Public Display Of Affection

I Still Care

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.10.2022
Jahr: 2022
Stil: Art Punk
Spiellänge: 47:09
Produzent: P.O.A.D. & Anton Remy

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Promotion: Noisolution


Redakteur(e):

Ralf Stierlen

Titel
01. Artificial Paradise
02. Typhoon Honeymoon
03. I Still Care
04. Fishing Hook
05. Highway Man
 
06. Watchmen
07. Lockdown
08. Spider
09. Pink City
10. Exit
Musiker Instrument
Madeleine Rose Vocals & Lyrics
Jesper Munk Guitar, Keyboards & Vocals
Lewis Lloyd Bass & Visuals
Anton Remy Drums

Berlin war schon immer die etwas andere Metropole: schillernd, schrill, exzentrisch, düster und verrucht. Also der perfekte Ort für eine Band wie PUBLIC DISPLAY OF ATTRACTION, die aus der australischen Texterin, Sängerin und Performance-Künstlerin Madeleine Rose, ihrem ex-Mann, dem ehemaligen bayerischen aufstrebenden Stern am Blueshimmel Jesper Munk, dem walisischen Musiker und Filmemacher Lewis Lloyd und dem Berliner Schlagzeuger und Produzenten Anton Remy besteht.

Aber was heißt hier eigentlich Band? P.D.O.A. sind mehr als das, verstehen sich selbst als multimediales Gesamtkunstwerk aus Musik, Performance und Tanz. Entsprechend farben- und facettenreich sind denn auch die hier aufblitzenden Genres: Blues, Pop, Noise, Elektronik, Glam Rock, Punk, Jazz und Avantgarde. Mehr Crossover geht nicht und dennoch kommt das Ganze in sich schlüssig daher, eine gewisse Zerrissenheit ist durchaus Absicht.

Madeleine Rose ist die hervorstechende, leicht schrille Stimme, immer hart am Anschlag, mit selbstbewusster Punk Attitüde, Jesper Munk sorgt für verwobene bis verschrobene Sounds, Lewis Lloyd hat sicherlich seine Hand auf der optischen Umsetzung und Anton Remy kümmert sich um den richtigen Takt und Ton. Eher ein kollektiv als eine Band, mit starken Individuen und breitem Spektrum.

Das atmet oft den Geist der wilden 80er Jahre, gerade mit der Assoziation zu Berlin, transportiert das Ganze aber spielerisch und verspielt ins Hier und Jetzt. Faszinierend, fordernd, sperrig, dann aber auch wieder catchy und tanzbar, nichts scheint hier unmöglich. Heraus kommt am Ende ein ganz originärer Clubsound für fiebrige Nächte der Gegenwart bei allem retrospektiven Anstrich.

Art Punk fasst es vielleicht am kürzesten und prägnantesten zusammen, aber man muss P.D.O.A. sicherlich live erleben – hören, sehen, fühlen und einatmen.

 

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