Queen

On Air

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.11.2016
Jahr: 2016
Stil: Bombast / Hard Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Queen
On Air, Virgin Records, 2016
Freddie MercuryVocals, Piano
Brian MayGuitar, Backing Vocals
John DeaconBass, Backing Vocals
Roger TaylorDrums, Backing Vocals
Produziert von: Brian May & Roger Taylor Länge: 101 Min 09 Sek Medium: CD
CD 1:
Session 1: February 197307. Liar
01. My Fairy King08. Son And Daughter
02. Keep Yourself AliveSession 3: December 1973
03. Doing All Right09. Ogre Battle
04. Liar10. Modern Times Rock'n'Roll
Session 2: July 197311. Great King Rat
05. See What A Fool I've Been12. Son And Daughter
06. Keep Yourself Alive
CD 2:
Session 4: April 197407. Tenement Funster
01. Modern Times Rock'n'RollSession 6: October 1977
02. Nevermore08. We Will Rock You
03. White Queen (As It Began)09. We Will Rock You (fast)
Session 5: October 197410. Spread Your Wings
04. Now I'm Here11. It's Late
05. Stone Cold Crazy12. My Melancholy Blues
06. Flick Of The Wrist

Das hätte man mal nicht gedacht, was alles noch an QUEEN-Scheiben nach dem Tode von Freddie Mercury erscheinen würde. Nach zuletzt diversen Live-Mitschnitten, gibt es nun wieder eine Studio-CD, allerdings, wenn man so will, dann doch wieder Live. “Live im Studio“ sozusagen. Und wo könnte das anders sein, als bei der altehrwürdigen BBC. “The Complete BBC Sessions“ ist denn auch der Untertitel dieser Doppel-CD, die es auch als 6 Disc Deluxe Version gibt. Da hat’s dann noch eine CD mit Live-Sendungen und gleich drei Scheiben mit Interviews. Nun, das schein mir doch leicht übertrieben und so gibt man vielleicht doch diesem Teil hier den Vorzug.
Schmuck verpackt im weißen Digipack, sind sechs Sessions enthalten. Die erste stammt vom Februar 1973, also einer noch recht frühen Phase der Band.
Nichtsdestotrotz klangen die Perfektionisten natürlich schon da richtig klasse und man fragt, sich unwillkürlich, wie sie zu viert solche Klangwelten hinbekommen haben. Mercurys Stimme ist in My Fairy King ganz offensichtlich noch nicht so ausgereift, wie auf späteren Aufnahmen, aber sonst passt hier eigentlich schon alles.
Und das natürlich besonders bei dem zeitlosen Keep Yourself Alive. Das hat schon Klasse, was das Zusammenspiel, sowohl instrumental als auch der Stimmen angeht.

Viel wurde in diesen frühen Tagen von Freddie Mercurys Pianospiel getragen, wie das getragene, fast an den melancholischen Country Rock der EAGLES erinnernde Doing All Right . Natürlich nur solange, bis Freddy einen Ausflug durchs Rosenbeet macht….
Eine Demonstration ist auch sechseinhalbminütige Liar, welches ungeheuer dynamisch arrangiert ist und stellenweise nach den BEATLES klingt.
Gleich darauf sind wir bereits bei den nächsten Sessions und dem Blues von See What A Fool I’ve Been. Nicht gerade die QUEEN-typischste Musikrichtung, aber sie machen eine geile Nummer daraus. Neu bei dieser Session ist Son And Daughter welches stark nach Blues Rock der 1960er und frühem Heavy Rock klingt, was sich in der 3. Session noch verstärkt.
QUEEN waren hier noch eine richtige Rock-Band, mit ihrem ganz eigenen Sound und ordentlich Drive, wie man beim Modern Times Rock’n’Roll demonstriert bekommt.
Aber natürlich auch, dank Freddie Mercury, überzeugende Interpreten, was hymnische Balladen angeht. Leider hat man später Songs wie White Queen nicht mehr im Repertoire gehabt.

Dafür aber das ungeheuer dynamisch sich aufbauende Now I’m Here. Immer noch ein absolut geiler Song! Ebenso wie Stone Cold Crazy - beides aus Session #5 vom Oktober 1974. Daraus stammt auch Flick Of The Wrist, welches auch die andere, Vaudeville-, Seite von QUEEN zeigt.
Danach gibt’s einen ziemlichen Sprung, denn die letzte BBC-Session fand drei Jahre später, im Oktober 1977 statt. Da darf die Hymne nicht fehlen, die es hier gleich zweimal, nämlich auch in der “Fast Version“ gibt. Na, das gefällt mir eigentlich sogar besser als die bekannte Stampf-Fassung.
Mit Spread Your Wings und It’s Late gibt’s zwei weitere Klassiker der “Königin“, die sich dann mit einer typischen Mercury-Piano-Nummer, My Melancholy Blues, verabschiedet.
Das Booklet bietet keine umfassenden Neuigkeiten, außer einer schmucken Aufmachung mit Bildern jener Tage, und so viel Neues bringt die Musik auch nicht, aber für den QUEEN-Fan ist das schon etwas, was man sich zu Gemüte führen kann und im Regal eine gute Figur macht. Wie gesagt, ich denke, die Doppel-CD reicht dem normalen Sterblichen.

Epi Schmidt, 13.11.2016

 

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