Nazareth

Loud 'N' Proud

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.08.2022
Jahr: 2022
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 51:09
Produzent: Roger Glover (Original Album)

Links:

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Little Feat

Joni Mitchell

Bob Dylan

Deep Purple

Titel
01. Go Down Fighting
02. Not Faking It
03. Turn On Your Receiver
04. Teenage Nervous Breakdown
05. Freewheeler
06. This Flight Tonight
07. Child In The Sun
 
08. The Ballad Of Hollis Brown
Bonus Tracks:
09. Tur On Your Receiver (BBC Seesion)
10. Too Bad Too Sad (BBC Session)
11. Razamanaz (BBC Session)
12. Bad Bad Boy (BBC Session)
Musiker Instrument
Dan McCafferty Lead Vocals
Manuel Charlton Electric, Acoustic & Slide Guitars, Vocals
Pete Agnew Bass, Vocals
Darrell Sweet Drums, Percussion, Vocals

Kaum ein halbes Jahr nachdem sie mit Razamanaz ihren definitiven Stil und in die Erfolgsspur gefunden hatten, brachten NAZARETH den Nachfolger heraus. Und der Name war Programm: “Loud 'n' Proud“. Da die Zeit fehlte – man war ständig auf Tour – genügend eigene Songs zu schreiben, mussten ein paar Coverversionen herhalten. Auf diesem einst im November 1973 veröffentlichten Re-Issue hat man dem Originalalbum noch vier Bonus-Tracks spendiert. Wie gesagt, hatte die Band ihre Schiene gefunden und so wirkt “Lound 'n' Proud“ wie fast wie die zweite Scheibe einer Doppel-LP.

 

Stürmisch legt Go Down Fighting los und kickt das Album in die Spur. Charltons Trademark-Slide übernimmt die Führung und McCafferty plärrt sich in Sphären, die außer ihm bestenfalls noch Noddy Holder von SLADE erreichte. Und ohne großes Federlesens rauscht Not Faking It hinterher. Von Pete Agnew und Darrell Sweet nahezu in Punk-manier vorwärts gedroschen. Man spürt förmlich, wie die Band ihre Live-Energie hier ins Studio übertrug. In gerade mal neun Tagen war die Platte eingespielt. Der Fuß geht bei Turn On Your Receiver – laut Agnew ein Hit, hätte man ihn als Single veröffentlicht – nur gering vom Gaspedal, dafür swingt um so mehr in den Hüften und auch hier agieren die Vier einfallsreich und gestalten den Song äußerst interessant.

 

Angesprochene Coverversionen starten mit LITTLE FEATs Teenage Nervous Breakdown, wobei NAZARETH der Nummer komplett ihren Stempel aufdrücken. Der Drive bleibt erhalten, aber es klingt hier deutlich erdiger. Bei Freewheeler klopft Roger Glover, der auch bei diesem Album an den Reglerns saß, etwas Percussion dazu, was womöglich dem Groove dienlich war. Kommt jedenfalls ebenfalls gut. Der Hit des Albums ist natürlich die Adaption von Joni Mitchells This Flight Tonight. Vielleicht die geilste Coverversion eines Songs überhaupt. Ganz klasse, was die Herren da kreiert haben.

 

Bei Child In The Sun frönt die Band einem Hang zu Folkmusik, präsentiert aber auch schon ihre Fähigkeit, außergewöhnliche Rockballaden zu schreiben. Die Ballad Of Hollis Brown, ein früher Bob Dylan-Song, erinnert dann wiederum mehr an GRAND FUNK RAILROAD oder BLACK SABBATH, als an den Folk-Barden. Über neun Minuten abspacen.

Die vier Zusatz-Tracks stammen aus einer BBC Session, die erstmals im August 1973 gesendet wurde. Würde mich mal interessieren, wer die zweite Gitarre gespielt hat....

 

Aber, anyway, auch hier wird man schnell mitgerissen, wobei natürlich Razamanaz und Bad Bad Boy wieder eine Klasse für sich sind, vor allem vom Organ McCaffertys getrieben. Ein weiteres Album, das in keiner ernsthaften Rockmusik-Sammlung fehlen darf. In dieser Aufmachung, im schönen Digi-Pack und interessantem Booklet ohnehin nicht.

 

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