Quireboys

Well Oiled

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


The Quireboys
Well Oiled, SPV, 2004
Spike Vocals
Guy Griffin Guitars
Nigel Mogg Bass
Paul Guerin Guitars
Keith Weir Keyboards
Pip Drums
Länge: 40 Min 05 Sek Medium: CD
1. Good To See You6. What's Your Name
2. The Finer Stuff7. Sweet As The Rain
3. Lorraine Lorraine8. The Last Fence
4. Too Familiar9. Black Mariah
5. You've Got A Nerve

Das Besetzungs-Karussell hat sich mal wieder etwas gedreht bei den QUIREBOYS. Jason Bonham trommelt ja mittlerweile für UFO (sein Ersatz: Pip) und für Luke Bossendorfer bearbeitet jetzt Paul Guerin die zweite Gitarre. Auf diesen Paul Guerin hab ich eigentlich große Hoffnungen gesetzt, denn der spielte Anfang der 90er in einer Kapelle namens RED DOGS und die klangen, gelinde gesagt, wie die Cousins der QUIREBOYS. Dokumentiert auf den beiden Scheiben "Wrong Side Of Town" (1990) und "Working Late" (1992).
Von den von mir erhofften Einflüssen im Stile eines Guy Bailey (früherer Gitarrist und Songschreiber der QUIREBOYS) ist allerdings kaum was zu spüren.

Leider wird man heutzutage als Kritiker oft nur noch mit Schmalspurausführungen der aktuellen CDs beliefert und so entzieht sich meiner Kenntnis, wer die "neue Quireboys" produziert hat, bzw. ob im, evtl., vorhandenen Booklet sonstige Informationen (außer der "Biographie"!), oder evtl. Songtexte, Credits etc., vorhanden sind.
Wie auch immer - zur CD:
Die klingt an und für sich ganz gut, geht auch rockig los mit einem ansprechenden Riff, obwohl irgendwie der rechte Schwung für so einen Opener fehlt. Etwas enttäuschend ist für mich der Gesang von Spike: Das kommt manchmal schon sehr nahe an "Gegröle" heran. Naja, sind halt auch schon 15 Jahre seit dem ersten Major-Album der Band und mit so einem Gesangsstil leiden die Stimmbänder nicht unbeträchtlich. Bei den folgenden Songs ist das allerdings dann nicht mehr so schlimm. Trotzdem, ich vermisse etwas Melodie in seinem Gesang.

The Finer Stuff beginnt zwar mit einem eingängigen E-Piano Thema, das etwas an die BLACK CROWES erinnert, doch bald steigen die E-Gitarren ein und lenken den Song mit ein paar AC/DC-Riffs in eine rockigere Richtung. Allerdings wird das Anfangsthema sowohl von den Gitarren als auch dem Sänger im Refrain aufgegriffen und klingt so bald etwas "ausgelutscht".
Vielversprechender startet Lorraine Lorraine mit hämmerndem Piano und Spikes typischer Harp hinter den Rock'n'Roll Riffs der Gitarren, auch wenn's noch etwas "gebremst" klingt. Naja, rockt aber schon ganz prächtig und immerhin ist auch die sonst so prägnante Slide-Gitarre von Guy Griffin (erwähnte ich schon, das ich meine schwarze Gibson Les Paul am Tag nach einem QUIREBOYS-Konzert gekauft habe?) zu hören. Damit kann man schon eher leben.
Mit Too Familiar folgt die erste Ballade des Albums. Ich meine, hier kann man schon etwas den Beitrag des neuen Gitarristen hören, der mit Griff einen schönen STONES-Country-Rhythmus-Teppich webt. Dem Refrain fehlt etwas der "Kick", aber sonst ist der Song in Ordnung.
Auch You've Got A Nerve rockt passabel, vor allem das Solo sorgt für richtig Drive und befriedigt alle Chuck Berry-Fans. Die Nummer liegt so irgendwo zwischen Show Me What Ya Got und This Is Rock'n'Roll vom letzten Studioalbum und hat somit auch wieder diesen leicht gebremst wirkenden Rhythmus.
What's Your Name schafft den Sprung in die Klasse der frühen Klassiker der Band fast. Etwas mehr AC/DC als FACES findet man heutzutage und das einzige was fehlt ist einfach ein catchy Refrain. Daran mangelt es auf diesem Album - die Gitarren kommen fast durchwegs absolut geil!
Die zweite Ballade Sweet As The Rain hätte dem zweiten Album der Chorknaben auch ganz gut gestanden und hat die erste sich wirklich im Kopf festsetzende Melodie dieser Scheibe aufzubieten. Doch, hier könnte ein neuer Klassiker der Band entstanden sein. Dazu tragen die Hammondorgel und die immer noch rauen Gitarren ebenso bei wie Spikes Gesang, der wie in besten Zeiten klingt. Kein I Don't Love You Anymore, aber hart auf dessen Fersen!
Als wenn diese Initialzündung gefehlt hätte, hämmert die Band mit The Last Fence den Up-Beat-Rocker hinterher, auf den ich schon seit einer halben Stunde warte. Ja, da geht's plötzlich wie zu Sex Party-Zeiten ab und jeder gibt einfach Gas. So muss das klingen, meine Herren, und ich hab keinen Zweifel, dass das auch auf ihren Konzerten der Fall sein wird.
Da profitiert auch das folgende Black Mariah noch von diesem plötzlich erstandenen Schwung. Es wird zwar wieder einen Gang zurück geschaltet, aber die Fenster bleiben unten, die Gitarren zerren am Steuer und das Keyboard schiebt von hinten, während sie der Black Mariah hinterher jagen.

Also doch noch ganz "gut geschmiert". Allerdings hätte man vielleicht besser das "Good-Time-Rock'n'Roll"-Leichtlauf-Öl verwenden sollen. Da sind ihnen die DIAMOND DOGS im Moment eine Wagenlänge voraus.

Epi Schmidt, 05.06.2004

 

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