Patty Hurst Shifter

Too Crowded On The Losing End

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.04.2006
Jahr: 2006

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Patty Hurst Shifter Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Patty Hurst Shifter
Too Crowded On The Losing End, Blue Rose Records, 2006
J. Chris Smith Vocals, Guitars
Marc E. Smith Guitars, Vocals
Jesse Huebner Bass, Vocals
Skillet Gilmore Drums
Ron Bartholomew Bass (all tracks except 11 & 13)
Ian McLagan Hammond B-3 (Sadderside)
Produziert von: Patty Hurst Shifter Länge: 52 Min 48 Sek Medium: CD
1. She's Like A Song7. Happy?
2. Never Know8. All Washed Up
3. When You Lie9. Break Everything
4. Shake10. Shine
5. For The Record11. Acetylene
6. Sadder Side

Schon das Debüt der Band aus North Carolina hat mir überwiegend sehr gut gefallen und mit "Too Crowded On The Losing End" legen die Jungs nach und drauf.
Kurz, prägnant, knackig - kommt She's Like A Song aus den Lautsprechern geprescht. J. Chris Smith' Stimme scheint etwas an Aggressivität hinzugewonnen zu haben und reibt sich damit hervorragend am leicht popigen Backgroundgesang von Tonya Lamm und Caitlin Cary (2/3 der TRES CHICAS).
Kurz die Gitarre 'anquietschen' lassen und schon holpert man über Heartland der amerikanischen Rockmusik und schaut da nicht Tom Petty hinter der Ecke hervor?
Mir scheint, die Jungs haben ganz schön an ihrem Gesang gearbeitet und haben dabei nicht vergessen, die Gitarren ordentlich krachen zu lassen. Prima.

Klar, mittlerweile denkt man gern an die WHITE STRIPES und Konsorten, wenn die Akkorde in Songs ordentlich scheppern und darüber ein melodiöser Gesang liegt, aber PATTY HURST SHIFTER haben da immer noch genug pures Rock'n'Roll Verständnis um sich nicht mit denen in einen Topf werfen zu lassen. Auch wenn When You Lie über den Rand blickt.
Von der Country-Verbundenheit, von der das erste Album noch durchsetzt war, ist mittlerweile kaum noch was übrig. Hier geht's auch bei den gezügelteren Titeln wie Shake immer noch rockig-derb zu und die BOTTLE ROCKETS stehen ebenso wie die DRIVE-BY TRUCKERS am Straßenrand und feuern diese Jungs an.
Gefällt mir richtig gut, wie die Gitarren hier dominieren und praktisch immer schneidend im Vordergrund stehen, sich überlagern und mit Riffs um sich werfen. Hört Euch nur mal For The Record an!

Wieder eine Handvoll Riffs eröffnet Sadderside, aber diesmal wird die Handbremse gezogen und zu einer gefühlvollen Road-Ballade übergeleitet. Da brauchts eine Hammond B-3 dazu und wer könnte die besser erklingen lassen als Ian McLagan? Schmuseruhig wird's hier natürlich nicht, don't worry. Immer wieder wird die Steigerung gesucht, wird es rockiger und strebt einem atemlosen Höhepunkt zu. Sehr gut gelingt das hier mit der erneuten Unterstützung von Tonya und Caitlin und..., nein Neal Casal ist es nicht. Hätte man aber meinen können, bei diesem Klassesong.
Nach wie vor ist es mir ein Rätsel, wie ausgerechnet Ryan Adams ein so großer Fan dieser Band sein kann. Also von dem hab ich noch nix gehört was annähernd so geil rockt wie etwa Happy?. Das geht eher schon in die REPLACEMENTS-, GO TO BLAZES- und BRANDOS-Ecke und lässt einen nach 2 ½ Minuten plötzlich wie vor eine Wand laufen und genauso lange nachvibrieren.

Irgendwo zwischen dem Drive der frühen WHO und dem rauen Rock von Dan Baird pendelt All Washed Up und treibt dabei permanent nach vorne. Simpel und geil.
Break Everything erinnert erneut an Neal Casal, hier mit Elementen von CRAZY HORSE und Desert Rock a la Rich Hopkins vermengt.
Langsam krieg ich richtig Lust, diese Band live zu sehen. Dürfte eine schweißtreibende Angelegenheit werden, wie das nervös-rockige Shine unterstreicht und sonderlich leise wird's auch nicht werden. Gut so!
Außerdem könnte es ein längerer Abend werden, wenn mehr solche Titel gespielt werden wie das fast 10minütige Acetylene, eine wundervolle Country-Rock Ballade, die die Spannung über die gesamte Strecke hält.
So, und schalten Sie noch nicht ab denn als "13. Song" folgt ein ungenannter Titel, der noch mal Akustische einsetzt und uns ohne Schlagzeug, quasi unten am Ausgang, eine schöne Country-Folk Nummer mit auf den Heimweg gibt.

Man hätt's ahnen können: PATTY HURST SHIFTER haben sich weiter gesteigert und jetzt lassen wir doch mal den Herrn Ryan Adams zu Wort kommen: "Patty Hurst Shifter rocks ass!"
Statements gibt er ja treffende ab.

Epi Schmidt, 03.04.2006

 

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