Pink

I'm Not Dead

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.04.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Pink
I'm Not Dead, Sony BMG, 2006
Pink Vocals
Billy Mann Drum Programming, Guitar, Background Vocals, Piano
Niklas Olovson Drum Programming, Bass
Robin Lynch, Rafael Moreira, Geoff Zanelli Guitar
Max Martin, Lukasz Gottwald Drum Programming, Guitar
Lasse Martèn, Mylious Johnson, Lee Levin Drums
Butch Walker Guitar, Bass, Keyboards, Backgorund Vocals
Dan Chase Drum / Keyboard Porgramming
Dan Warner Electric Guitar
Pete Wallace Keyboard Programming, Percussion, Piano, Guitars
Emily Saliers Guitar & Background Vocals (Dear Mr. President)
Amy Ray Background Vocals (Dear Mr. President)
Produziert von: Pink Länge: 58 Min 07 Sek Medium: CD
1. Stupid Girls8. Leave Me Alone (I'm Lonely)
2. Who Knew9. U + Ur Hand
3. Long Way To Happy10. Runaway
4. Nobody Knows11. The One That Got Away
5. Dear Mr. President12. I Got Money Now
6. I'm Not Dead13. Conversations With My 13 Year Old Self
7. 'Cuz I Can14. Fingers

So, wie sieht's denn aus, anno 2006 bei Pink? Große Überraschungen gibt's zum Glück nicht. Es bleibt relativ rockig und zockig. Nicht zickig!
Gleich zu Beginn watscht sie die Kolleginnen aus dem Showbiz ab, die Push Up's tragen und quasi alles tun für den Erfolg und sich selbst dabei völlig aufgeben. Stupid Girls ist die erste Single des Albums und klingt schon relativ modern. Da beaten die Drumcomputer und auch bei der Stimme wird hier und da mal eine kleine Verfremdung a la Cher vollzogen. Musikalisch würde die Nummer wohl auch einer Shakira nicht schlecht passen und etwas an den Rap-Bereich flirtet man ebenfalls. Trotzdem hat der Song Pep und im Gegensatz zu manch anderem ist hier eine ordentliche Attitüde hör- und spürbar.
Auch Who Knew setzt auf gesampelte Drums (die Verstärkung durch echte bekommen), ist jedoch schon deutlich pop-rockiger. Irgendwo zwischen BANGLES, Sheryl Crow und einer reiferen Avril Lavigne. Stimmlich braucht sich Pink hinter keiner anderen Sängerin zu verstecken. Von Schnurrkatze bis Tigerin springt sie problemlos und oft in (mit) einem Satz. So macht auch dieser Song gut an, auch wenn ihm das letzte Quäntchen zum Hit fehlt.

Gern werden modische und moderne Sounds und Rhythmen als Stilmittel eingesetzt, zu den sich dann immer einige Gitarren effektvoll gesellen. Da klingt für einen Rocker mancher Titel zunächst befremdlich, aber wenn dann die E-Gitarren reinfetzen und Gas gegeben wird, nickt auch der wohlwollend mit dem Schädel. Tja, es ist eben ein Long Way To Happy.
Ohne Ballade kommt auch dieses Mädel nicht aus und wenn sie mit ihrer verführerischen Stimme zum Piano-Intro von Nobody Knows herrlich raspelt, kommt man um Zuneigung nicht herum. Es geht wohl dann in AEROSMITH-Mega-Balladen Richtung, aber warum sollte man Pink das nicht zugestehen?
Am beeindruckendsten ist Dear Mr. President. Könnte natürlich jeder Präsident sein, aber..., wir können's uns schon denken. Nur zur Akustischen lädt sie ihn zum Spaziergang ein um ihn ein paar Fragen zu stellen. Aber schnell geht's ans Eingemachte: "What do you feel when you see all the homeless on the street? .", und wenn sich dann die Stimmen von den INDIGO GIRLS zum Chorus mit erheben - als vereinigten sich HEART und die EAGLES - laufen einem Schauer der Ergriffenheit über den Körper. Beeindruckend!

Der Titelsong fährt wieder die Pop-Rock Schiene entlang, dynamisch aggressiv und auch mal verhalten drohend.
Ob Cuz I Can zufällig in dieser "Lautschrift " geschrieben wurde, weiß ich nicht, aber die Ähnlichkeit zu der Schreibweise mancher Glam-Rock Nummern a la SLADE (Cum On Feel The Noize, etc) ist doch verdächtig. Der Stampf-Rhythmus passt jedenfalls genau in diese Richtung und würde sich die Glam-Phase erneut abspielen, würde es wohl ähnlich klingen. Etwas mehr Gitarre vielleicht...
Etwas banal, leichtlebig, dahinschwebend ist mir Leave Me Alone (I'm Lonely), das durch ein paar effektvolle Breaks gerade noch über die Latte gehievt wird.
Eine Art Mischung aus Walk this Way und Herbie Hancocks Rockit ist U + Ur Hand, mit kleinen, aggressiv-rockenden Zwischenspurts.
Nein, es ist nicht das Runaway, sondern eine schöne Midtempo-Ballade, ohne große Überraschungen.
Häh? The Needle And The Damage Done? Meint man kurz, zu Beginn von The One That Got Away, das dann um die Ecke biegt zur Janis Joplin-Road, Abteilung Song/Country. Mit schöner Whiskeystimme und wiederum nur von einer akustischen Gitarre begleitet, gefällt mir die Nummer am zweitbesten auf diesem Album.

Die restlichen Titel ändern am guten Gesamteindruck nix. Selbst Fingers, der 'Bonus Track for International', mit leichtem Gothic-Touch, der mit reichlich elektronischen Gimmicks spielt und so auch etwas an Sweet Dreams von den EURYTHMICS erinnert, verströmt ein anziehendes Flair.
"I'm Not Dead" ist ein energiereiches, modernes Poprock-Album einer hervorragenden Sängerin.

Epi Schmidt, 07.04.2006

 

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