Morgana Lefay

Grand Materia

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.07.2005
Jahr: 2005

Links:

Morgana Lefay Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Morgana Lefay
Grand materia, Black Mark, 2005
Charles RhytkönenVocals
Tony ErikssonGuitars
Peter GrehnGuitars
Fredrik LundbergBass
Robin EngströmDrums
Produziert von: Morgana Lefay Länge: 59 Min 45 Sek Medium: CD
1. Grand materia7. I ran
2. My funeral is calling8. Emotional sanctuary
3. Only endless time remains9. Angels deceit
4. Hollow10. The operation of the sun
5. Edge of mind11. Blind
6. On the other side12. My task is done

Neues aus Bollnäs, Schweden, der kleinen Ansammlung menschlicher Behausungen mit dem wohl höchsten Pro-Kopf-Vorkommen an Metal-Bands in Europa.

Mit dem neuen Album von MORGANA LEFAY habt ihr genau zwei Möglichkeiten. Variante eins, und das ist der einfachere Ansatz: Ihr werft "Grand materia" in euren CD-Player und gebt dem Teil einige Durchläufe, die das Album einfach braucht, um damit so richtig warm zu werden. Dann jedoch könnt ihr euch an einem überzeugenden Power Metal-Werk amerikanischer Prägung erfreuen, das bisweilen Erinnerungen an METAL CHURCH oder frühe SAVATAGE herauf beschwört.

Die Alternative: Ihr nehmt euch einen Drink, etwas Zeit, und macht es euch gemütlich um ausgiebig in das fette Booklet einzutauchen und euch in die Thematik von "Grand materia" einzulesen.

Ein Auszug aus "The secret doctrine" der nicht ganz unumstrittenen Mystikerin und Hexe Helena Blavatsky bietet den Einstieg. Die sich anschließende Geschichte beginnt im Jahre 1354 in Paris. Einem Schreiber begegnet im Traum ein Engel, der ihm prophezeit, dass er ein Buch finden wird, dass ihm das Geheimnis der "Grand materia" enthüllen wird, jenes Stoffes der Alchimisten dazu befähigen wird Gold zu erschaffen.

Natürlich gelangt der Protagonist in den Besitz des Buches, das weitaus mehr Geheimnisse birgt, als es zunächst den Anschein hat. Der Held der Geschichte gewinnt durch das Studium des Buches zumindest für die nächsten siebenhundert Jahre die Unsterblichkeit und erlangt die Fähigkeit die Pforten zu einer Parallelwelt zu öffnen. Er erkennt, dass er im Laufe der Jahrhunderte dem großen Ziel unzähliger Gelehrter und Alchemisten immer näher kommt: Der Entdeckung des 'Steins der Weisen' und der Erkenntnis über dessen wahre Bedeutung.

Eine faszinierende und facettenreiche Geschichte, die sich jedoch schnell als einige Nummer zu groß erweist. Das 'fette' Booklet ist dann doch nicht 'fett' genug. Diese Thematik nur oberflächlich in kurzen Songtexten und längeren prosaischen Ein- und Überleitungen anzureißen wird ihr einfach nicht gerecht. Das hätte ich schon gerne etwas detailierter in mindestens drei Bänden mit jeweils achthundert Seiten aufwärts.

Die Beschäftigung mit mystischen und esoterischen Themenkomplexen zieht sich wie ein roter Faden durch die Veröffentlichungsgeschichte von MORGANA LEFAY, doch nie war es so offensichtlich, wie auf "Grand materia", dass die Band bei der Präsentation ihrer anspruchsvollen Inhalte an ihre natürlichen Grenzen stößt.

Vielleicht ist es dann doch der befriedigendere Ansatz sich schlicht und ergreifend an der Musik zu berauschen und sich einfach grandiosen Stücken wie Hollow hinzugeben, denn leider darf es bezweifelt werden, ob Texter und Sänger Charles Rytkönen jemals das Medium wechselt und als Buchautor in Erscheinung treten wird.

Martin Schneider , (Impressum, Artikelliste), 06.07.2005

 

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