Omar And The Howlers

Boogie Man

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.12.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Omar & The Howlers
Boogie Man, Ruf Records, 2003
Omar Dykes Vocals, Guitar
Chris Duarte Guitar
Malcolm "Papa Mali" Welbourne Guitar, Slide Guitar
George Rains Drums
George Reiff Bass
Jon Dee Graham Guitar
Tommy Shannon Bass
Chris Layton Drums
Terry Bozzio Drums
James Fenner Percussion
Produziert von: Omar Dykes & Kevin Wommack Länge: 53 Min 57 Sek Medium: CD
1. Boogie Man7. Right There In The Rain
2. Bamboozled8. Bad In A Good Way
3. Stone Cold Blues9. That's Just My Life
4. White Crosses10. Mississippi Mud
5. Drowning In Love11. All The Love We Can Stand
6. Shakin'

Das sind jetzt auch schon wieder über 20 Jahre, seit Omar Dykes 1980 seine erste Scheibe "Big Leg Beat" veröffentlicht hat. Geändert hat sich kaum was - klar, zwischendurch wurde mal etwas geswingt, aber im Prinzip ist Omar immer dem Blues und Boogie treu geblieben, bzw. dem Texas-Rock.
Für mich sind seine besten Arbeiten auf dem 88er Album "Wall Of Pride" zu hören (u.a. das furiose Rattlesnake Shake sowie eine tolle Version von We Gotta Get Out Of This Place) und seine Live-Alben sind natürlich erste Sahne.
Tja, und auch sein neuestes Werk würde ich zu seinen besten zählen. Relativ abwechslungsreich, hat es doch alle Elemente die man für eine gute OMAR & THE HOWLERS-CD braucht.

Das fängt schon gleich mit einem Boogie an, den man John Lee Hooker zuschreiben muss (und dem wohl auch gewidmet ist: "... Boogie Chillen made history...") auch wenn sich von ZZ TOP bis George Thorogood etliche andere an einem Song wie Boogie Man vergangen haben. Schöner, rauer Texas-Blues-Rock-Sound von den Gitarristen Chris Duarte und natürlich "Papa Mali" ist hier zu hören.
Auch bei Bamboozled fällt es schwer still zu sitzen: Bester Howlers-Blues-Boogie. Omars Stimme ist vielleicht etwas "raspelnder" geworden und erinnert mich öfter an den DR. FEELGOOD Lee Brilleaux, dessen Band mit solchen Songs ja auch gut umzugehen wusste.

Absolut saubere Gitarrenarbeit wird hier abgeliefert. Beim Stone Cold Blues natürlich auch, hier greift Jon Dee Graham mit in die Saiten und an Bass und Schlagzeug sind hier (wie auch bei einigen anderen Songs) SRV's alte Rhythmus-Kollegen Tommy Shannon und Chris Layton zu hören. Falls jemand einen Slow-Blues vermutet, täuscht er sich: Hier wird ordentlich zugelangt!
Etwas beschaulicher geht's bei dem Wüstenausritt über die Grenze, White Crosses, zu - Midtempo-Dessert-Rock.
Drowning In Love ist Omar zwar im nächsten Song, aber dieser leicht swingende Texas-Rock sorgt doch für genügend wippende und schnippende Bewegungen, die einen nicht untergehen lassen. Lässt mich etwas an die Rockabilly-Scheibe von Neil Young denken, allerdings klingt's hier einiges überzeugender.
Richtig groovig, rhythmisch, in der Art von Who Do You Love wird's bei Shakin'. Bei den "Shake"-Schreien klingt reichlich Voodoo-Einfluss mit rein und die Gitarren steigern sich mit der Zeit schon fasst orgiastisch in diesen Killer-Track.
Danach braucht's was zum Entspannen und da liefert das wundervolle Duett mit Alejandro Escovedo, Right There In The Rain, das richtige Material dazu - Good Time Feeling das jede Regenwolke vertreibt.
Gleich darauf steckt man aber schon wieder tief in einem Swamp-Groove: Omar selbst ist in Bad In A Good Way "nur" Sänger, während sich Chris Duarte und John Dee Graham die Gitarrensalven und Rhythm-Licks um die Ohren feuern als wenn sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht hätten.
Im Prinzip wohl ein einfacher Rock'n'Roll, ist That's Just My Life aber mit so vielen coolen Texas-Rock-Riffs und einer feinen Slide-Gitarre ausstaffiert, dass auch hier nichts anderes als purer Spaß aufkommt.
Warum mir während Mississippi Mud immer wieder I'm Bad, I'm Nationwide in den Sinn kommt, kann nur am bärigen Gesang von Omar Dykes liegen, kann auch an den sparsam und doch effektiv eingesetzten Riffs der Guitars liegen, oder am perfekten Texas-Blues Rhythmus, oder... ach, macht Euch Euren eigenen Reim drauf...
Mit All The Love We Can Stand wird zum Schluss noch ein knochentrockener Blues zelebriert, der zwischen gemäßigt und ausufernd balanciert und einen passenden Ausklang zu diesem Album schafft.

Wer sich 2002 "Texas Jukin'" von Van Wilks zugelegt hat, für den ist in diesem Jahr die neue Omar & The Howlers Pflicht - und wer das nicht hat, ... für den auch, sofern er irgendwas mit Blues zwischen Texas und Mississippi am Hut hat.

Epi Schmidt, 29.12.2003

 

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