Maryslim

A Perfect Mess

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.06.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


A Perfect Mess, Wild Kingdom, 2007
Kent Axen Guitar, Vocals
Mats Olsson Guitar, Vocals
Patrik Jansson Drums, Percussion, Vocals
Urrke T Bass, Vocals
Gast:
Jyrki69 Vocals (This Corrosion), Backing Vocals (Alive)
Produziert von: Peter Tägtgren Länge: 46 Min 26 Sek Medium: CD
1. A Perfect Mess7. High Wings
2. Final Warning8. Something New
3. All About The Money9. It All Comes Down
4. Alive10. Demons Of The Past
5. In Too Deep11. Me vs Myself
6. Part Of Me12. This Corrosion

Obwohl der Kollege Stierlen die Schweden von MARYSLIM bereits seit Jahren in der Mangel hat, ihre Alben hört, Interviews führt und ihre Konzerte besucht, hat's bei mir wieder etwas gedauert. Genauer gesagt, bis im Interview mit DIAMOND DOGS' Leadmaul Sulo der Name der Band fällt. Flugs krall ich mir das neue Album und ebenso flugs haut's mich fast vom Stuhl. Diese Musik kann man nur im Stehen ertragen. Und das am besten leicht breitbeinig und mit wackelndem Schädel. Das geht ja dermaßen geil ab!
Von einem eigenen Stil halten die Typ nicht allzu viel, aber warum auch? Die stehen auf AC/DC und auf KISS und ähnliche Filigrantechniker und verhüllen das mit keinem Ton. Erinnern tun sie mich dabei an die skandinavischen Kollegen D-A-D und, kaum weniger, an die britischen WILDHEARTS. Ähnlich wie die beiden Bands paaren MARYSLIM gesunde Härte mit dem untrüglichen Sinn für Melodien. Wenn's noch so sehr bruzzelt und smasht, es bleibt immer partytauglich.
Aber es fetzt schon gern, und leise ging es bei diesen Aufnahmen nicht zu. Das verdeutlicht schon der Opener und Titelsong: Riff-Rock mit Schmackes.

Spätestens beim zweiten Song spürt man die Punkattitüde der Band, die sich gern zurücknimmt um dir gleich darauf, wie aus dem Nichts, eine scheuert, dass das gegenüberliegende Ohr klingelt.
So geht es auch bei All About The Money munter drauf los, hart und druckvoll. Erinnert mich hier etwas an die SISTERS OF MERCY, was noch öfter der Fall sein wird. Und dann natürlich wieder der, stellenweise spartanische Stil, wo nur Bass und Drums poltern, wie ihn D-A-D gerne zelebrieren, bzw. auf die Art, wie sich Billy Idol bei Hardrock-Fans Liebkind gemacht hat. Alive heißt die Nummer.
Es darf auch mal hektischer zugehen, Punk mit Wave-Akzenten bei In Too Deep, als würden THE CURE zusammen mit den RAMONES rocken. Das ganze mit einem härteren Sound.
Hierzulande, will sagen deutschsprachig, kennt man vergleichbares am ehesten von den ÄRZTEN der "Westerland" Ära, und deren Fans sollte auch Happy-Good-Time-Rock a la High Wings gefallen. Das Intro hat wiederum was von D-A-D. Eine astreine Hit-Nummer.
Der Fuß steht auch bei Something New auf dem Gaspedal und selbiges liegt auf dem Boden. Da geht's einfach volle Power geradeaus, ohne Blick zurück, und ohne Verschnaufpause. Da schwitzt man schon fast beim zuhören.
Power-Pop'n'Punk auch bei It All Comes Down, wie man ihn auch von den WILDHEARTS kennt und liebt. Unvermutet kommt kurz vor Schluss doch noch so eine Art Ballade in Form von Demons Of The Past daher. Der Anfang könnte auch von POISON oder MÖTLEY CRÜE stammen, aber zu einer banalen Feuerzeug-Nummer verkommt der Song nicht. Obwohl: Auf die erprobte Guns N' Slash Sologitarre mögen sie hier auch nicht verzichten.
Und weil ich vorhin schon auf den SISTERS OF MERCY herumgeritten bin, folgt am Ende auch noch ein Song von denen. Für das pumpende This Corrosion wurde Jyrki69, seines Zeichens Leadsänger der Goth-Rocker 69EYES und Fan von MARYSLIM, für die Lead-Vocals verpflichtet. Entsprechend erhöht sich der Doom-Faktor und augenblicklich umrändern sich die Augen schwarz, während unsere Sommerbräune verblasst. Kommt geil!

Wer an Antriebsschwäche leidet, dem sei diese Scheibe verschrieben.

Epi Schmidt, 20.06.2007

 

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