NRBQ

One In A Million

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 23.04.2005
Jahr: 2004

Links:

NRBQ Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


NRBQ
One In A Million, Music Video Distribution, 2004
Joey Spampinato Bass, Vocals
Al Anderson Guitar, Vocals
Tom Ardolino Drums, Vocals
Terry Adams Keyboards, Vocals
Klem Klimek Saxophone on Here Comes Terry
Peter Holsapple Guitar on Shake, Rattle & Roll
Länge: ca. 40 Min. Medium: DVD
1. Got A Rocket In My Pocket 6. 12 Bar Blues
2. Girl Scout Cookies 7. Crazy Like A Fox
3. It´s A Wild Weekend 8. Here Comes Terry
4. Little Floater 9. Shake, Rattle & Roll
5. You´re So Beautiful . Bonus Track: Dummy (2004 Video)

Eine amerikanische Legende und ein amerikanisches Phänomen sowie eine Institution, anders kann man es fast nicht sagen, das sind NRBQ.
Für gewöhnlich steht diese Abkürzung für NEW RHYTHM & BLUES QUARTET, aber im Lauf ihrer schon bald 40jährigen Karriere wurde daraus auch schon New Rhythm & Blues Quintet, New Rockabilly Quartet und andere Spielereien.
Je nachdem in welcher Laune oder Besetzung sich diese Typen befanden. Und TYPEN sind es! Schwer in Worte zu fassen, muss man sie gehört haben, um sich ein Bild zu machen. Flüchtig betrachtet hält man sie für Ansammlung von Kaspern, denen weder Songs noch Harmonien in irgendeiner Form heilig, bzw. nicht geläufig sind. Oft interpretieren sie ihre Songs, oder Coverversionen, in einem kindlich anmutenden Gesang und mit spartanischster Instrumentierung, nahe am Sound der 50er Jahre. Öfter haarscharf an der Grenze des erträglichen, was den Durchschnittshörer angeht. Und dann schwelgen sie wieder den schönsten Harmonien, die ein Ohr nur betören kann, oder rocken wild ab.
Ich denke da gerne an ihrer Version von This Ol´ House, die für mich zu den besten dieses Liedes gehört. Nun hat das amerikanische Creem Magazine (eine weitere Institution) eine DVD dieser Band realisiert. So kann man sich also auch hierzulande mal ein "Bild" von NRBQ machen.

Der Auftritt ist schon ´ne Weile her, von 1989, aber das ist egal, denn die waren weder davor noch danach grundlegend anders.
In ihrer klassischen Besetzung sind sie schon äußerlich ein Genuss. Als wären die 70er nie vorüber gewesen scheinen sie immer noch in den Klamotten und mit den Frisuren von damals rumzulaufen. Die Gedanken an Spinal Tap lassen sich nicht immer abwehren.
Während Al Anderson, wohl auch ob seiner Leibesfülle, auf seinem Posten bleibt aber trotzdem zu wilden, heftigen Soli immer bereit ist, hat Terry Adams keine ruhige Sekunde. Sein Keyboard und Piano scheint er eher zu attackieren, denn zu spielen und die Töne die er dem so "erpresst", klingen auch nicht immer harmonisch. Trotzdem fügt sich das alles ins Gesamtkonzept dieser Band, die halt nicht so ist wie andere. Und: Spielen kann der durchaus, das darf man nicht verkennen, denn solche "Mätzchen" wären sonst gar nicht möglich.
Joey Spampinato am Bass scheint, zusammen mit Drummer Tom Ardolino, die Fäden am ehesten in der Hand zu haben und sorgt für den ruhenden Pol - optisch wie musikalisch. So spielen sie sich durch Klassiker wie I Got A Rocket In My Pocket und Shake, Rattle & Roll ebenso wie eigene, na ja, Klassiker. IGirl Scout Cookies hat einen wunderschönen poppigen Refrain, aber in den Strophen gibt die Band alles um möglichst schräg zu klingen. Auch eine Ballade wie You´re So Beautiful wird durch den einzig- wie eigenartigen Humor dieser Kerle geprägt und entsprechend "gestaltet". Al Anderson erinnert einen etwas an einen schlankeren Meat Loaf, während er aus seiner Telecaster Rock´n´Roll- und Country-Licks und, wie in 12 Bar Blues, Rockabilly-Rhythmen quetscht. In diesem Titel macht sich die Band einen Spaß daraus, die 12 Takte laut mitzuzählen: "One - two - three.." bis 12 halt. Ebenso strotzt Here Comes Terry vor Simplizität: "Here comes Terry, here comes Al, here comes Tommy, here comes Joey, here comes Terry....".

Manchmal weiß man echt nicht, ob sie sich über sich über die Musik oder das Publikum (oder was ganz anderes) lustig machen. Unterhaltsam ist es allemal!
So sieht das auch das anwesende Publikum, das jede Aktion auf der Bühne mit Applaus und Begeisterung begleitet. Man muss sich erst mal reingefunden haben, dann macht das hier echt Laune. Unter Umständen findet man halt keinen Zugang zu dieser Art Entertainment.. Gut, damit mussten alle großen Künstler bisher leben.
Klem Klimek spielt in Here Comes Terry ein jazzig angehauchtes Saxofonsolo, das sich im Vergleich zum Rest schon richtig "straight" anhört.
Die Anwesenheit von Peter Holsapple während Shake, Rattle & Roll macht nicht viel Sinn, denn eigentlich steht er, zwar offensichtlich bester Laune, recht bedeutungslos herum. Solo kriegt er keins und von seinem Rhythmusgitarrenspiel ist auch kaum was zu hören.
Aber was soll´s, der Rest sorgt für genügend Show und Musik.

Da kann wahrscheinlich nicht jeder mit um, gesehen aber muss man NRBQ einfach mal. Und wenn´s nur auf DVD ist. Als Bonus gibt es neben einer, na ja, überflüssigen Diashow noch das Video zu dem Song Dummy von ihrer 2004er CD "Dummy". Wie fast schon zu erwarten tritt die Band in dem obskuren Video nicht selbst auf, sondern Marionetten. Oder anders ausgedrückt: Dummy´s.
Der Titel dieser DVD könnt´s nicht besser treffen: NRBQ - One In A Million!

Ton: 5.1 Surround
Kein Ländercode
Extras: NRBQ Slide Show, Dummy Video 2004

Epi Schmidt, 23.04.2005

 

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