Purpendicular

Venus To Volcanus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.05.2017
Jahr: 2017
Stil: Heavy Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Purpendicular
Venus To Volcanus, Fastball Music, 2017
Robby Thomas WalshGesang
Herbert BucherGitarre
Oliver KlammtHammond Orgel & Keyboards
Winnie BucherBass
Jürgen ZinkSchlagzeug (Tracks 3, 4, 6, 8, 9, 10 & 11)
Gastmusiker
Ian PaiceSchlagzeug (Track 5)
Tony CareyHammond (Track 5)
Armin WegererSchlagzeug (Tracks 1, 2 & 7)
Heike NürnbergGesang (Track 4)
Produziert von: Herbert Bucher Länge: 54 Min 25 Sek Medium: CD
01. The Bullet07. We Both Go Down
02. Moving08. Evil Tongue
03. I Can't Win Them All09. Trouble Man
04. Absence10. Earth Sand
05. Wonderful11. No Rest
06. End Of Pain

1996 erschien “Purpendicular“. Es war das insgesamt 15. Studio-Album der britischen Heavy Rock-Legende DEEP PURPLE – und das erste mit Gitarrist Steve Morse. Zugleich ist PURPENDICULAR auch der Name einer der wohl am meisten gebuchten DP-Tribute Bands. Die Formation um den irisch-stämmigen Frontmann Robby Thomas Walsh tourt seit ihrer Gründung im Jahr 2007 nahezu permanent durch ganz Europa. Aber die Musiker geben sich eben nicht nur damit zufrieden, die Musik ihrer Idole nachzuspielen, sondern sie komponieren selber auch fleißig Heavy Rock ganz in der musikalischen Tradition ihrer Vorbilder.

Dabei ist das vorliegende “Venus To Volcanus“ bereits das zweite Album der Band, nach dem Debüt "This Is The Thing #1" aus dem Jahr 2015. Wie schon beim Erstling bieten die Songs von "Venus To Volcanus" genau das, was man erwarten kann: Heavy Rock in Reinkultur. PURPENDICULAR setzen - genau wie das Original - bei ihren Kompositionen auf knackige Gitarren und flinke Soli, flirrende Hammond Orgel-Sounds aber auch typisch groovige Rhythmen sowie Walsh’s beeindruckende Rockröhre, die alle Facetten zwischen Power-Vocals bis zu sanft-balladesken Tönen mit spielerischer Leichtigkeit abzudecken vermag. Dabei kommt der Ire auch sehr häufig ganz nahe an sein großes Vorbild heran.

Aber nicht nur individuell und soundtechnisch sondern auch kompositorisch können PURPENDICULAR durchaus überzeugen. So geht gleich mal der Opener The Bullet ab wie eine Rakete und erinnert dabei ein wenig an Vavoom: Ted The Mechanic von eben dem “Purpendicular“-Album. Dabei können auch gleich mal Gitarrist Herbert Bucher und Keyboarder/Organist Oliver Klammt beweisen, dass sie ihre Kunst absolut beherrschen. Bucher hat den flüssigen Stil eines Steve Morse schon sehr verinnerlicht und Klammt erweist Jon Lord alle Ehre. Ebenso bei den folgenden Moving und I Can’t Win Them All. Und spätestens dann muss man konstatieren, dass PURPENDICULAR ihren großen Vorbildern in kaum etwas nachstehen, denn auch DEEP PURPLE haben ja nicht immer nur Monumente wie “In Rock“, “Machine Head“, “Burn“ oder “Perfect Strangers“ veröffentlicht. Und mit Alben wie “Fireball“, “The House Of The Blue Light“ oder “The Battle Rages On“ kann “Venus To Volcanus“ locker mithalten.

Denn mit “Venus To Volcanus“ dürften PURPENDICULAR den einen oder anderen DP-Fan ernsthaft zum Rätseln bringen, ob das hier nicht vielleicht doch das Original ist. Walsh hat eine Reibeisenstimme, die schon manches Mal ganz nah an Ian Gillan rankommt. Für den richtigen Groove auf der Scheibe sorgen neben Bassist Winnie Bucher gleich mehrere Schlagzeuger, von denen einer auf den Namen Ian Paice hört. Ganz genau: DER Ian Paice gibt sich hier bei Wonderful ebenso die Ehre wie übrigens auch Ex-RAINBOW-Keyboarder Tony Carey. Und dass Paice sich nicht zu schade dafür ist, auch live immer wieder mit der Band aufzutreten, sollte dann spätestens auch die beinhartesten aller DP-Fans von PURPENDICULAR überzeugen. Und der kann sich neben dem aktuellen Album seiner Idole, “Infinite“, nun eben auch noch an einem weiteren – fast – waschechten PURPLE-Werk erfreuen.

Marc Langels, 06.05.2017

 

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