Midstokke

Private Stokke

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.02.2006
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Midstokke
Private Stokke, Eigenvertrieb, 2005
Steve Vocals, Harmonica
Kenny Guitar
Ted Guitar
Fraser Bass
Cory Drums
Produziert von: Lehmannbrau & Midstokke Länge: 46 Min 57 Sek Medium: CD
1. Rising Sun7. The F**ker's B
2. Rubbafunk8. Happy Hour
3. Dog Fodder9. City Streets
4. Gypsy Road10. Chains
5. Questions11. Secrets From Silence
6. Riot

Kurz mal etwas Rückkopplungsgeheul und schon steigen MIDSTOKKE voll in Rising Sun, den Opener ihres Albums "Private Stokke" ein. Dabei erinnern sie nicht wenig an die Finnen von HAVANA BLACK.
Die leicht funkige Note wird beim folgenden Rubbafunk deutlich verstärkt, woran nicht nur der Einsatz des Wah-Wah Pedal mitstrickt. Auch dem Bass wird viel Platz eingeräumt. Dürfte live für gehörig Stimmung sorgen und auch Jam Rock Freunde ansprechen, auf der CD ist mir der Klang etwas schwachbrüstig.
Der hypnotische Groove von Dog Fodder kann einen durchaus fesseln. Der Sänger erinnert mich etwas an Eddie Vedder und sein Gesang klingt auch ähnlich überzeugend. Gegen Ende des Titels versteigt sich die Band in eine Art LED ZEPPELIN-Zitat, welches sie aber ganz geschickt als Überleitung zu Gypsy Road benutzt. Hier kommen zum Teil zweistimmige Gitarrenfiguren hervor, welche ebenso wie der flirrende Background Southern Stimmung aufkommen lassen.

Richtig gut gefällt mir Questions, mit seinem dynamischen Aufbau. Als Southern-Ballade beginnend - erinnert nicht wenig an BROTHER CANE - um dann in einen treibenden Rockrhythmus überzugehen und äußerst engagiert zu werkeln und dann wieder auf halbe Geschwindigkeit zu drosseln und sich in WISHBONE ASH-Linien zu ergehen.
Ein ähnliches Muster wird bei Riot gestrickt, das eher verhalten mit einem 'Indianer'-Rhythmus unterlegt beginnt, aber dann immer mal in richtige harte Klänge übergeht, die durchaus auch bei Rap- und NuRock Freunden gefallen finden dürften.
Das gehetzte The F**ker's B hat richtige gute Teile, z.B. wenn, von einer scharfen Blues-Harp angetrieben, geradeaus gerockt wird, aber es gibt so viele Breaks und abgedrehte Rhythmen und Sounds, die mich die rote Linie in dem Song vermissen lassen.

Die Mischung zwischen leicht einschmeichelnden, auch mal zweistimmigen Gitarren und "voll gegen die Glocke"-Brettern scheint mir etwas die Masche von MIDSTOKKE zu sein. An die BLACK CROWES, wie der Mailorder meint, erinnern sich mich damit nicht sonderlich und mir gefällt es auch besser, wenn die stilistischen Sprünge in den Songs nicht zu groß sind.
Wenn das wie in Chains der Fall ist, dann klingt das auch einiges homogener und kommt entsprechend gut.
Im finalen Secrets From Silence laufen sie dann wirklich noch mal zu ganz großer Form auf und steigern sich in diesen hymnischen Titel richtig klasse rein. Besonders die Gitarren umwirbeln sich, wie man es eigentlich nur noch von den 'Dinosaurier-Bands', kennt.
Na, das war doch ein versöhnlicher Ausklang. Da steckt noch einiges an Potenzial in dieser Truppe, auch wenn noch nicht alles glänzt.

Epi Schmidt, 24.02.2006

 

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