Maryslim

"Wenn Urrke ein Bier trinken geht..."

( English translation by Google Translation by Google )

Interview

Reviewdatum: 22.05.2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Maryslim
"Wenn Urrke ein Bier trinken geht...", Interview

Am Rande des Auftritts von MARYSLIM im Berliner Octopussy hatte ich Gelegenheit mit Bassist und Backing-S?nger Urrke ein kleines Gespr?ch zu f?hren. Da dies relativ spontan geschah, hatte ich mein Equipment f?r Interveiws nicht dabei, so dass jetzt nicht alles ganz bis auf's Komma genau notiert wurde. Ich habe aber nichts verf?lscht oder in den Mund gelegt, wir sind ja hier schlie?lich bei einem unabh?ngigen E-Zine.

Hooked on Music: Hallo, was sagst Du zur bisherigen Tour und zur Zuschauerresonanz? Bisher sind heute abend ja noch nicht so viele G?ste da (sollte sich noch ?ndern Anm. d. Red.).

Urrke: Also mir ist es egal, ob wir vor einem oder vor 1000 Zuschauern spielen, wir versuchen immer unser Bestes zu geben. Wenn ich selbst zu einem Konzert gehe, m?chte ich auch, dass die Band einen guten Job macht und mich als Zuschauer ernst nimmt. Au?erdem spricht sich das ja herum: Wenn du vor zehn Leuten eine gute Show abgeliefert hast, erz?hlen die das weiter und beim n?chsten Mal bringen sie noch Leute mit. Wenn du schlecht warst, wird es keiner einem anderen erz?hlen.

HoM: Euer neues Album "Split vision" ist seit kurzem auf dem Markt. Erz?hle mal etwas dar?ber, war es f?r Euch eine Weiterentwicklung?

Urrke: Oh ja, es war definitv ein Schritt nach vorn. Wir haben die Scheibe von Peter T?tgren produzieren lassen, der ja ansonsten mit HYPOCRISY oder PAIN deutlich h?rtere Sachen in der Mache hat. Wir sind zu ihm hingekommen mit der Platte von CULT "Sonic temple" und haben gesagt, wir wollen zwar nicht diese Musik spielen, aber dieser Sound, das ist es was uns vorschwebt. Der Sound ist dann auch super geworden, big und rockig, mit der n?tigen Aggressivit?t, wobei man vorsichtig sein musste wenn man bei Peter sagt, es soll aggressiv klingen (lacht und ahmt HYPOCRISY-Grunzen nach) und dennoch auch warm. Und als wir dort hinkamen, hatte er alles voller KISS-Sachen, einen KISS-Flipper, Poster und so weiter. Da war er f?r mich als gro?er KISS-Fan gleich so etwas wie ein ?lterer Bruder. Bist Du auch ein gro?er KISS-Fan?

HoM: Ehrlich gesagt nein, eher schon CULT oder MOT?RHEAD.

Urrke: Ja, KISS sind auch mehr und mehr zum Abklatsch eines Show-Acts geworden. Wenn sie schon den Gitarren-Roadie zum Ace Frehley umschminken, ist das nicht mehr lustig, sondern eigentlich nur noch traurig.

HoM: Mot?rhead dagegen leben noch.

Urrke: Ja, die leben noch und rocken richtig. Die haben ja auch seit einiger Zeit schon einen schwedischen Drummer.

HoM: A propos Schweden. Wie kommt Ihr mit den unz?hligen anderen schwedischen Bands in Eurer Sparte klar?

Urrke: Das ist gro?artig. Wenn ich in Stockholm ein Bier trinken gehe, treffe ich st?ndig jemand, der in einer Band spielt. Oft h?ngen da Jungs von KENT, die in Schweden die gr??ten Hallen f?llen, den HELLACOPTERS oder BACKYARD BABIES ab und man hat immer Spa? miteinander. Zwischen den schwedischen Bands gibt es auch keinen Neid, man sagt: 'Na, Ihr habt eine neue Scheibe' und freut sich mit den anderen dar?ber.
Vor kurzem waren wir in Spanien unterwegs. Da sagte ein Veranstalter zu uns, das macht wenig Sinn, Euch zu buchen, da etwa zur selben Zeit die BACKYARD BABIES unterwegs seien. Daraufhin habe ich mir das Telefon geschnappt und einen der Jungs von den BACKYARD BABIES angerufen. Die sagten: 'Was, Ihr seid auch in Spanien unterwegs, das ist ja cool!" Ich fragte dann, ob wir sie supporten k?nnten, da sagten sie na klar, und somit war das Problem gel?st.

HoM: Ich habe auch Euren Song auf der NOMADS-Tribute CD geh?rt. Wie kam es dazu?

Urrke: Das ist wirklich unglaublich. Seit ich klein bin, war ich Fan der NOMADS und jetzt haben wir sie bei Touren in Schweden supportet und den Song auf dem Tribute-Sampler eingespielt. So schlie?t sich ein Kreis.

HoM: Vielen Dank und enjoy the tour!

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Ingo von Rock This Town f?r die Erm?glichung des Interviews und die prima Unterst?tzung vor Ort.

Ralf Stierlen, 22.05.2004

 

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