L.A. Guns

Cocked And Reloaded

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.06.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


L.A. Guns
Cocked And Reloaded, Mausoleum Records, 2005
Tracii Guns Guitars
Phil Lewis Vocals
Mick Cripps Guitars, Piano
Kelly Nickels Bass
Steve Riley Drums
Produziert von: L.A. Guns Länge: 55 Min 57 Sek Medium: CD
1. Letting Go8. Magdalaine
2. Slap In The Face9. Give A Little
3. Rip And Tear10. I'm Addicted
4. Sleazy Come Easy11. Seventh Crash
5. Never Enough12. Showdown (Riot On Sunset)
6. Malaria13. Wheels Of Fire
7. Ballad Of Jayne14. I Wanna Be Your Man

Kaum jemand hätte vor 16 Jahren wohl erwartet, dass es die L.A. GUNS anno 2005 immer noch gibt. Schön, Namensgeber Tracii Guns ist zur Zeit wieder mal nicht dabei und "Cocked And Reloaded" ist auch kein neues Album in dem Sinn, aber ein Blick auf ihre Homepage zeigt: Die sind aktiv und touren fleißig.

Die ursprüngliche Version dieses Albums, natürlich ohne das "Re" im Titel, erschien 1989, also auf dem Höhepunkt von Sleaze-Metal. Wie sehr die L.A. GUNS in diesen Kreisen verstrickt waren (und immer noch sind) habe ich beim Review von "Golden Bullets" bereits angedeutet und lässt sich im Booklet beider CDs, deren Text übrigens bis auf ein paar Aktualisierungen identisch ist, nachlesen.
Wie auch immer: Das Album war ein Erfolg und so was wiederholt man gern. Also wurde das Ding noch mal aufgenommen und 2000 ein weiteres Mal veröffentlicht. Damals von Deadline Records und erst kürzlich von Mausoleum Records.
Sinn und Zweck solcher Aktionen bleibt mir verborgen, aber was soll's? Nicht jeder wird das Teil damals erstanden haben und gut in Fahrt bringen einen die L.A. GUNS allemal.

Klar sind Ähnlichkeiten zu Bands wie GUNS 'N ROSES vorhanden. Schon bei Letting Go fühlt man sich an die erinnert. Da passt eine AEROSMITH-inspirierte Nummer, wie das rollende-stampfende Slap In The Face bestens dahinter.
Auch Rip And Tear beweist, dass Tracii Guns und Mick Cripps gute Riff-Schleudern sind, während Sänger Phil Lewis stellenweise zu sehr plärrt. Aber bei den Kollegen von FASTER PUSSYCAT war das fast ein Stilmittel.
Ein paar bluesige Töne gibt's in Sleazy Come Easy Go und hier sind die Ähnlichkeiten zu den eben erwähnten Sunset Strip-Rockern frappierend und aus heutiger Sicht etwas "kindisch".
Druckvolle Rocker wie Never Enough kommen da schon besser. Der Phil Lewis war ja mal mit DEF LEPPARDs Phil Collen in einer Band und irgendwie orientieren sie sich bei diesem Song stark an denen. Die Hochglanz-Refrains mit perfektem Backgroundgesang kriegen sie natürlich nicht so hin. Das hat man doch anders im Ohr. Na ja, einen gewissen Charme hat diese brüchige Rauheit auch.
Malaria ist im Prinzip von ähnlichem Muster, allerdings ist hier mehr groovende Eigenständigkeit zu hören. Mit fast sechs Minuten auch ungewöhnlich lange, für die L.A. GUNS.

Was anderen ihr Every Rose Has It's Thorne ist, ist den Jungs hier ihr Ballad Of Jayne - die Ballade die dafür sorgte, das "Cocked And Loaded" Platinum-Status erreichte. Und es ist ja auch eine tolle Ballade, die sich nicht abgenutzt hat. Vielleicht auch deswegen, weil sie viel eher an TESLA denn an Poison erinnert.
Give A Little ist wieder ein geiler Riff-Rocker, bei dem man die Anlage ruhig mal etwas aufdrehen sollte, dann kommt das schon gut. Da nickt der Kopf schön im Takt mit.
Im Instrumental I'm Addicted darf sich Tracii Guns an seiner Gitarre mal so richtig austoben und offensichtlich hat er auch den ein oder anderen Blick auf Eddie VAN HALENs Finger riskiert.
Seventeen Crash stampft ordentlich los und erinnert mich teilweise etwas an GOTTHARDs Version von Mighty Quinn. Zwischendurch wird aber immer wieder die Handbremse gelöst und munter losgerockt. Macht mit am meisten Spaß hier.
Das kann man auch über Showdown sagen, welches im Prinzip genauso abläuft, allerdings mit mehr Erdigkeit und einem durchgehenderem Drive. Außerdem einfache Riffs in AC/DC-Manier - was will man mehr?
Der Anfang von Wheels On Fire klingt vielversprechender als sich der Song dann darstellt. Die Riffs sind schon richtig klasse, aber der Gesang kommt zu "sleazy" für so einen schiebenden Rocker. An den Gitarren kann man sich immerhin erfreuen und die zunehmende Power macht doch einiges wettt.
I Wanna Be Your Man hat nix mit den BEATLES zu tun, sondern lässt eher wieder an TESLA denken. Schade, dass Tracii's Solo etwas arg in den Hintergrund gemischt wurde, denn der Rest des Songs ist eher Durchschnitt.

Man braucht etwas, bis man sich wieder an Sound und Stil der späten 80er gewöhnt hat, aber dann hat man mit "Cocked And Reloaded" doch einiges an sleazigem Spaß.

Epi Schmidt, 11.06.2005

 

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