MSG

The 30th Anniversary Concert - Live In Tokyo DVD

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 05.10.2010
Jahr: 2010
Stil: Hard Rock, Heavy Metal

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


MSG
The 30th Anniversary Concert - Live In Tokyo DVD, in-akustik, 2010
Gary BurdenLead Vocals
Michael SchenkerLead Guitar
Wayne FindleyRhythm Guitar, Keyboards, Backgorund Vocals
Neil MurrayBass
Simon PhillipsDrums
Produziert von: Koko Akutsa Länge: ca. 139 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Welcome Howl10. Into The Arena
02. Feels Like A Good Thing11. Lost Horizons
03. Cry for The Nations12. Rock My Nights Away
04. Let Sleeping Dogs Lie13. On And On
05. Armed And Ready14. Attack Of The Mad Axeman
06. Victim Of Illusion15. Ride On My Way
07. Are You Ready To Rock16. Rock Bottom
08. I Want You17. Dance Lady Gypsy
09. A Night To Remember18. Doctor Doctor
Bonus:
01. The L.A. Rehearsel02. Backstage Impressions

Wie sich die Herrschaften Schenker, Barden & Co. bei ihrem 30-Jährigen angehört haben, haben wir uns ja nun bereits angehört und so bleibt nur noch ein prüfendes Auge auf die visuelle Darstellung werfen.
Die mittelgroße Halle in Tokyo war offenbar gut ausverkauft und lieferte den passenden Rahmen für dieses Konzert. Da darf man nicht jede Falte zählen, aber natürlich sind die Herren allesamt in die Jahre gekommen. Einzig der Amerikaner Wayne Findley kommt ob seines vergleichsweise jugendlichen Alters da gut weg. Auch bei Schenker ist's nicht so schlimm, denn bei dem schaut man meistens auf die Finger. Was schon die Existenz dieser DVD rechtfertig, denn so kann man doch den ein oder anderen Lick erhaschen. Die Lederjacke ist nahezu die gleiche wie vor 30 Jahren und die etwas ungelenke x-beinige Pose bei seinen Soli ebenfalls. Da ist dem Michael früher schon ab und an mal der Speichel aus dem Mund getropft, ob seiner Konzentration auf die Saiten.
Die Marshall-Breitwand steht natürlich auf seiner Seite und überhaupt ist er unangefochtener Star des Abends.
Sänger Gary Barden tänzelt eher neben ihm her und ist auch nicht mehr der Einpeitscher vergangener Tage. Auch Neil Murray ist kein Chris-Glenn-Fuß-auf-dem-Monitor Aktivposten, sondern gesellt sich wie eh und je lieber zum Schlagzeugpodest und wippt leise mit. Sound hat er immer noch einen tollen und die Finger laufen noch wie zu seligen WHITESNAKE-Zeiten. Hört und sieht man nicht nur beim Solo von Into The Arena
Auch Simon Phillips ist noch ungeheuer auf Draht. Der Mann wird ja auch nicht jünger, aber zu sehen wie der noch seine Wirbelstürme über die Toms laufen lässt, ist schon toll.

Wayne Findlay ist ständig in Bewegung, spielt die Keyboards und die Rhythmusgitarre in fliegendem Wechsel, bewährt sich auch als Headbanger, aber ich kann mir nicht helfen, irgendwie würde der in einer Heavy-Metal Kapelle besser aussehen. Zumal er hinter seiner Sonnenbrille und seinem Haarwerk teilweise etwas unzugänglich wirkt.
Spaß macht es immer wieder, Schenker bei seiner Griffbrettakrobatik zuzusehen. Die Misstöne zu Beginn von Lost Horizons erklären sich hier auf der DVD schnell, da Michael hier die Saiten seiner Gitarre von den Händen der Fans anschlagen lässt und wo der Mittelteil von Rock Bottom auf CD etwas ermüdend wirkt, ist das schon etwas anderes, wenn man den Gitarristen dabei zusieht, ja aus nächster Nähe auf die Finger schauen kann.
Als Bonus finden sich auf der DVD noch Mitschnitte von den Proben in Los Angeles, mit eingestreuten Interviewschnippseln. Hier mutet es etwas eigenartig an, wenn man den Schenkers Michel auf Englisch radebrechen hören muss. Bei seinen Kollegen kommt das doch etwas schöner und so kann man Simon Phillips Erinnerungen an die Aufnahmen zur ersten MSG-Scheibe folgen und realisiert, dass der Mann diese Songs zum ersten Mal in seinem Leben live im Konzert spielt. Vom touren hielt ihn damals sein Engagement in der JEFF BECK GROUP ab.
Witzig, wie sich solche Altbekannten wie Phillips und Neil Murray mit ihrem Namen und dem gespielten Instrument vorstellen, als wären sie Frischlinge. Auch Murray hat ein paar Gedanken an die früheren Zeiten beizutragen und gewohnt freundlich und ganz uneigennützig stellt er fest: "Warum sollte Michael mich nehmen, wenn er Chris Glenn haben könnte?"

Selbst der Roadie kommt zu Wort und als weiterer Bonus gibt es Soundcheck- und Backstageeindrücke vom Konzert in Tokyo. Es sind zwar "nur" ein paar Dutzend Fans, die danach vor der Halle warten, aber die reagieren beim Anblick des blonden Deutschen immer noch hysterisch und drängen sich um Autogramme und Händeschütteln.
Wie fast vermutet, ist so eine DVD halt immer noch das schönere "Live-Erlebnis", auch wenn es optisch nicht mehr so zur Sache geht, wie zu den Glanztagen von MSG. Mann muss ja nicht immer so genau hinschauen.

Epi Schmidt, 02.10.2010

 

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