Rich Hopkins

Tinitus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.01.2003
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Rich Hopkins
Tinitus, Blue Rose Records, 2002
Länge: 62 Min 34 Sek Medium: CD
1. Oma9. Americana
2. Just My Imagination10. Poker Face (I've finally got it right version)
3. Eight Miles High11. Solyot Burger
4. Richard Serling12. Signed D.C.
5. Little Red Riding Hood13. Tinitus
6. Walk Away (with bailey)14. Prayer Of Thanksgiving
7. Mumbly Peg15. Weed Runner Blues
8. Looked Away

Wahrscheinlich der Blue Rose-Act schlechthin - kein anderer ist so fleißig mit seinen CD-Veröffentlichungen und seinen Tourneen für das Label wie Rich Hopkins.
"Tinitus" (der lateinische Begriff für "Hörsturz") nennt sich sein neuestes Werk und es ist wieder recht typisch für den "Wüstenrocker".
Das CD-Booklet hält leider wenig an Information bereit, geschweige denn, wer zu der aktuellen Besetzung seiner Luminarios gehört. Naja, so wichtig ist das bei Herrn Hopkins auch nicht. Er gibt sowieso die Richtung vor - und die geht wieder sehr häufig auf den Sound zu, den Neil Young & Crazy Horse geprägt haben.

Beim ersten Song, Oma, eigentlich eher ein Instrumental (nur im Hintergrund hört man eine Stimme erzählen) sind die typischen Sounds schon sehr präsent und es wird ausgiebig soliert und "gelärmt".
Ein paar Coverversionen gibt's auch. Den Temptations-Hit Just my imagination etwa, den ich allerdings nur am Text erkenne. Es geht sehr entspannt zu und Rich singt mit fast schon eintöniger Stimme zur gezupften Gitarre. Auch die restliche Band hält sich ziemlich zurück.
Dann wird's wieder grober: Der BYRDS-Klassiker Eight miles high kriegt teilweise ganz schön brachiale Gitarren verpasst. Kommt ganz im Wüstenrock-Stil von Rich Hopkins ausgiebigen, und ausufernden, Gitarren-Gewittern.

Das Gitarren-Riff in Richard Serling klingt sehr nach den 60ern. Darüber fängt bald eine verzerrte Gitarre zu jaulen an. Ein recht kurzes Instrumental.
Bei Little red riding hood handelt es sich natürlich um eine Coverversion des alten SAM THE SHAM & THE PHARAOHS"-Titels. Hier im gemächlichen Americana-Country-Rock verpackt. Die vermeintliche Eingängigkeit wird von der verzerrten Solo-Gitarre immer mal wieder "zertrümmert".

Den Akustik-Folk Walk away singt Rich Hopkins mit seiner Tochter Bailey. Keine Ahnung wie alt die Kleine ist, aber ihre Stimme klingt reichlich "quäkig". Naja, nach 1 1/2 Minuten ist's rum.
Fast zwei Minuten dauert's bis sich das Schlagzeug durch die Gitarren-Wand in Mumbly Peg (gab es auf einem früheren Album schon mal) in den Song gekämpft hat. Dann geht's aber in bester Crazy Horse-Tradition dahin. Etwas schleppend aber mit Dampf! Da wird live lange gejammt werden. Nicht nur da! Auch im Studio ging's mindestens 8 1/2 Minuten zur Sache.
Looked away geht etwas flotter und eingängiger voran. Doch auch hier sind die Gitarren sehr präsent, lärmen wunderbar. Mein Lieblingssong auf dieser CD!

Unter Americana hab ich mir was anderes vorgestellt als eine schräge, quietschende Geige in der ersten Unterrichtsstunde. Puuh, nach 90 Sekunden hat man den Violin-Schüler aus dem Studio geschafft.
Noch ein "remake": Poker face gab's auch schon mal (auf "Devolver"). Eine Ballade, in der aber auch ordentlich gesägt wird.

Langsam wird es etwas obskur: Ein "patsch-bumm"-Schlagzeug und... wohl ein Saxophon... ist wohl so 'ne Art "Free-Jazz". Klingt jetzt nicht nach Anfänger, was mir vielleicht lieber wäre... Nach zweieinhalb Minuten ist's überstanden.
Und noch ein Cover: Signed D.C. von Love. Wird von einer Akustik-Gitarre und einer gezupften, verzerrten E-Gitarre getragen, über die eine weitere elektrische Gitarre muntere Klang-Orgien veranstaltet.
Während Rich Hopkins eine Story über ein Video erzählt, sollen die immer lauter werdenden, kreischenden E-Gitarren in Tinitus wohl verdeutlichen, wie das so ist, wenn man die permanenten "Hörgeräusche" nicht mehr los wird (kann ich euch auch ein Lied von singen...).

Oh Gott! Wer hat die Tür aufgelassen? Für 23 Sekunden drängt sich der Nachwuchs-Geiger zu Prayer of thanksgiving noch mal rein.
Ich sprech 'n Dankgebet als er wieder draußen ist!
Die Luminarios sind anscheinend auch mit raus und so spielt Rich Hopkins den Weed runner blues solo mit der Akustischen.

Ein paar Gimmicks wären nicht unbedingt nötig gewesen und manchmal dauert's etwas, bis man sich auf Rich Hopkins eingelassen hat, aber dann macht's schon Spaß.
Tipp: Und live noch viel mehr!

Epi Schmidt, 02.01.2003

 

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