Meat Loaf

Welcome To The Neighbourhood - Collectors Edition

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 05.06.2011
Jahr: 2011
Stil: Pomp Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Meat Loaf
Welcome To The Neighbourhood - Collectors Edition, Virgin, 2011 (1995)
Meat LoafVocals
Steve BusloweMusical Director, Bass
Kenny AronoffDrums
Paul JacobsPiano
Jeff BovaKeyboards, B3
Tim PierceGuitars
Pat ThrallGuitars
Mark AlexanderPiano
Patti RussoVocals
Kasim SultonAcoustic Guitar
Sammy HagarVocals and Guitar on Amnesty Is Granted
Steven Van ZandtGuitar on Amnesty Is Granted
Eddie MartinezGuitar
John MiceliDrums on Where Angles Sing
Produziert von: Ron Nevison Länge: 150 Min 18 (CD) Sek Medium: CD & DVD
CD 1: Original Album
01. Where The Rubber Meets The Road10. If This Is The Last Kisss (Let's Make It Last All Night)
02. I'd Lie For You (And That's The Truth)11. Martha
03. Original Sin12. Where Angles Sing
04. 45 Second Of EcstacyBonus Tracks:
05. Runnin' For The Red Light (I Gotta Life)13. Come Together
06. Fiesta de Las Almas Perdidas14. Let It Be
07. Left In The Dark15. Oh, What A Beautiful Morning
08. Not A Dry Eye In The House16. Is Nothing Sacred (feat. Patti Russo)
09. Amnesty Is Granted
CD 2: Bonus Tracks (Live In Concert)
01. Life Is A Lemon And I Want My Money Back07. Dead Ringer For Love
02. Where The Rubber Meets The Rubber08. I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)
03. I'd Lie For You (And That's The Truth)09. Runnin' For The Red Light (I Gotta Life)
04. Amnesty Is Granted10. Midnight At The Lost And Found
05. You Took The Words Right Out Of My Mouth11. Whatever Happened To Saturday Night
06. All Revved Up With No Place To Go12. Bat Out Of Hell
DVD:
01. I'd Lie For You (And That's The Truth) - Promo Video04. Not A Dry Eye In The House - Top Of The Pops February 1996
02. Not A Dry In The House - Promo Video05. Interview with Meat Loaf
03. I'd Lie For You (And That's The Truth) - Top Of The Pops October 1995

Die Karriere von Meat Loaf hatte schon immer Breitwandformat, also was läge näher, als das Album "Welcome To The Neighbourhood" als eine Art Filmstory zu inszenieren, mit Bildern wie aus der großen Hollywoodzeit in den 40ern.
Eigentlich war das Album ja als nächster Teil der "Bat"-Trilogie gedacht. 1993 hatte es noch zum zweiten Teil gereicht, aber wenn es einen größeren Schauspieler als Meat selbst gibt, dann ist das Jim Steinman. Der war der Mastermind hinter dem ersten "Bat Out Of Hell" Album, aber im Vorfeld dieses Albums suggerierte er den Interessierten ein wundersames Gebäude an Ideen und Songs, welches sich überwiegend als Luftschloss erwies.
Also, Texaner, der er ist, nahm unser Marvin das wieder in die eigenen Pranken, verbot seinem Manager den Zusatz "Escape From Hell" (Jahre später kümmerte sich Meat Loaf persönlich um das dritte "Bat"-Album) und engagierte Ron Nevison als Produzent, mit der Unterstützung von Sammy Hagar und Steven Van Zandt.
So weit zur Vorgeschichte.

Wer's damals verpasst hat, für den gibt’s nun diese "Collectors Edition" mit zusätzlichen Tracks, Live-CD und DVD. Ein Meat-angemessenes opulentes Werk.
Where The Rubber Meets The Road eröffnet das Album und sofort sind sie wieder da, diese Großformat-Chöre im Refrain und die Band agiert gewohnt perfekt und trotzdem mit Elan und Power. Einer Mannschaft in der solche Könner wie Tim Pierce - nein, erzähl ich nicht schon wieder, wo der überall gespielt hat - und Kenny Aronoff - gleichfalls - mitspielen, macht man einfach nichts vor. Die weiß, wo der Hase lang läuft. Eine angenehme Härte verbreiten die Gitarren, aber natürlich bringt unser Tanzbär wieder seine ganz eigene Dramatik mit ein, sodass die Nummer fast geflüstert verklingt.
Immerhin schon mal ein guter Einstieg und darauf folgt gleich die Hit-Single I'd Lie For You (And That's The Truth), geschrieben von Diane Warren. Entsprechend geht die Nummer dann auch etwas in die Soul-Pop-Richtung, mit den Meat-typischen Elementen, wovon mir Patti Russos Stimme hier am meisten Freude bereitet.
Irgendwie muss ich bei dieser Nummer ein bisschen an QUEEN denken. Der Song würde Freddie bestimme auch gefallen haben. Auf der anderen Seite, komme ich nicht umhin, mit vorzustellen, ob Meat Loaf nicht auch mit den anderen QUEEN-Mitgliedern gut harmonieren würde ...
Eine von zwei Beiträge Jim Steinmans ist Original Sin. Ist zwar eigentlich nicht übel und dramatisch wie immer, aber irgendwie fehlt mir die "Tiefe", plätschert mir das etwas zu gleichmäßig dahin. Erinnert mich ein bisschen an One Night In Bangkok, oder wie das hieß.
Deutlich witziger sind die 45 Seconds Of Ecstacy, in dem Meat den 50er Gospel-Pop Gesang komplett Susan Wood überlässt. Dauert aber auch nicht lange.
Dann scheint mir ein kleiner Diebstahl stattzufinden, denn die Akkorde von Runnin' For The Red Light sind deutlich von Good Time übernommen, dem alten EASYBEATS-Song, den Jimmy Barnes so genial interpretiert. Im Booklet wird deutlich, dass die Credits bei Vanda und Young bleiben und Meat nur neue Worte geliefert hat. Nicht schlecht - ans Original kommt es nicht heran.

Ein kleines spanisch-mexikanisches Intermezzo folgt und mit Left In The Dark Steinmans zweiter Beitrag. Mir wieder etwas zu abgelutscht.
Not A Dry Eye In The House hat natürlich wieder diese unnachahmlich-tollen Chöre und einen eingängigen Refrain, aber mir ist diese Ballade doch etwas zu lahm. Dafür kracht es hinterher umso mehr. Da langen auch Sammy Hagar und Steven Van Zandt mit in die Saiten und so wird aus Amnesty Is Granted ein dreckiger Rocker, der ordentlich Drive reinbringt. Irgendwie flacht es mir danach aber etwas ab, oder ist es diese Überfrachtung, die man auf die Dauer nicht erträgt? Zuviel Kalorien sind halt auch nichts.
Auch Tom Waits' Martha bekommt da einen Zuckerguß, der es schwer bekömmlich macht. So endet das Album schwächer als es begonnen hat.
Schwung kommt aber nochmals mit den ehemaligen B-Seiten - die hier als Bonus Tracks angefügt sind - herein. Natürlich hat man Come Together und Let It Be schon oft genug, in allen möglichen Varianten gehört, und ob man den Meat Loaf'schen Pathos braucht, kann jeder selbst entscheiden, aber mir gefallen diese Akustikfassungen recht gut und dass die 1999er Single mit Patti Russo, Is Nothing Sacred, enthalten ist, ist ja auch recht nett.

Ein Konzert mit "I Want My Money Back" (Life Is A Lemon)zu eröffnen, entbehrt auch nicht einer gewissen Ironiebereitschaft, aber so beginnt die beiliegende Live-CD. Diese wurde 1995 im legendären New Yorker Beacon Theatre aufgenommen, mit Ausnahme von zwei Songs.
Im Prinzip wird hier das gewohnte Programm abgespult, wobei mir die Umsetzung gut gefällt und der Sound doch, gegenüber den 70er/80er Jahren, einiges an Härte zugelegt hat. Kommt gerade im Konzert gut.
Als besonderes Schmankerl, darf man sich den "Fleischkloß" dann noch auf der Bühne ansehen und die Aufnahmen auf der DVD, u.a. aus den britischen "Top Of The Pops" dürften bisher den wenigsten bekannt gewesen sein. Internet hin oder her. Und wer es noch genauer wissen möchte, für den ist ein Interview mit Meat Loaf enthalten, in jener das "Making of Welcome To The Neighbourhood" diskutiert. Viel Spaß dabei. Aber kommt dem Mann nicht krumm!
Alles in Allem ein sehr schönes Teil, mit ein paar Songschwächen aber mit deutlich größeren Spaßanteilen.

Epi Schmidt, 03.06.2011

 

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