Laurence Jones

Take Me High

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.08.2016
Jahr: 2016
Stil: Blues Rock, Soul

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Laurence Jones
Take Me High, Ruf Records, 2016
Laurence JonesVocals, Guitars
Roger InnissBass
Phil WilsonDrums, Percussion
Bob FridzemaKeyboards, Hammond
Mike VernonBacking Vocals
Paul JonesHarmonica
Reuben RichardsVocals on Higher Ground, Backing Vocals on Live It Up
Produziert von: Mike Vernon Länge: 43 Min 43 Sek Medium: CD
01. Got No Place To Go06. Thinking About Tomorrow
02. Something's Changed07. Take Me High
03. Live It Up08. Down & Blue
04. Addicted To Your Love09. The Price I Pay
05. I Will10. Higher Ground

Britanniens bester Blues-Bube (ich halt sonst nicht so viel von „Beste“-Kategorien, aber das Wortspiel bietet sich so an) ist zwar gesundheitlich beeinträchtigt und war zeitweilig im Krankenhaus, aber an seiner Produktivität hat das anscheinend nichts geändert.
Mit „Take Me High“ legt er bereits das dritte Album für Ruf Records vor und erneut ist ihm eine richtige geile Blues-Scheibe gelungen. Gewiss ist der Anteil des legendären Produzenten Mike Vernon (hat unter anderem die frühen FLEETWOOD MAC-Scheiben produziert) kein geringer, aber beim Potenzial von Jones kitzelt das nur ein paar Extra-Prozent heraus.
Got No Place To Go kommt leicht funky, bestimmt von Laurence Jones‘ Lead-Gitarre, die im Solo keine Rhythmus-Gitarre als Unterstützung bekommt und auch gar nicht braucht. Insgesamt kann ich jetzt schon verraten, dass ich mich hier häufig an Jones‘ Landsmann Aynsley Lister erinnert fühle, wobei jener aufpassen muss, dass ihm da nicht bald einer den Rang abläuft.
Ein ums andere Mal ist es der direkte Gitarrensound, der mich auf diesem Album anspricht. Ob effektverfremdet, wie im soulig-groovigen Something’s Changed, oder straight-in-the-face, wie im Titelsong, der eine Reminiszenz an den staubigen Wüsten-Boogie ist.

Live It Up ist die Party-Nummer, die auch Scheintote wieder in Bewegung setzt und gleichzeitig direkt ins Ohr geht. Das Gitarren-Thema mag man fast mitsingen.
Gern widmet sich Laurence auch Midtempo-Groovern, wie Addicted To Your Love, wo er unter Beweis stellen kann, wie sich seine Stimme noch weiterentwickelt hat und er von fetten Rhythmus-Riffs in ein kreischendes Solo-Feuerwerk wechseln kann. Da ist nix mehr mit “beschaulich“!
Eher schon beim locker pendelnden Soul-Stück I Will. Auch das geht schnell und dauerhaft und könnte man glatt als Single-Hit auspreisen, würde denn so etwas mal im Radio gespielt. Und auch hier überzeugt das geschmackvolle Gitarrenspiel von Jones.
Das im Übrigen auch in einer poppigen Ballade wie Thinking About Tomorrow zu glänzen weis. Also wenn man das Album ein paar Mal gehört hat, kriegt man Songs wie diesen nicht mehr aus dem Schädel.

Trotzdem bleibt es “erdig“ und blues-verbunden, was mit Down & Blue auf derbe Art unterstrichen wird. Bin mir sicher, dass diese “Orgie“ live ein Highlight wird.
Zum Ende gibt’s zwei Schmankerl: Auf The Price I Pay - funky und nervös – ist Paul Jones (BLUES Band ) an der Harmonica zu hören, der hier zeigt, was er noch drauf hat. Kommt richtig gut!
Bei Higher Ground ist Reuben Richards (britischer Soul-Star) am Gesang vertreten. Die Nummer allerdings geht mehr Richtung Texas-Blues-Rock, mit einer effektiven Wendung in der Mitte. Ein würdiger und geiler Schluss für dieses Album. Ich kann nur hoffen, dass sich der verdiente Erfolg einstellt und Laurence Jones noch viele Alben für Ruf Records einspielt.

Epi Schmidt, 14.08.2016

 

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