Lee Rocker

Burnin' Love

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.07.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Burnin' Love - The Best Of Lee Rocker, Hypertension Music, 2004
Länge: 69 Min 45 Sek Medium: CD
1. Burnin' Love12. Goin' Down Hard
2. Little Piece Of Your Love13. Movin' On
3. Miracle In Memphis14. Viva Las Vegas
4. Jimmy, Jimmy15. Those Days Are Done
5. Whiskey River16. Hard Headed Woman
6. Shame, Shame, Shame17. Rumblin' Bass
7. Shakey Town18. That's Allright Mama / Blue Moon Of Kentucky / Eastbound And Down
8. Darlin Darlene19. Bulletproof
9. Screaming Hunger20. Please Don't Touch
10. Take It Slow21. Evil
11. Memphis Freeze22. Rag Mama Rag

Irgendwie war er doch immer der Kerl bei den STRAY CATS: Lee Rocker! Klar, Brian Setzer stand als Sänger und Gitarrist im Mittelpunkt, war aber doch etwas mehr der affektierte Showman und Slim Jim Phantom hatte ein paar zu weiche Züge um als echter Mann durchzugehen. Lee ist schon durch seinen Job als Bassist, erst recht wenn man so ein Monstrum spielt, und seine ganze Art als typischer Rock'n'Roller am überzeugendsten gewesen: Cool, abgeklärt, auch mal wild auf seinem Instrument liegend, männlich.
Die aktuelle Wiedervereinigung und Tour der STRAY CATS liefert Grund genug für eine "Best Of" Scheibe die sich aus Songs aus den Solo-Alben von Lee plus sieben unveröffentlichten Tracks zusammensetzt.

Gut, um was es geht dürfte klar sein: Rock'n'Roll und Rockabilly in bester Stray Cats-Tradition. Der Elvis Presley Klassiker Burnin' Love bringt den Schlitten in die Spur und dann geht's dahin. Hin und wieder fällt es auf, dass die Stimme Lee's nicht ganz so druckvoll und rau rüberkommt wie die von z.B. Brian Setzer, aber man gewöhnt sich schnell daran und muss zugeben, dass sie ihren ganz eigenen Charme hat.
So geht's rauf und runter den Highway, das Verdeck unten und das Chrom glänzt in der Sonne, bis man schließlich in Viva Las Vegas landet und sich die Lichter der Stadt in den Gläsern der Sonnenbrille wiederspiegeln. Statt eines Cadillacs tut's vielleicht auch ein Golf, aber etwas Vorstellungskraft braucht man dann schon. Diese CD im Player hilft mit Sicherheit dabei!

Ist doch wieder mal herrlich, dem Slap-Bass von Lee Rocker zuzuhören, der eindrucksvoll demonstriert wie er einem Gitarristen den Rücken frei hält, während der sich mit seinen Licks durch die Vorstadt schlägt.
Besonders in dem Live-Medley That's Allright Mama / Blue Moon Of Kentucky / Eastbound And Down kommt der Bass richtig gut rüber, inkl. eines kleinen Solos, so dass man sich fragt wie diese Art Musik überhaupt ohne diesen "Slap" funktionieren könnte. Ohne jetzt die Leistungen der Gitarristen schmälern zu wollen, die ja auch alle einen sehr guten Job auf diesen Aufnahmen gemacht haben...
Mit Please Don't Touch gibt's auch einen Song, den auch die STRAY CATS aufgenommen haben (Album "Choo Choo Hot Fish"). Gefällt mir hier sogar noch besser, weil das 50's Feeling besser eingefangen wurde.
Tja, und jetzt lande ich doch noch mal im Blues-Rock, nämlich bei Rory Gallagher. Der hatte in seinem akustischen Material u.a. das hier abschließende Rag Mama Rag. Macht hier wie da Laune.

Außerdem beinhaltet diese Scheibe noch zwei Videos, von denen vor allem Blue Suede Shoes interessant ist, handelt es sich doch wohl um die letzte Aufnahmesession von Carl Perkins, bei der u.a. noch Eric Clapton, George Harrison, Dave Edmunds und weiter Stars mitwirkten.
So, und jetzt begebe ich mich ein weiteres Mal auf eine Reise zurück in die Zukunft der Vergangenheit... mmh, irgendwo muss doch noch eine Tube "Brisk" rumliegen...

Epi Schmidt, 09.07.2004

 

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