L.A. Guns

Tales From The Strip

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.01.2006
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


L.A. Guns
Tales From The Strip, Mascot Records, 2005
Phil Lewis Lead Vocals
Steve Riley Drums, Backing Vocals
Adam Hamilton Bass, Backing Vocals
Stacey Blades Drums
Produziert von: Andy Johns Länge: 57 Min 52 Sek Medium: CD
1. It Don't Mean Nothing8. Rox Baby Girl
2. Electric Neon Sunset9. Crazy Motorcycle
3. Gypsy Soul10. Skin
4. Original Sin11. Shame
5. Vampire12. Resurrection
6. Hollywood's Burning13. Amanecer
7. 6.9 Earthshaker14. (Can't Give You) Anything Better Than Love

In diesem musikalischen Whirlpool, am und um den Sunset Strip in Los Angeles und das legendäre "Whisky", blubbert es halt doch hier und da immer noch, und mit den L.A. GUNS erzählt uns eine Band der ersten Stunde mit "Tales From The Strip" die neusten Geschichten.
Aus den gleichen Löchern wie GUNS N' ROSES gekrochen, haben es die GUNS doch nie so weit gebracht, wie die ROSES. Aber über diese gemeinsamen Ursprünge bin ich ja an anderer Stelle schon mal eingegangen.

Die Orgien und Ausschweifungen waren bei den L.A. GUNS womöglich noch wilder als bei anderen Bands, die Mitglieder haben auch gern gewechselt und aktuell ist gerade wieder mal Namensgeber Tracii Guns nicht mit von der Partie, da er sich lieber mit Nikki Sixx und den BRIDES OF DESTRUCTION vergnügt. Dadurch ist eigentlicher Chef im Ring, der aus England stammende langjährige Sänger Phil Lewis - mit Unterstützung vom, ebenfalls langjährigen Drummer Steve Riley.
Und ein solides Album haben sie abgeliefert, welches zwar Reminiszenzen an die frühen Tage macht, aber keinesfalls in Nostalgie versinkt.

Auch wenn sie meinen It Don't Mean Nothing, so knallt das doch munter los, mit kräftigen Riffs vom neuen Gitarristen Stacey Blades. Der macht einen guten, unaufdringlichen Job und ehrlich gesagt: Wenn nicht Phil Lewis ihn in einem Song mal ankündigen würde - in Original Sin -, vergäße man fast, dass Tracii Guns nicht dabei ist.
Klar hat das Ähnlichkeiten zu Kollegen wie FASTER PUSSYCAT oder HANOI ROCKS, umso mehr, da die früheren Punkwurzeln nur noch selten hervortreten.
Mit Electric Neon Sunset rückt man gleich mit einer richtig guten Powerballade nach, nach der sich MÖTLEY CRUE die Finger lecken würden.

Und so geht's auch weiter. Ein PUSSYCAT-Kopfnicker wie Gypsy Soul wird gefolgt von geilen Riff-Rockern, heftigen Balladen wie Vampire, das richtig gut kommt, und Abgeh- Mitsingnummern wie Hollywood's Burning.
Etwas sinnentleert erscheint mir 6.9 Earthshaker. Hat da jemand das Tape beim warm spielen im Studio mitlaufen lassen, oder was ist der Sinn hinter diesen Instrumental-Fingerübungen?
Wer bisher nix mit den L.A. GUNS anfangen konnte, dem wird auch diese Scheibe nicht zur Bekehrung verhelfen, aber wer sich hin und wieder mit einem Stirnband, respektive Tuch drapiert, die Lederjacke noch zu kriegt und eine Schwäche für Sleaze, Glam und derben Party-Rock hat, den laden diese Typen immer noch gerne zur Orgie ein.

Eher ungewohnt ist es, wenn mal ein paar akustische Gitarren erklingen, wie in Amaneger, und gebraucht hätte man diese Instrumentalnummer eigentlich nicht.
Somit sind eigentlich nur zwei "Ausfälle" vorhanden und da würden sich wohl die meisten Bands, die damals mit den L.A. GUNS am Start waren, freuen, könnten sie ein vergleichbares Album heute noch präsentieren. Selbst die mit den 'Rosen' im Namen.
Im Moment sieht's also nicht nach einer Rückkehr von Tracii Guns aus und Phil Lewis hat wohl recht, wenn er im Interview mit dem englischen 'Classic Rock' Magazin erwähnt: "He's always welcome to get up and jam with us. But we've moved on, re-grouped and are very strong without him."

Epi Schmidt, 12.01.2006

 

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