Quireboys

Beautiful Curse

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.07.2013
Jahr: 2013
Stil: Pub Rock, Glam Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Quireboys
Beautiful Curse, Off Yer Rocka Recordings, 2013
SpikeVocals
Guy GriffinGuitars, Bass, Backing Vocals
Paul GuerinGuitars, Bass, Backing Vocals
Keith WeirKeyboards, Backing Vocals
Produziert von: Chris Tsangarides Länge: 49 Min 51 Sek Medium: CD
01. Too Much Of A Good Thing07. Diamonds And Dirty Stones
02. Chain Smokin'08. Beautiful Curse
03. Talk Of The Town09. Don't Fight It
04. Mother Mary10. For Crying Out Loud
05. King Of Fools11. Twenty Seven Years
06. Homewreckers And Heartbreakers12. I Died Laughing

Ist das schon ein Zeichen, dass man sich bei den "Chorknaben" vom Saloon-Schriftzug der letzten Jahre getrennt hat und nun wieder das Logo aus den Zeiten von Hey You, 7 O'Clock und I Don't Love You Anymore auf dem neuen Longplayer prangt? Womöglich. Auf der anderen Seite stimmt es mich bedenklich, dass das einstige Sextett zum Vierfüßler geschrumpft ist und - zumindest in den Credits - weder Bassist (das übernehmen die Gitarreros mit) noch Drummer (schön, da waren die letzten Jahre auch öfter Söldner vom Schlage eines Jason Bonham gesessen) vermerkt sind.
Schön, heutzutage ist alles anders und zahlreiche Bands agieren mit reduzierter Besetzung und holen sich erst für die Bühne die Zeitarbeiter.
Tatsächlich geht "Beautiful Curse" vielversprechend, mit STONES-Licks und AC/DC-Drive los und gewürzt mit ein paar "time for a party" Double-Stopps wähnt man sich beinahe wieder bei "A Bit Of What You Fancy"-Zeiten. Also, das kommt schon nicht übel als Einstieg. Dass Spikes Stimme vom Chain Smokin' nicht unbedingt besser geworden ist, wissen wir nicht erst seit heute, aber er ächzt sich doch schon über die letzten Alben beachtlich gut drüber. Der zugehörige Song geht in bisschen in die "ab-auf-den-highway" Ecke der Marke Dan Baird. Dass Gitarrist Paul Guerrin sich auch schon mal in Nashville rumgetrieben hat, dürfte hier sehr förderlich gewesen sein.

Natürlich fällt im Zusammenhang mit den QUIREBOYS auch immer mal der Name THE FACES. Die sind's nicht ganz, aber nach Ronnie Wood - im Stile seiner letzten Solo-Scheiben - klingt es hier verstärkt. Ich komm' irgendwann auch noch auf den entsprechenden Song. Sehr Country-rockig, ohne große Höhepunkte, aber unterhaltsam.
Es sind insgesamt vielleicht zwei ruhigere Stücke mehr drauf, als der Aperitif versprach, jedoch ist die brüchige Stimme von Spike immer geeignet, aber auch mainstreamige Balladen, wie Mother Mary, mit dem nötigen Straßendreck zu versehen. Allerbester Midtempo-Rock'n'Roll, Marke Chorknaben-Auslese, gibt’s dann wieder mit King Of Fools. Einfach Good-Time-Music, der man schwerlich widerstehen kann und die einen zwischen Theke und Dancefloor pendeln lässt.

Funky-groovy kommt dann zunächst Homewreckers And Heartbreakers und damit der Song, der auf dem gleichnamigen Album nicht enthalten war. Und der rockt spätestens ab dem Mittelteil mit derben Riffs und Griffs charakteristischer Slide-Gitarre. Dürfte live heftigst abgehen!
Auch Diamonds And Dirty Stones rollen nicht schlecht im vermuteten Fahrwasser der "Steine". Ein ins Ohr gehender Refrain mit füllenden Background-Vocals sowie das Wah-Wah-Solo (Paul?) machen die Nummer bald zu einem meiner Favoriten.
Dann und mit den nach Akkordeon klingenden Tastentönen fühlt man sich in dem Titelsong des Albums aber doch in den Armen von Ol' Roddy und seinen FACES in der lockeren Country-Folk-Nummer. Auch das geht einem munter ins Ohr und dreht sich dabei gern ein paar Mal schlitzohrig. Ja, wegen mir hätt's so weiter gehen können, aber natürlich macht sich unser alter Pirat auch immer gut als "Heartbreaker" und Romantiker mit dem großen Herz. Entsprechend muss wohl auch so eine Herzschmerz-Ballade wie Don't Fight It sein. Mit For Crying Out Loud rockt es aber dann wieder so richtig old school und nur der Killer-Refrain fehlt, um hier die Tür aus dem Pub zu hebeln. Die letzten beiden Songs leiten dann eher ruhiger zum Ausgang, lassen sich aber auch gut anhören und hier kommt Keyboarder Keith Weir wieder etwas mehr zum Zuge. Vor allem mit einem wundervollen Hammond-Solo in dem flotteren Twenty Seven Years und ebenso herrlicher Untermalung in dem stimmungsvollen I Died Laughing.
Was anderes würden wir von dem Frontmann auch nicht erwarten und so lange die Band Alben dieser Qualität veröffentlicht, sterben wir zwar nicht an einem Lachanfall, aber ein Lächeln auf den Lippen wird’s schon sein.

Epi Schmidt, 24.07.2013

 

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