MSG

M.S.G.

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.12.2012
Jahr: 2012
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


MSG
M.S.G., Cherry Red Records, 2012 (1992)
Michael SchenkerGuitars
Robin McAuleyVocals
James KottakDrums
Jeff PilsonBass
Produziert von: Kevin Beamish Länge: 53 Min 41 Sek Medium: CD
01. Eye07. Invincible
02. Paradise08. What Happens To Me
03. When I'm Gone09. Lonely Nights
04. This Broken Heart10. This Night Is Gonna Last Forever
05. We Believe In Love11. Never Ending Nightmare
06. Crazy

Die große Inspiration hatte sie nicht gepackt bei der Namensgebung für ihr 1992er Album, die McAULEY SCHENKER GROUP oder einfach MSG, wie man dank des Leadsängers Familiennamen immer heißen durfte. Ein bisschen mehr als "M.S.G." hätte man schon erwarten dürfen, aber bei den Songs wurde man ja auch nicht sonderlich von der Muse besprungen. Viel zu sagen hatte der Rest der Band noch nie und zu dem Zeitpunkt wurden die Mitspieler schon gar nicht mehr abgebildet. Die beiden Bandnamensgeber schauten allein in die Kamera und in gewisser Weise auch durch die Röhre. Den ausbleibenden Erfolg jetzt allein dem Aufkommen von Grunge und der Seattle-Szene in die Latschen zu schieben, erscheint mir etwas zu einfach.
Aber immerhin sind die entsprechenden Worte im schön und ausführlich gestalteten Booklet dieser Neuauflage vorhanden und relativ aktuell. Ja, gut, es war die Idee der Plattenfirma, ausgerechnet die mittelschwülstige Ballade When I'm Gone als erste Single zu veröffentlichen, aber irgendwer hat das Teil ja auch geschrieben.
Die Stimme von Robin McAuley ist ja nicht von schlechten Eltern und was Michael Schenker kann, wissen wir, aber das ist einfach zu beliebig.

Man hört oft genug gute Ansätze und mag sich voreilig freuen. So rockt Eye zu Beginn nicht so übel los und Schenkers Riffs treiben wie gewohnt. Jedoch, wenn eigentlich der Killer-Refrain kommen sollte, hüpft man in ein Tralala, welches man schon dem Metal-Nachwuchs der Mittelachtziger nicht mehr verziehen hat. Erinnert mich irgendwie an Doro …
Auch Paradise hat ein gewisses Potenzial, aber wenn es dann schon mit den Oh-ho-oh-ho-Gesängen losgeht, enteilt die Inspiration hörbar. This Broken Heart fällt auch in die Kategorie Pop-Rock und bräuchte zwingend eine Eiseninjektion.
So wie bei We Believe In Love versucht man offenkundig, häufig keltische Weisen in den Sound zu integrieren und scheitert meist schmählich. Einfach so eine Bierzeltmelodie daher zu leiern, damit ist es nicht getan.
Die Ohren öffnen sich mit einem lauten "Klick", wenn die wuchtigen Akkorde von Crazy diesen Song eröffnen. Könnte man sich fast im Repertoire von Ronnie James Dio (wird der da oben auch ordentlich versorgt??) vorstellen, nur hätte der sich diese albernen Chöre verbeten. Tja, das wäre ihre Chance gewesen! Ab hier scheinst es mir trotzdem etwas besser zu werden und vor allem Schenker schleudert in einigen Songs ein paar herrliche Soli aufs Tape.

So eine Ballade wie What Happens To Me hätte Klaus Meine auch gerne nochmal zwischen die Stimmbänder bekommen. Das Einzige, was später für ihn abfiel, war aber der Drummer James Kottak, der hier die Felle streichelt. In SCORPIONS-Konzerten wäre der Song ein sicherer Augenbefeuchter.
Lonely Nights erinnert ganz entfernt an Attack Of The Mad Axeman. Na ja, ganz, ganz entfernt. Mit This Night Is Gonna Last Forever ist - Überraschung - wieder eine Ballade (scheint damals in Mode gewesen zu sein). Never Ending Nightmare - also das finde ich jetzt übertrieben für dieses Album - erinnert nochmals an die SCORPIONS und man wartet über fünf Minuten, bis der Song endlich loslegt. Dann blinzelt tatsächlich mit Schenkers Griffbrettarbeit nochmals die Sonne durch, aber leider nur ein paar Sekündchen.
Tja, wer auf die frühen MSG-Scheiben steht, der wird hier nicht zufrieden sein, wer die späten SCORPIONS mag, hat vielleicht eher Glück. Ich zieh mir jetzt die ersten beiden Scheiben der Band rein.

Epi Schmidt, 05.12.2012

 

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