Quireboys

St. Cecilia And The Gypsy Soul

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.05.2015
Jahr: 2015
Stil: Pub Rock, Country Rock

Links:

Quireboys Homepage

Quireboys @ facebook

Quireboys @ twitter



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Quireboys
St. Cecilia And The Gypsy Soul, Off Yer Rocka Recordings, 2015
SpikeVocals
Guy GriffinGuitars, Backing Vocals
Paul GuerinGuitars, Backing Vocals
Keith WeirKeyboards, Backing Vocals
Dave McCluskeyDrums
Nick MailingBass Guitar
Produziert von: Martin Ekelund & The Quireboys Länge: 173 Min 04 Sek Medium: CD
Disc 1 - "St. Cecilia And The Gypsy Soul":
01. Gracie B.06. Out Of Your Mind
02. Land Of My Father07. The Hurting Kind
03. St. Cecilia08. Adaline
04. The Promise09. The Best Are Not Forgotten
05. Can't Hide It Anymore10. Why Did It Take So Long
Disc 2 - "Halfpenny Dancer":
01. Don't Bite The Hand That Feeds You08. Hello
02. Devil Of A Man09. Pretty Girls
03. Love To Love10. He'll Have To Go
04. Mona Lisa Smile11. Long Time Comin'
05. I Can't Stop Loving You12. Hates To Please
06. Roses & Rings13. King Of New York
07. Baby It's You
Disc 3 - "Halfpenny Live - Part I":
01. There She Goes Again06. Pretty Girls
02. Devil Of A Man07. Can't Stop Loving You
03. Mona Lisa Smile08. One For The Road
04. Love To Love09. Hello
05. Roses & Rings
Disc 4 - "Halfpenny Live - Part II":
01. Hates To Please05. Misled
02. Long Time Comin'06. I Love This Dirty Town
03. Have A Drink With Me07. 7 O'Clock
04. Late Night Saturday Call08. I Don't Love You Anymore

Die einstigen “Londoner Chorknaben“ scheinen nachholen zu wollen, was sie in den 90er Jahren versäumt haben. Jedenfalls werden die jüngsten Veröffentlichungen der bewährten Pub Rocker immer opulenter. Den aktuellen Vogel schießt “St. Cecilia And The Gypsy Soul“ ab. Weil es grade so gut läuft, wirft man nach ”Black Eyed Sons” und der aufgemotzten Wiederveröffentlichung von ”This Is Rock’n’Roll” damit das dritte Album innerhalb eines Jahres auf den Markt. Gleich vier silberne Scheiben purzeln aus dem fetten Digi-Pack.
Man hat sich entschieden, “einmal etwas anderes“ zu machen und sich die akustischen Gitarren umgehängt. Ok, das hat man ja eigentlich für das 2009er Werk “Halfpenny Dancer“ auch schon getan, dort allerdings alte Favoriten ver-akustikt.
Diesmal sollten neue Songs entstehen, was für Kneipengänger kein großes Problem ist. Genug Frauen haben sie kennengelernt. Ob die nun Gracie B., Adaline oder wie die namensgebende St. Cecilia heißen.
Die anfängliche Angst vor Rockern ohne Biss ist unbegründet, denn auch auf akustischen Instrumenten klingen die QUIREBOYS ‘rough and dirty‘, wie vor allem Out Of Your Mind und Adaline zeigen.

Dazu gibt’s die bewährten Halb-Balladen und Mitsing-Nummern. Mal ein bisschen Country, mal etwas mehr Folk, stellenweise an die Kollegen von den DOGS D‘AMOUR erinnernd, wie in Can’t Hide Anymore. Meist mit herrlicher Slide-Gitarre verziert und von Keith Weirs Piano- oder Orgelspiel untermalt. Ja, hier und gibt’s auch mal eine E-Gitarre fürs Solo. Spike röchelt und ächzt wie eh und je und gibt den ‘dirty ol‘ man‘ in seit Jahren gleich bleibender Güte.
Lediglich die Drum-Machine in Why Did It Take So Long hätte man sich und uns wirklich ersparen können. Keith‘ gewichtige Piano-Akkorde hätten auch so gewirkt.
Das erwähnte “Halfpenny Dancer“ gibt’s dann als zweite CD hier noch einmal. Wie viel Sinn macht das? Na, jedenfalls für die, die jene Scheibe noch nicht hatten und das Package wirkt halt einfach besser so. War wohl auch zwischenzeitlich nicht erhältlich…
Die Songs sind ja durchgehend von höchster Güte und auch wenn es “elektrisch“ mehr rockt, singt man sehr bald bei Hymnen wie There She Goes Again und Roses & Rings mit und schunkelt sich zu Long Time Comin‘ und Hates To Please einen ab. Nach wie vor empfinde ich es als gewisse Ironie, dass ausgerechnet, nachdem der Phil Mogg Enkel Nigel nicht mehr den Bass bei den QUIREBOYS spielt, ein UFO-Song im Programm ist. Hätte man vielleicht nicht gedacht, aber Love To Love kommt in der Tat richtig gut und klingt, als wäre er für Spike gemacht.

Die beiden weiteren Scheiben stammen aus Live-Aufnahmen, die 2010, während der “Halfpenny Dancer“-Tour gemacht wurden. Durchaus reizvoll, weil auch hier zusätzliche Instrumente, wie Banjo, Geige, Mandoline und Pedal Steel zu hören sind. Ja, da geht’s natürlich etwas ruhiger und leiser zu, als bei den üblichen Konzerten der Band, aber Spike ist in gewohnt guter Laune und sorgt mit seinen Ansagen für Stimmung. Die Background-Sängerinnen machen sich bei Songs wie Devil Of A Man äußerst bezahlt und Mona Lisa Smiled hat mir, glaub‘ ich, noch nie besser gefallen als hier.
Nachdem auch “Homewreckers And Heartbreakers“ (2008) nicht die absolute Rock-Scheibe war, fügen sich die Songs daraus gut in die Akustik-Shows ein, aber letztlich sind es natürlich die Kracher, wie Misled oder 7 O’Clock, die für die größte Stimmung sorgen. Macht durchaus Spaß, diese Songs auf der Lagerfeuer-Gitarre und mit Geige zu hören.
Was bleibt unter dem Strich? Ein schönes QUIREBOYS Akustik-Album, eine Sammlungsergänzung (eventuell) und ein Konzert in bestem Sound (man versteht sogar mal die Texte von Spike), welches einem die Chorknaben für den frühen Abend (oder Morgen) serviert. Dazwischen darf’s dann ruhig mal eines der “elektrischen Alben“ sein.

Epi Schmidt, 25.05.2015

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music