Neil Young

Toast

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.07.2022
Jahr: 2022
Stil: Rock
Spiellänge: 52:06
Produzent: Neil Young & John Hanlon

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Plattenfirma: Warner Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. Quit
02. Standing In The Light Of Love
03. Goin' Home
04. Timberline
 
05. Gateway Of Love
06. How Ya Doin'?
07. Boom Boom Boom
Musiker Instrument
Neil Young Guitar, Piano, Squeezebox, Vocals
Frank 'Poncho' Sampedro Guitar, Vocals
Billy Talbot Bass, Vocals
Ralph Molina Drums, Percussion, Vocals
Tom Bray Trumpet
Pegi Young, Astrid Young Vocals

Wenn Neil Young mit seinen Krawall-Brüdern CRAZY HORSE ein Album veröffentlicht, dann hat man eine gewisse Erwartungshaltung. Wenn es dann noch um ein Album handelt, dass seit Jahrzehnten herumschwebt, ohne veröffentlicht worden zu sein, steigt die Spannung nicht nur in Fan-Kreisen. Den Namen hat das Album von den Toast Studios in San Francisco in dem es 2001 aufgenommen wurde. Die Euphorie darüber kann ich – als lebenslanger Neil-Fan – nicht ganz nachvollziehen, aber ein mittelgutes Young-Album ist es allemal.

 

Womöglich lässt es gar das 2002 veröffentlichte “Are You Passionate?“ in einem anderen/bessern Licht erscheinen, denn einige der Titel wurden, zum Teil überarbeitet, dann darauf veröffentlicht. Beziehungsweise angekündigt, denn wir erinnern uns alle noch gut, dass Gateway Of Love zwar auf einem der abgebildeten Zettel auf der Rückseite des Albums stand, aber dann gar nicht auf dem Album war. Hier ist der Track an fünfter Stelle zu finden. Zehn Minuten in typischer Young-Manier und seinem Trademark-Sound in leicht verhaltener Form und leicht funkigem Desert-Rock-Stil. Irgendwo zwischen “Sleeps With Angels“ und “Harvest Moon“. Einige seiner feinsten Solo-Linien lockt er hier schon aus seiner “Old Black“.

 

Los geht’s aber mit Quit, das auf “Passionate“ noch den Zusatz (Don't Say You Love Me) erhalten hatte. Da hier Talbot und Molina die Rhythmusfraktion bilden (im Gegensatz zur “Passionate“-Aufnahme, auf der Donald „Duck“ Dunn und Steve Potts spielten), ist besonders der Bass-Part interessant, denn Billy Talbot hat seine ganz eigen Art. Oberflächlich betrachtet sind die Versionen aber nicht so verschieden und wissen in ihrer unaufgeregten Art hier wie da zu gefallen. Standing In The Light Of Love ist einer der bisher unveröffentlichten Songs und da kracht es schon deutlich mehr. Neil rockt mit prägnant-eingängigen Riffs, die nahezu an Rockin' In The Free World erinnern, nur das Solo bleibt etwas reserviert.

 

Goin' Home wurde auf “Passionate“ bereits in der CRAZY HORSE-Fassung veröffentlicht, ist hier eine satte Minute kürzer, ansonsten nicht viel anders. Timberline ist der dritte im Bunde der Unveröffentlichten. Hat diesen hoppelnd-gallopiernden CRAZY HORSE-Groove, ein untermalendes Akkordeon im Hintergrund und typischen Wechselgesang zwischen Young und seiner Band. Schöne Nummer. Das folgende How Ya Doin'? (einst Mr. Disappointment genannt) gerät zart, nahezu zerbrechlich und ist von einer melancholischen Stimmung durchzogen, die einen unwillkürlich in ihre Bann zieht.

 

Der letzte Song des Albums ist das über 13-minütige Boom Boom Boom (auf “Passionate“ wurde daraus She's A Healer) und das muss man sagen, auch wenn beides einen gewissen Jam-Charakter hat, klingt das hier schon etwas interessanter. Letztlich kann man hier ruhig einen Toast aussprechen, auch wenn “Toast“ nicht das Rock-Album ist, dass vielleicht manche erwartet hätten. Unter der Lawine der aktuellen Neil Young-Veröffentlichungen sollte es nicht verschüttet werden.

 

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