Rich Hopkins

The Horse I Rode In On

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.01.2008
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Horse I Rode In On, Blue Rose Records, 2006
Rich Hopkins Vocals, Guitar
Anna Rosales Bass, Vocals
Adrian Esparza 12 String Mind Bender Rickenbacker Guitar, Slide Guitar
Jim Howell Drums, Tambourine
Nathan Sabatino Piano
George Duron Drums
Billy Cashman Shakers
Rebecca Bleich, Gregg Goode Bass
Stefan George Lap Steel
Chuck Maultsby, Mindy Ronstadt Backing Vocals
Ernie Mendoza Drums
Produziert von: Rich Hopkins Länge: 62 Min 06 Sek Medium: CD
1. Nuthin' You Can Do8. Linea #27
2. Hurt You9. Voices
3. The Horse I Rode In On (And Fell Off)10. Hard Times
4. Mexican SkyBonus Track:
5. Draggin'11. Mr. Soul
6. Mt. GrahamBonus Video:
7. 1973 (Do You Remember?)Linea #27

Am 10. Januar 2008 feiert Rich Hopkins seinen 50. Geburtstag und wer sich überzeugen möchte, wie vital der Mann aus Tucson, Arizona, noch ist, der sollte doch mal einen Blick auf die Homepage seiner Plattenfirma Blue Rose Records werfen. Da kann man verfolgen, wie Rich, zusammen mit Ad Vanderveen, Neil Youngs Like A Hurricane 11 Minuten lang gehörig in die Mangel nimmt. Den Audio-Mitschnitt gibt's als kostenlosen (!) Download.
Im Schatten jenes Herrn Young wird Herr Hopkins zeit seines Lebens stehen und Vorwürfe über zu starkes Abkupfern dabei lächelnd ertragen. Denn erstens dürfte er das eher als Kompliment auffassen und zweitens hat er ja doch noch ein paar Facetten zu bieten.
Auf seinem aktuellen Album "The Horse I Rode In On" steht der Desert-Rock zunächst mal hinten an, stattdessen erschallen 60's-mäßige Country-Rock Akkorde, die wie eine Mischung aus BEAT FARMERS, BOTTLE ROCKETS und den BYRDS klingen. Ja, eine 12string Rickenbacker ist auch mit von der Party und überhaupt klingelt und twangt es einfach herrlich.
Auch in dem Trennungs-Dialog Hurt You, Bassistin Anna Rosales als "Gegenpart", klingen die 60er massiv durch. Bei dem Slide-Solo fühle ich mich an die Sahnehäubchen erinnert, die David Lindley auf manchen Song von Jackson Browne gezaubert hat.

Und dann ist es natürlich doch so weit: Der Young'sche Einfluss bricht durch und im Titelsong kracht und scheppern die Gitarren entsprechend. Das Solo könnte der Grunge-Godfather nicht besser abfackeln. Wenn man weiß, welchen Aufwand Neil Young für seinen Gitarrensound betreibt, fragt man sich, wie der Rich das hinkriegt.
Beschaulicher wird's dann wieder unter dem Mexican Sky, und der entsprechende Song liefert den perfekten Soundtrack, um darunter wegzuträumen. Traumhaft.
Gleich darauf sind wir aber zurück bei den Feedback-Orgien, die wir von Young und Hopkins so lieben. Das dürfte live so richtig geil abgehen, wenn sich Rich und seine Luminarios in Draggin' reinstürzen. Zwischenzeitlich wird's auch mal ruhiger, wie in der BalladeMt: Graham, wenn Rich ganz allein zur akustischen Gitarre singt oder in dem fast zärtlichen Duett Linea #27, das bei mir schon fast andächtiges Fernweh auslöst.
Danach wird dann wieder äußerst formidabel gerockt und in dem CRAZY HORSE-gleichen Stampfer Voices der seine Ohrwurmqualitäten mit jedem Durchlauf um mehrere Prozente erhöht. Genial!
Kurz verschnauft, bei Hard Times aber den Player danach nicht abschalten! Der weißt den Bonus Track zwar nicht gesondert aus, aber bald nach dem vermeintlich letzten Ton, will Rich Hopkins in Sachen Neil Young auch mitreden und beschert uns eine tolle Version des Klassikers Mr. Soul. Bei 5:20 Minuten geht's los und kompetent, wie gewohnt, nimmt sich Mr. Hopkins mit, ja ich möchte Behaupten, der besten Besetzung seiner Luminarios, dieses Songs an besticht mit (Wah-Wah-) Soli, die nicht ganz so brachial wie bei Young kommen, aber dafür stimmiger.
Als weiterer Bonus gibt's dann noch das Video zu Linea #27 für den PC.
Mir gefällt das Album mit jedem Hören besser und ich würde es mit als das Beste in der bisherigen Karriere von Herrn Hopkins bezeichnen. Da lässt es sich doch hervorragend mitfeiern:
Happy Birthday, Rich!

Epi Schmidt, 06.01.2008

 

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