Mike Oldfield

Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.08.2012
Jahr: 2012
Stil: Prog-Folk-Pop

Links:

Mike Oldfield Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Mike Oldfield
Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield, Universal Music, 2012
Mike OldfieldGuitars, Bass, Drums, Keyboards, Synthesizer, Voices, etc
Maggie ReillyVocals
Roger ChapmanVocals on Shadow On The Wall
div. weitere Musiker
Produziert von: Mike Oldfield Länge: 157 Min 23 Sek Medium: CD
Disc One:
01. Tubular Bells (Part One)06. Amarok (Part Two)
02. Ommadawn (Part One)07. Sentinel
03. Crisis08. Supernova
04. The Lake09. Ascension
05. Amarok (Part One)10. The Tempest
Disc Two:
01. Guilty11. Tattoo
02. Family Man12. The Song Of The Sun
03. Five Miles Out13. Summit Day
04. Moonlight Shadow14. Lake Constance
05. Shadow On The Wall15. Broad Sunlit Uplands
06. To France16. The Doge's Palace
07. Etude17. Amber Light
08. Magic Touch18. Angelique
09. Islands19. On My Heart
10. Heaven's Open

"The Very Best Of", wenn man das liest, sträuben sich einem als "ernsthafter" Musikliebhaber gemeinhin die Nackenhaare. Allzu oft wird da eine Aneinanderreihung der Hits präsentiert und die - subjektiv - "besten" Songs nicht berücksichtigt. Dass es in diesem Fall der Meister selbst ist, der die Zusammenstellung übernahm, beruhigt im Vorfeld nur gering.
Immerhin ist hier eine Doppel-CD draus geworden und die beiden Silberlinge sind auch bis an den Rand gefüllt mit dem, was Oldfield als sein "Bestes" ansieht.
Die Meinungen hierüber dürften auseinandergehen, wurde der Brite doch mit progressiven Instrumentalalben Mitte der 70er bekannt und berühmt und Anhängern dieser ersten Phase dürften spätestens nach "QE2" die Mundwinkel verschmerzt nach unten gezogen haben. Manchen war schon "Platinum" zu poppig.
Dass man die entsprechenden Alben - "Tubular Bells" und "Ommadawn" - nur mit dem jeweiligen "Part One" abspeist, ist wahrscheinlich ein kleiner Affront. Und ehrlich gesagt: Fans von Get To France werden sich kaum für das folkig-keltisch inspirierte Klangsammelsurium dieser frühen (Meister-) Werke begeistern können und die entsprechenden Anhänger kaum für den Hitparaden-Pop von Moonlight Shadow.

Aber das sind nun mal die "Two Sides" des stillen Künstlers und so können sich Teilzeit-Hörer hiermit doch einen kleinen Überblick über dessen Arbeiten verschaffen.
Natürlich müssen die LP-Seitenlangen Stücke hier auf gut die Hälfte gekürzt werden, sonst wären nach Tubular Bells (Part One), Ommadawn (Part One) und ... ja, wo ist eigentlich "Hergest Ridge" abgeblieben? Kein Ton von dem Album findet sich hier. Um den Gedanken zu Ende zu führen: Die erste CD wäre sonst schon voll.
Nun aber: Weder von "Hergest Ridge", noch von "Platinum", noch von "QE2" findet sich hier ein Ton. Das dürfte manchen betrüben, mir als eher "entfernter Sympathisant" genügt das durchaus auch so.
Der Besitz einer Musikkassette mit dem Album "Discovery" und längere Autofahrten mit meiner damaligen Freundin brachte mir jenes Album näher und wenn es mir heutzutage auch etwas zu glatt erscheint, so macht der "Sphären-Boogie" von The Lake auch jetzt noch einigermaßen Spaß. Bei Amarok (1990) fühlten sich dann tatsächlich wieder einige Fans der ersten Stunde angesprochen. Durchhaltevermögen zahlt sich halt manchmal aus. In der Tat erinnern die beiden "Excerpts" hier an die Klänge der ersten Alben. Der Flamenco-Einwurf ist mir dennoch etwas zu platt.
Mit "Tubular Bells 2" folgte bald darauf die Fortsetzung - Anknüpfung - an seinen Klassiker. Sentinel verdeutlicht da schon, worauf sich die überwiegenden Jubelrufe der Fanschar begründen.
Sind auf der ersten CD die progressiveren Songs vertreten, versammeln sich auf der zweiten eher die "Hit-Singles". Diese werden angeführt von Guilty, welches kurz vor Beginn der 80er Jahre den "Proggern" den Schritt auf die Tanzflächen der Discotheken erleichterte. Den Radiosendern kam der Ohrwurm Family Man entgegen, wenn man diese Nummer auch eher bei Schwester Sally vermutet hätte.

Natürlich finden sich hier auch die ganzen anderen Hits, wie das Vocoder-Experiment Five Miles Out, der aalglatte Pophit Moonlight Shadow und die kongeniale Zusammenarbeit mit Roger Chapman Shadow On The Wall.
Etude stammt aus dem Soundtrack "Killing Fields" und klingt auch nach Filmmusik. Hat ein bisschen was von Ennio Morricone, nicht?
"Islands" ist hier mit Magic Touch vertreten und das genügt auch schon fast. Auch Bonnie Tyler röhrt im Titelsong des Albums gewohnt.
Gleich vier Songs vom "The Millenium Bell"-Album sprechen eine deutliche Sprache. Das Album kam gut an und Titel wie Broad Sunlit Uplands und Amber Light wissen mit ihrer Vielfältigkeit - und trotzdem knapp gehalten - zu überzeugen. Gerade bei Amber Light kommen Erinnerungen an die Afro-Band JABULA auf, mit der Oldfield schon früher zusammengearbeitet hat.
Angelique lässt mich die Zerstrittenheit der Fans zum zugehörigen Album ("Light - Shade") verstehen. On My Heart konnte 2008 doch die Meisten wieder versöhnen. Leider gibt On My Heart dazu nur einen sehr kurzen Einblick (2:27 Minuten).
Der Kosmos des Mike Oldfield kann sich mit dieser Doppel-CD nicht erschließen, aber den Kopf zur Tür reinstecken und sich von ein paar meisterlichen Tönen verzaubern lassen, das geht auf "Two Sides" allemal.

Epi Schmidt, 04.08.2012

 

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