Lostprophets

Liberation Transmission

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.08.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Liberation Transmission, Sony/BMG, Sony BMG, 2006
Ian Watkins Vocals
Jamie Oliver Decks, Samples, Backing Vocals
Lee Gaze Lead Guitar
Mike Lewis Rhythm Guitar
Stuart Richardson Bass
Produziert von: Bob Rock Länge: 48 Min 54 Sek Medium: CD
1. Everyday Combat7. Everybody's Screaming!!!
2. A Town Called Hypocrisy8. Broken Hearts, Torn Up Letters And The Story Of A Lonely Girl
3. The New Transmission9. 4:AM Forever
4. Rooftops (A Liberation Broadcast)10. For All These Times Son, For All These Times
5. Can't Stop, Gotta Date With Hate11. Heaven For The Weather, Hell For The Company
6. Can't Catch Tomorrow (Good Shoes Won't Safe you This Time)12. Always All Ways (Apologies, Glances And Messed Up Chances)

Ich bin ja immer etwas skeptisch, wenn Plattenfirmen einen großen Wirbel um ihre Schützlinge und deren neustes Werk machen, aber was die LOSTPROPHETS auf ihrem neuen Album "Liberation Transmission" vom Stapel lassen, ist gar nicht mal schlecht.
Ein bisschen Rumgeplänkel zu Beginn von Everyday Combat, so a la Punk mit Wave, aber dann geht's plötzlich schon fast Metal-mäßig zur Sache. Wow, was für ein druckvolles Gitarrenbrett!
Natürlich wird ordentlich aufs Gaspedal getreten und Ähnlichkeiten zu Postpunkern wie GREEN DAY oder den HIVES sind schon vorhanden, aber diese Jungs scheinen mir einerseits kompromissloser und andererseits mit dem richtigen Näschen für Melodien zum richtigen Zeitpunkt ausgestattet zu sein. Da dürfen denn ruhig auch wieder die RAMONES bemüht werden. Dass hier mit Samples etc. gearbeitet wird, darf nicht weiter erschrecken, denn es wird wirklich dezent eingesetzt und fällt kaum auf.

Was allerdings auffällt, ist die große Ähnlichkeiten zu den letzten drei, vier D-A-D Alben. Da hat man ähnliche Sounds und Attitüden präsentiert bekommen und ein Song wie A Town Called Hypocrisy hätte durchaus auf diese Scheiben gepasst.
Das ärgert mich jetzt schon wieder etwas, denn wahrscheinlich wird von diesem Album hier viel mehr verkauft, als von den letzten Outputs der Dänen.
Sei's drum, gut abgehen tut's auch hier. Rohe Gitarrenriffs und ein unnachgiebig vorantreibender Rhythmus sorgen für erhöhten Adrenalinspiegel und beim Autofahren sollte man The New Transmission nicht so laut aufdrehen, sonst reißt es einen echt mit und der Fuß fällt wie Blei aufs Gaspedal.
Hier und da kommen mir englische Bands wie die CLASH oder die BOOMTOWN RATS in den Sinn, wenn ich den LOSTPROPHETS zuhöre, aber natürlich nach der Transmission ins jetzige Jahrtausend. Den druckvollen Sound hat wohl auch Bob Rock am Mischpult mitverschuldet, der ja schon Heerscharen von Rockern - und Möchtegerns - zum amtlichen Brett verholfen hat. Ja, da werden sich manche wünschen, sie könnten so noch mal aufsatteln. Nicht wahr, Herr Hatfield?

Rooftops kommt stellenweise etwas zurückhaltender, hat wieder deutliche D-A-D Ähnlichkeiten, aber einen absoluten hymnischen Chorus und ist ein absoluter Hit. Oder sollte zumindest einer werden.
Neben einem Hang zu überlangen Songtiteln, haben die LOSTPROPHETS eben auch einen Hang zu mitreißerischen Melodien [meint er "reißerisch" oder "mitreißend"? Red.], die in kraftvollen Punkrock eingebunden sind. Na ja, eigentlich ist es bedeutend mehr Rock als Punk, aber die Attitüde ist schon eher punkig. BLOODHOUND GANG, falls Ihr noch einen Querverweis braucht.
Frühe U2 klingen bei manchen Titeln durch und, wie gehabt, bei Everybody's Screaming oder Always All Ways... die bereits erwähnten Skandinavier.
Und wenn Leadsänger Ian Watkins die Lungenflügel ordentlich aufpustet, bringt er eine äußerst passable Metal-Plärre zustande, die einem Sebastian Bach zu Zeiten von SKID ROW zur Ehre gereicht hätte. Da hört euch mal For All These Times Son, For All These Times diesbezüglich an.

Wie lange der Rausch anhält, den diese Scheibe im Kopf verursacht, kann man noch schlecht vorhersagen, aber zunächst mal dröhnt er sehr angenehm und verlangt einen Nachschlag.

Epi Schmidt, 10.08.2006

 

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