Praying Mantis

The Best Of

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.08.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Praying Mantis
The Best Of, Frontiers Records, 2004
Dennis StrattonGuitars, Lead & Backing Vocals
Tino TroyGuitars, Lead & Backing Vocals, Keyboards
Chris TroyBass Guitar, Backing Vocals, Keyboards
Bruce BislandDrums, Percussions, Backing Vocals
Colin PeelLead & Backing Vocals
Gary John BardenLead & Backing Vocals
Tony O'HoraLead & Backing Vocals
Länge: 79 Min 11 Sek Medium: CD
1. Cheated (live)8. Don't be afraid of the dark
2. Can't see the angels9. Best years
3. A cry for the new world10. Forever in time
4. Letting go11. Nowhere to hide
5. Journeyman12. Naked (re-recorded)
6. Only the children cry13. A moment in life
7. Turn the table

Die New Wave of British Heavy Metal hat unzählige großartige und auf ihre Weise einzigartige Bands hervorgebracht. Bis heute haben die wenigsten davon durchgehalten und überlebt.
Eine der großen Ausnahmen ist PRAYING MANTIS. Die Band der Gebrüder Troy war allerdings schon Anfang der Achtziger mit ihrer Melodic-Rock-Affinität der große Außenseiter im wilden Reigen der NWoBHM. Als die Szene langsam aber sicher die Themse, den Dee und den Severn runterging, also gleich direkt nach dem Debüt "Time tells no lies", nahm sich die Band strategisch geschickt eine Auszeit bis Anfang der Neunziger.

Die "Gottesanbeterin" kehrte als reinrassige Melodic-Rock-Band zurück und übernahm zudem eine soziale Funktion als Auffangbecken britischer Musiker, vor allem Sänger, ohne aktuelles Engagement.
Paul Di'Anno, Cliff Burr, Gary Barden, Colin Peel, Tony O'Hora, John Sloman, Doughie White, nur um einige zu nennen, und nicht zu vergessen der ehemalige IRON MAIDEN-Axtschwinger Dennis Stratton, der zu einer weiteren festen Größe im Line-Up wurde.

Allen personellen Unbeständigkeiten zum Trotz lieferte die Band seit 1991 sechs Studio- und das Livealbum "Captured Alive In Tokyo City" ab, die durchweg überzeugten, aber lange Zeit nur als kostspielige Japan-Importe erhältlich waren.
Ja, im Land der aufgehenden Sonne waren PRAYING MANTIS schwer angesagt, im Rest der Welt finsterster Underground, obwohl die Band im Melodic-Rock-Bereich mit unsterblichen Songs wie Can't see the angels Maßstäbe setzte an denen der Großteil der Konkurrenz kläglich scheiterte.

Auch wenn sich mittlerweile Frontiers Records der Band angenommen und sich dadurch die Veröffentlichungssituation in unseren Breiten wesentlich verbessert hat: Mit der großen Karriere wird das für PRAYING MANTIS nichts mehr. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ihre Alben trotzdem in jede halbwegs ernst zu nehmende Melodic-Rock-Sammlung gehören. Wenn schon nicht die Komplettausgabe, dann wenigstens als Einstieg die aktuell erschienene "Best of"-Zusammenstellung.

Der langjährige Fan und Sammler wird gelangweilt abwinken und das kann man ihm nicht mal verübeln. "Best of" setzt 1991 mit dem Album "Predator in disguise" auf und hangelt sich in nahezu chronologischer Folge bis zum 2000er-Release "Nowhere to hide" durch, wobei der Schwerpunkt mit vier Songs auf "A cry for the new world" liegt. "Predator..." und "Captured..." werden mit je einer Nummer etwas stiefmütterlich behandelt, wobei letzteres Werk mit der Liveversion des von THIN LIZZY inspirierten Debüt-Klassiker Cheated vertreten ist.

Trotzdem bietet diese Compilation dem interessierten Einsteiger eine hervorragende Möglichkeit sich mit dem bisherigen Schaffen von PRAYING MANTIS kompakt vertraut zu machen. Es wäre allerdings grob fahrlässig, würde ich nicht noch eine deutliche Warnung aussprechen: Es besteht erhöhte Suchtgefahr! Zum reinschnuppern ist die Scheibe wirklich okay, aber über kurz oder lang werdet ihr nicht herumkommen euch die kompletten Alben zuzulegen.

Martin Schneider, 27.08.2004

 

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