Rhapsody

Rain Of A Thousand Flames

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.03.2002
Jahr: 2001

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Rhapsody
Rain Of A Thousand Flames, Limb Music, 2001
Luca Turilli Guitars
Alex Staropoli Keyboards, Harpsichord, Piano, Baroque Recorders
Fabio Lione Vocals
Alessandro Lotta Bass
Alex Holzwarth Drums
Gäste:
Robert Hunecke-Rizzo, Olaf Heyer, Oliver Hartmann, Tobias Sammet Epic Choir
Bridget Fogle, Previn Moore Church Choir
Nadja Bellir Female Narrator
Sir Jay Lansford Narrator
Dana Lurie Violin
Thunderforce Drums
Produziert von: Sascha Päth & Miro Länge: 41 Min 56 Sek Medium: CD
1. Rain Of A Thousand Flames4. Tears Of A Dying Angel
2. Deadly Omen5. Elnors's Magic Valley
3. Queen Of The Dark Horizons6. The Poem's Evil Page
'Rhymes Of A Tragic Poem - The Gothic Saga'7. The Wizard's Last Rhymes

Mit "Rain of a thousand flames" haben RHAPSODY ein nettes, kleines Mini-Album zur Überbrückung der Wartezeit bis zum nächsten regulären Studiooutput vorgelegt.
Mini-Album ist angesichts der knapp 42 Minuten Spieldauer natürlich Understatement pur.

Viel hat sich bei unseren Schwerter schwingenden Helden aus dem Land von Pizza, Pasta, Cattenaccio und Lambrusco seit ihrem letzten Album "Dawn of victory" auf den ersten Blick, in stilistischer Hinsicht, nicht geändert. Fans werden dies mit einem erleichterten Seufzen zur Kenntnis nehmen, die zahlreichen Hasser der Band dagegen werden einmal mehr verächtlich die Nase rümpfen, wenn ihnen melodischer, traditioneller Heavy Metal, mit bombastischen CHoM- und Orchesterarrangements angereichert, serviert wird.

Dabei haben sich durchaus einige bemerkenswerte Neuerungen eingeschlichen. Erstmals verwenden RHAPSODY fragmentarisch italienische Textpassagen, aber was viel wichtiger ist: Erstmals integriert die Band Fremdkompositionen in ihre orchestralen Arrangements.
So rankt sich das dreizehnminütige Queen of the dark horizons um die Titelmelodie des Kulthorrorstreifens "Phenomena" von Regisseur Dario Argento, die ursprünglich von RHAPSODYs Landsleuten GOBLIN aufgenommen wurde.

In The Wizard's last rhymes, dem mehr als zehnminütigen Finale von Rhymes of a tragic poem - The gothic saga wird dagegen das Hauptthema aus Antonin Dvoraks "Aus der neuen Welt" verarbeitet.
Diese beiden Songs bilden auch zweifelsohne die zentralen, herausragenden Momente auf "Rain of a thousand flames". Schade nur, dass die Triester ihr durchaus vorhandenes Faible für folkige Einflüsse nicht weiter intensivierten.
War auf dem Vorgänger "Dawn of victory" noch Village of the dwarves in dieser Hinsicht der (ent)spannende Contrapunkt und das absolute Highlight, so ist es dieses Mal nur das extrem kurze Instrumental Elnor's magic valley, das dem typischen Bandsound eine weitere Facette verleiht und für einen kurzen Augenblick den Bombastoverkill unterbricht.

Und genau da liegt für mich persönlich der Hase im Pfeffer. Für meinen Geschmack übertreiben es RHAPSODY dieses Mal etwas mit den orchestralen Arrangements. Das Vorgängeralbum wirkte eine Spur geradliniger, härter und auch spannender, wobei letzterer Eindruck aber durchaus daran liegen könnte, dass "Dawn of victory" meine erste Begegnung mit dem Sound der Herren Turilli, Staropoli, Lione & Co. war.

Trotzdem ist "Rain of a thousand flames" sicherlich kein schlechtes Album und der harte Kern der BLIND GAMMAWEEN-Anbeter kann ohne Wenn und Aber erneut bedenkenlos zugreifen.

Martin Schneider, 02.03.2002

 

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