Omar And The Howlers

Essential Collection

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.12.2011
Jahr: 2011
Stil: Blues Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Omar & The Howlers
Essential Collection, Ruf Records, 2011
Omar DykesVocals, Guitar
Bruce JonesBass
Gene BrandonDrums
Barry BihmBass
Roscoe BeckBass
Maurice "Papa Mali" WelbourneGuitar, Electric Sitar
B. E. "Frosty" SmithDrums
Terry BozzioDrums
Paul JuniorBass
Bradley KoppAcoustic Guitar
Mark HamiltonPercussion
George ReiffBass
Tommy ShannonBass
John Dee GrahamGuitar
Chris DuarteGuitar
Chirs LaytonDrums
George RainsDrums
Nick ConollyOrgan
James FennerPercussion
Reese WynansOrgan
Steve KilmerDrums
Dave "Fathead" NewtonSax
Mark "Kaz" KazaroffBaritone Sax
Lou Ann BartonVocals
Jimmy VaughanGuitar
Produziert von: Omar Dykes, Derek O'Brien, Kevin Womack und weitere Länge: 123 Min 37 Sek Medium: CD
CD 1 - Best Of:
01. Magic Man09. Tears Like Rain
02. East Side Blues10. Monkey Land
03. Border Girl11. Snake Oil Doctor
04. Hard Times Im The Land Of Plenty12. Muddy Springs Road
05. Bad Seed13. Boogie Man
06. Wall Of Pride14. You Made me Laugh
07. Mississippi Hoo Doo Man15. Jimmy Reed Highway
08. Big Chief Pontiac
CD 2 - Omar's Pics:
01. I Want You09. That's Your Daddy Yaddy Yo
02. Snake Rhythm Rock10. Stone Cold Blues
03. Burn It To The Ground11. Girl's Got Rhythm
04. Got My Heart Set On You12. Life Without You
05. Work Song13. World Of Trouble
06. Alligator Wine14. Sugar Ditch
07. Do It For Daddy15. Built For Comfort
08. I'm Wild About You

Es war ja nun wirklich mal an der Zeit, dass dieser Mann eine ordentliche Würdigung in Form von einer "Best Of" erfährt. Omar Kent Dykes - oder besser als OMAR & THE HOWLERS bekannt - liefert ja nun schon seit Jahrzehnten erstklassigen Blues, Boogie und Rock'n'Roll ab. Und das in fast immer sehr guter Qualität - ein schlechtes Album gibt es von dem Mann nicht. Man kann ruhig, von "dem Mann" sprechen, da die HOWLERS diversen Wechseln unterlagen und es meist egal war, wer mit Omar im Studio oder auf der Bühne stand. Nicht dass die Mitstreiter keine herausragenden Musiker gewesen wären! Der gewichtige Mississippi-Blues-Man war aber immer die Galionsfigur und hatte die Zügel fest in der Hand.
Seine raue Stimme und sein rhythmisches Gitarrenspiel waren - und sind - die Garanten dafür, dass praktisch jeder Zuhörer über kurz oder lang auf diesen Groove einsteigt.
Wie im Hause Ruf Records üblich, agiert man sehr künstlerorientiert und so wurde nicht lieblos ein Album zusammengeschustert, sondern es wurde eine angemessene Doppel-CD, bei der Omar ein gewichtiges Wörtchen - was sonst? - mitzureden hatte. So kam eine "Best Of"-CD heraus und als Zugabe die CD mit "Omar's Picks", wo dieser selbst für die Auswahl sorgte und die im Booklet auch erläutert.

Mit Magic Man legt man gleich mit Omars Paradedisziplin los: Live auf der Bühne. Der Track stammt vom 92er Album "Live At The Paradiso" und man spürt und hört - sowohl von der Band wie auch vonseiten des Publikums - welche Stimmung Omar mit seinem typischen "Jungle-Beat" entfacht. Das mach auch zu Hause Spaß und man ist sofort am Mitwippen. Folgerichtig folgt ein weiterer Live-Song - diesmal vom "Bamboozled"-Album (2006). Man hört gleich die verbesserte Soundqualität, wodurch dieser Slow- and Dirty-Blues sich so richtig ins Gehör "frisst". Auch diese Variante gehört zu den Stärken des Sänger/Gitarristen. Der typische, drahtige Stratocaster-Sound fügt sich wunderbar mit der rauen Stimme des Southern-Gentleman zusammen. Eine weitere Stärke ist, dass Omar immer sympathisch rüberkommt, selbst wenn er manchmal einen auf "Bad Boy" macht.
Den Anhängern des flotteren und rockigeren Stils seien Nummern wie Hard Times In The Land Of Plenty empfohlen, oder auch das pulsierende Big Chief Pontiac. Da geht’s richtig gut ab. Wer mehr dem traditionellen Blues zugetan ist, der hat seine Freude an Tears Like Rain. Aber praktisch Jeder wird von dem treibenden Bo Diddley-Beat angemacht, der solche - ja, man muss fast schon sagen - Evergreens wie Wall Of Pride vorantreibt.
Zu den Highlights der ersten CD gehören denn auch Monkey Man, Muddy Springs Road und Boogie Man. Letzteres fast schon ein Trademark-Song. Hier und da ergänzt Omar seine Howlers mal um einen Organisten oder lässt ein paar Blaswerker mitspielen, aber im Allgemeinen reicht ihm Bass und Schlagzeug als Unterstützung um seinen unwiderstehlichen Groove zu verbreiten.
Grandios war natürlich auch seine Zusammenarbeit mit Jimmy Vaughan, wovon wir hier den Jimmy Reed Highway kredenzt bekommen. Zusätzlich durch die Stimme von Lou Ann Barton veredelt.

Ich muss jetzt meine Beschwerde loswerden, dass Rattlesnake Shake hier nicht vertreten ist. Schließlich ist das einer der "most-ass-kicking" Songs von OMAR AND THE HOWLERS. Wobei natürlich jeder ernst zu nehmende Rockfan das "Wall Of Pride" Album zu Hause hat, auf dem dieser Song zu finden ist. Trotz dieser "Best Of" kommt man um diesen Rock-Blues-Klassiker nicht herum.
Natürlich ging es bei dem Südstaatler auch später noch gut ab, wie er mit I Want You, gleich zu Beginn der "Omar's Picks"-CD demonstriert. Der Song stammt vom "Southern Style" Album und bekommt durch die hinzugefügte Orgel weiteren Schub. Heb gut ab. Auch die nächsten beiden Nummern stammen von diesem Album. Snake Rhythm Rock erinnert dabei nicht unwesentlich an Get It On-Drive, von T. REX, während Burn It To The Ground sich wieder dem elektrischen Delta-Blues widmet. Erneut ist es Omars knarzige Stimme und seinen trocken-drahtige Stratocaster, die für den knackigen Drive sorgen. Das muntere Got My Heart Set On You wirbelt irgendwo zwischen Willie And The Hand-Jive und Buddy Hollys Not Fade Away hin und her, bevor Work Song demonstriert, dass sich der Sänger auch im Swing- und Big Band-Sound zurechtfindet.
Es wird schnell deutlich, dass sich auch die Auswahl Omars als "Best Of" verstehen kann. Auch hier sind zahlreiche Perlen darunter. Man höre sich nur das intensive Alligator Wine an, oder den flotten Blues-Harp-Boogie That's Your Daddy Yaddy Yo. Das geht schon gut ab und immer wieder bin ich beeindruckt, von dem sehr "direkten" Sound.
Bei Girl's Got Rhythm handelt es sich natürlich nicht um die AC/DC-Nummer, aber auch diese Ausgabe hier hat ordentlich Power. Und wenn Omar schließlich diese "Essential Collection" mit Willie Dixons Built For Comfort auf akustischer Basis beschließt, dann erfolgt auch das mit Elan und Schwung. Tja, so ist das mit Omar Dykes, wenn er erst einmal in Bewegung ist, dann swingt und groovt und rockt alles um ihn mit. Davon kann man sich hier zwei Silberlinge lang überzeugen, sich dran freuen und dann schauen, welche Alben von ihm in der Sammlung noch fehlen.

Epi Schmidt, 10.12.2011

 

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