Kris Barras Band

Light It Up

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.09.2019
Jahr: 2019
Stil: Hard Rock / Blues Rock
Spiellänge: 47:12
Produzent: Josiah J. Manning

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Plattenfirma: Provogue/Mascot


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Supersonic Blues Machine

Billy Gibbons

John Mayall

Titel
01. What You Get
02. Broken Teeth
03. Vegas Son
04. Ignite (Light It Up)
05. 6AM
06. Rain
07. Counterfeit People
 
08. Let The River Run
09. Bullet
10. Wound Up
11. What A Way To Go
12. Not Fading
13. Pride Is Forever
Musiker Instrument
Kris Barras Guitar, Vocals
Josiah J. Manning Keyboards
Elliott Blackler Bass
Will Beavis Drums

Indem er Lance Lopez bei der SUPERSONIC BLUES MACHINE ersetzte, konnte Kris Barras kaum etwas besseres tun. Klar, das aktuelle “british blues wonder“ hat auch schon mit anderen Koryphäen – von John Mayall bis Rich Robinson – gespielt, aber von Billy F. Gibbons persönlich geadelt zu werden, da geht wenig drüber.

Als kleiner Junge war Kris ein großer Fan von BLACK STONE CHERRY, sodass er sich eine gewisse Grund-Härte beibehalten hat. Aber hat auch gelernt, was bei beim Publikum ankommt. Und “Light It Up“ ist immerhin auch schon seine dritte Scheibe unter eigener Regie. Ich bin da immer etwas vorsichtig, wenn jemand so hochgejubelt wird, aber seine Handwerk versteht Barras unzweideutig. Wer‘s mag.

Der Album-Opener erinnert nicht wenig an die Schweizer von GOTTHARD und wer die, vor allem zu Steve Lees Zeiten, mag, der stampft bei What You Get sicher ziemlich schnell mit. Der Refrain vielleicht etwas mainstreamig, aber das passt ja auch zu den Eidbrüdern.

Kris greift gern mal zu Slide, was im Blues Rock ja ohnehin ein gern gesehen und gehörtes Element ist. Die Stimme für kernigen Rock bringt er auch mit, weswegen die, für mich, etwas zu massiven Background-Chöre nicht unbedingt nötig wären. Laut eigener Aussage, gehört das Riff zu Vegas Son zu seinen liebsten auf dem Album. Erinnert stark an Hendrix, was man vom Rest der Nummer nicht sagen kann. Das klingt dann doch etwas Vegas-mäßig und würde bei neueren BON JOVI-Alben auch nicht negativ auffallen. Zweifells schwingt Barras auch an der Lead-Gitarre eine flotte Kelle. Umso mehr frag ich mich, warum nicht blues-rockiger?

Auch der Ignite (Light It Up) weiß mit einem geilen Riff zu erfreuen und hat einen starken 70‘s-Hang, mit schwerer Orgel und einem, leider viel zu kurzen, kreischendem Gitarrensolo.

Tja, dann… 6AM wiederholt nicht nur das Riff aus dem Eingangstitel, sondern auch die Machart wird jetzt langsam etwas eintönig. Nur mit Fingerfertigkeit und aufgeblasenen Refrains ist ein Album nicht zu bestreiten. Da sind gute Ansätze all überall, aber so richtig zünden will‘s nicht. Kann man gut im Auto-Radio dudeln lassen, gerade so eine Ballade, wie Rain (ich wiederhole mich, aber: Steve Lee, hör dir das mal von da oben an!), aber deswegen beim Sender anrufen tut man auch nicht.

Etwas aufhorchen lässt mich Let The River Run. Zumindest zu Beginn. Da schlägt wohl der Gibbons-Einfluss durch. Schön erdig und bluesig. Doch man erliegt der Versuchung und biegt dann doch wieder auf den Mainstream ein. Etwas mehr Mut und die kompromisslose Einstellung von BLACK STONE CHERRY täte Kris Barras zweifellos gut. Ruhig mal über‘s Ziel hinaus schießen und dafür ordentlich Dreck aufwirbeln. Das nervt dann teilweise schon, wenn gute Ansätze, wie in Bullet, immer wieder in die selbe Chose münden.

Das Riff in Wound Up, beispielsweise, taugt, um eine fetzige Party-Nummer aus dem Song zu machen, und verliefe der Rest des Albums anders, wäre das hier eigentlich auch der Fall. Das flotte Piano, anstatt der schweren Orgel, trägt da viel dazu bei.

Ich hab den Verdacht, dass Josiah J. Manning, der das Album produziert hat, (und die Keyboards spielt) einigen Anteil an der wenig risikofreudigen Gangart der Songs hat. So spricht einiges hier richtig gut an. Gerade was die Riffs und der Sound von Barras‘ Gitarre angeht, und, wie gesagt, das geht komplett gut ins Ohr, aber – zumindest bei mir – geht‘s auch schnell wieder raus und es bleibt eine gewisse Ratlosigkeit.

Live soll das ja unter Umständen anders aussehen und womöglich hilft eine weitere Lehrstunde bei der SUPERSONIC BLUES MACHINE.

 

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