Quireboys

Homewreckers & Heartbreakers

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.10.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Homewreckers & Heartbreakers, Jerkin' Crocus, 2008
SpikeVocals
Guy GriffinGuitars
Paul GuerinGuitars, Slide Guitar
Keith WeirKeyboards
Jimi CrutchleyBass
Pip MailingDrums
Produziert von: Nick Mailing & Guy Griffin Länge: 51 Min 28 Sek Medium: CD
01. I Love This Dirty Town07. Late Nite Saturday Call
02. Mona Lisa Smiled08. Hall Of Shame
03- Louder09. Take A Look At Yourself
04. Fear Within The Lie10. Hello
05. Blackwater11. Josephine
06. One For The Road12. Louder (Reprise)

Dass die QUIREBOYS auch heutzutage überwiegend vom Ruhm vergangener Tage leben, konnte man erst im letzten Jahr - nachzulesen im "Sweden Rocks 2007" Bericht des Kollegen Andreas Herb - sehen und hören. Die Setlist setzt sich doch überwiegend aus den Knallern des Debütalbums zusammen. So gut, oder gar besser, wurde es halt auch nie mehr. Nachdem aber genügend andere Bands auf ähnlich alten Lorbeeren rumlümmeln, soll uns das nicht weiter stören, denn auf der Bühne sind die Jungs immer noch eine erstklassiger Partygarant. Mittlerweile hat leider mit Nigel Mogg ein Aktivposten und Sympathieträger die Band verlassen und somit verbleiben mit Spike und Guy Griffin nur noch zwei "Originale". Seit einigen Jahren spielt ja bereits der ehemalige RED DOGS Gitarrist Paul Guerin die zweite Geige. Ääh ... natürlich Gitarre.
Und mittlerweile scheint das prächtig zu funktionieren und klingen tun sie auch wieder, wie zu besten Zeiten. Mit dem Bekenntnis I Love This Dirty Town (Newcastle?) legt die Scheibe richtig gut los, und mit ein bisschen mehr Tempo würde es 7 Uhr schlagen und die Sex Party wäre in vollem Gange. Die Harmonika röhrt, das Piano hämmert und die Chuck Berry-Riff purzeln aus den Gitarren - so muss das sein!
Gleich danach eine schaumgebremste Ballade wie Mona Lisa Smiled hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber genau genommen ist das immer noch feiner Song, wie man ihn sich seit Jahrzehnten von Rod Stewart nur noch erhofft. Vor allem in den, stellenweise zweistimmigen, Solopassagen kommen die Gitarristen stark an Rods 70er Jahre-Stil heran.
Ein paar direkt aus der "Exile ..." Zeit der STONES importierte Riffs leiten Louder ein. Und in dem Stil geht der Song auch dahin. Könnten natürlich auch die BLACK CROWES von ihrem ersten oder zweiten Album sein.

Warum gleich wieder eine Ballade, wo man so gut in Fahrt war? Für sich genommen, ist auch Fear Within The Lie ein toller Song, der sich hypnotisch leiernd ins Ohr dreht und von einem herrlich vibrierenden Gitarrensolo gekrönt wird.
Guerins Southern-Swamp-Slide liefert dem "Whippin' Boy" Spike die Grundlage für den kochenden R&B von Blackwater. "Sinners, all you sinners, come and sing along with me", fordert der Sänger und führt den Song zu einem mitreißenden Finale.
Schon mal in den Südstaaten angekommen, mach man es sich auf der Veranda bequem, packt die Fiedel aus und gibt uns One For The Road mit. Schön gemächlich schunkelnd und in bester Sundown-Country-Rock Manier.
Anscheinend war man die ganze Nacht gesessen, denn der Late Nite Saturday Call klingt gerade so, als wäre man immer noch in derselben Stimmung. Obwohl ich langsam ein paar Rocker vermisse, ist auch das klassischer Spike-/QUIREBOYS-Stil. Für Mary Ann, Rosie, oder wer auch immer in den hymnischen Gesang am Schluss einfällt.
Es wird schon deutlich: Die bedingungslose Abgehscheibe ist das Album nicht geworden. Also doch mehr "Heartbreakers" als "Homewreckers". Songs wie Take A Look At Yourself und Hello sind nichtsdestotrotz tolle Midtempo-Songs an die man sich schnell und gern gewöhnt und bald mitwippt.

Ganz ruhig wollen sie sich aber nicht davonschleichen und mit Josephine rock'n'rollen sie einen Sex-Party-Song hinterher, der problemlos auch auf "A Bit Of What You Fancy" untergekommen wäre und den sie uns zweifellos beim nächsten Konzert deftigst um die Ohren schleudern werden. Die "Reprise" von Louder erinnert - instrumental - nochmals den Good-Time-Rock'n'Fun Seite der Band.
Davon wird's bei Konzerten wieder reichlich geben, auf dieser Scheibe sind einige Songs, die auch fürs Bier hinterher an der Bar taugen.

Epi Schmidt, 10.10.2008

 

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