschaft Dorset) geladen um einen Set zu Ehren des Rock‘n‘Roll Pioniers einzuspielen. Dem Vernehmen nach der erste Teil einer Trilogie die eine Hommage an Woods musikalische Vorbilder sein soll.

Nun, der erste davon ist Chuck Berry und der erste Song heißt entsprechend Tribute To Chuck Berry. Von Ronnie geschrieben, klingt er auch genau so: Wie ein Ronnie Wood-Song aus einem seiner Soloalbum. Sehr rhythmisch mit leichtem Jam-Charakter und einer Art Sprechgesang. Als Einleitung ganz nett gemacht. Wer allerdings die deutlich zu identifizierende zweite Gitarre gespielt hat, ist nicht vermerkt.

Mit Talking About You folgt ein Song, den die frühen STONES schon im Programm hatten. Hier wird deutlich, dass Ronnie allein Gitarre spielt, die Band hinter ihm ihren Job aber durchaus versteht. Gerade Pianist Ben Waters hat seine Johnnie Johnson-Lektionen offensichtlich gelernt. Das hört sich schon verdammt nahe an Berrys einstigem Partner an den Tasten an. Auch wenn Johnsons Beitrag erst spät und unzureichend gewürdigt wurde.

Mad Lad ist in der Tat auch ein Chuck Berry-Stück, welches jedoch eher weniger bekannt ist. Handelt es sich hierbei doch um ein Instrumental, zum Teil mit Slide-Gitarre gespielt. Das kommt dem Teilzeit-Slider Wood natürlich entgegen und ist im gefundenes Fressen. Gitarren-Feinschmecker sind natürlich bei Wood, wie überhaupt bei den STONES, an der falschen Adresse. Hier geht es viel um Feeling. Wie auch im folgenden Blues Wee Wee Hours bei dem die irische Sängerin Imelda May den Gesang übernimmt. Ben Waters glänzt hier wieder ganz besonders.

Almost Grown, diese Mischung aus Doo-Wop und Rock‘n‘Roll hat mir schon immer gut gefallen und der Spaß, mit dem Band hier agiert, überträgt sich schnell auf den Zuhörer. Den typischen Berry-Rock‘n‘Roll, den die Fans lieben und hören wollen, wird mit Back In USA geliefert, welches weiteren Schwung in die Show bringt. Welche Freude hier bei seinen Gitarren-Salven hat, kann man fast bildlich sehen. Auch wenn nicht jeder Ton vollkommen ist.

Das Slow-Blues-Instrumental Blue Feeling erdet die Darbietung erheblich und das folgende Worried Life Blues bringt uns Ronnie ebenfalls deutlich bluesiger, als man ihn kennt. Dieser von Maceo Merriweather geschriebene Titel, wurde auch von Chuck Berry gecovert, kennt man aber wohl am besten von Eric Clapton. Von diesem allerdings ohne die stimmungsvollen Bläser, die hier den Sound bereichern.

Gut für den Schlussspurt muss dann wieder mehr Rock‘n‘Roll her und der wird mit den Genre-Klassikern Little Queenie, Rock‘n‘Roll Music  und Johnny B Goode geliefert. Imelda May bringt in Rock‘n‘Roll Music erfreuliche Schärfe mit ein. Ansonsten agiert man nicht zu viel Tempo, dafür mit Leidenschaft. Wer schon immer ein Fan von Ronnie war, schlägt hier zu (vielleicht sogar beim Deluxe-Boxset oder gar dem Super-Deluxe-Set), wer weder auf Chuck Berry noch auf STONES steht, hat hier sowieso völlig unnötig mitgelesen.

 

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