Nine Below Zero

Cold Cool Heart

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.05.2012
Jahr: 2012
Stil: Blues & Pub Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Nine Below Zero
Cold Cool Heart, Secret Records, 2012
Dennis GreavesVocals, Guitar
Pete ClarkBass
Mark FelthamHarmonica, Vocals
Kenny BradleyDrums
Produziert von: Mike Mastrangelo Länge: 112 Min 54 Sek Medium: CD
CD 1:
01. Money Or The Man09. One Way Street
02. Cinnamon Maan10. Three Times Enough
03. Watch Yourself11. Don't Point You Finger At The Guitarman
04. Rocket (Instrumental)12. Sugar Mama
05. Jump Back Baby13. Why Don't You Try Me Tonight
06. Walking By Myself14. Cold Cool Heart
07. Mama Talk To Your Daughter15. No More The Blues
08. Wild Kickin' Horse
CD 2:
01. Tell Me Why I Just Can't Be Like You08. We Rock The House Again
02. Riding On The L&N09. Stone Fox (The Whistle Test Theme)
03. I Can't Help Myself10. On The Road Again
04. Hoochie Coochie Coo11. King Bee
05. Pack Fair & Square12. Eleven + Eleven
06. Homework13. Down In The Dirt Again
07. Hit The Road Jack14. Loaded Gun

So ganz reimt sich die Bookletgestaltung bei diesem Album nicht, denn NINE BELOW ZERO sind aktuell natürlich nicht die vier genannten Musiker. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung dieses Konzertes mag das wiederum gestimmt haben, wieso dann aber ein Bild verwendet wird, welches unzweideutig Gerry McAvoy zeigt - welcher sehr wohl einige Jahre in der Band war, inzwischen aber in der BAND OF FRIENDS spielt (, die sich der Musik von Rory Gallagher widmet), spricht nicht unbedingt für Liebe zum Detail.
So weit, so viel Erbsenzählerei, denn maßgebliche Mitglieder von NBZ sind Sänger/Gitarrist Dennis Greaves und Blues-Harp-Virtuose Mark Feltham. Wenn Letzterer die Mundharmonika-Fanfare zu Songs wie dem Pub Rock-Kracher Riding On The L&N bläst, kocht jeder Saal!
Aber von vorne: Aufgenommen wurde das Konzert in der Wilbaston Hall in Lincopnshire im Jahre 2003. Das ist also fast 10 Jahre her, aber da es kaum etwas Zeitloseres gibt als Good Ol' British Blues & Pub Rock, könnte das genauso gut 20 Jahre früher gewesen sein. Oder später.

Los geht’s mit schweren Blues-Boogie mit Slide-Einlage, sodass mir ein George! entfahren will, denn soundtechnisch und stilistisch klingt es täuschend nach dem "Destroyer". Die Stimmung ist also sofort gut und auch das folgende Cinnamon Man groovt schwer und klingt, als würde die Band sich schon seit Stunden einspielen . Das muss man richtig laut hören!
Watch Yourself kommt hier nicht in der "Feuerwehr-Version", wie wir es von "Live At The Marquee" kennen, aber wie die Band sich aus einem südamerikanischen Rhythmus in einen flotten Boogie "schält" ist schon geil.
So richtig ab geht natürlich die Post, wenn Mark Feltham an der Blues-Harp aufdreht, wie in dem rasanten Instrumental Rocket. Da braucht's gar nicht viel Unterstützung von der Band, nur einen locker-swingenden Beat und Mark lässt es rauchen. Wer es funkiger braucht, der bekommt mit Jump Back Baby den richtigen Beat geliefert. Ansonsten geht’s eigentlich nur ab. Ob mit Standards, Mama Talk To Your Daughter, Walking By Myself, den Quo-mäßigen Shuffle One Way Street, oder eigenem Material, wie dem grandiosen - 60's-mäßigen R&B- Don't Point Your Finger At The Guitarman - es macht einfach Spaß dieser Band zuzuhören, weil sie einen immer - immer! - umgehend in gute Laune versetzt und Bock auf Rock'n'Roll macht.

Und das geht natürlich auch auf der zweiten CD so weiter. Das geht mal mehr blues-rockig, siehe Tell Me Why I Just Can't Be Like You, oder eben in NINE BELOW ZEROs Paradestücken - Riding On The L&N, I Can't Help Myself, Pack Fair & Square (kennen wir auch von der J GEILS BAND) einfach nur geil ab. Stimmungsmäßig nicht zu toppen, wie auch die Version Hit The Road Jack deutlich macht.
Neben dem Original, von CANNED HEAT ist mir auch keine ähnlich gute Fassung von On The Road Again geläufig, wie die von NINE BELOW ZERO. Zu der guten Laune, welche diese Band rüberbringt, gehört auch die jederzeit unterhaltsame und anstachelnde Art von Frontmann Dennis Greaves. So scharf wie seine Gitarre ist auch sein Mundwerk.
Da braucht es letztlich eine Ballade, Loaded Gun, um die Stimmung wieder auf ein erträgliches Maß zu senken.
Erneut ein toller Live-Mitschnitt von dieser stets hervorragenden Pub Rock Band. Der Sound könnte hier und da etwas besser sein, aber das muss man sowieso laut hören, da stört das nicht weiter. Für mich - nicht zuletzt wegen der langen Spielzeit - ein Pflichtkauf.

Epi Schmidt, 22.05.2012

 

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