Kid Rock

First Kiss

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.03.2015
Jahr: 2015
Stil: Rock, Country-Rock, Rap, Hip Hop
Spiellänge: 44:49
Produzent: Kid Rock & Dan Huff

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Plattenfirma: Warner Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt


Kid Rock
First Kiss, Warner Music, 2015
 
Kid Rock Lead Vocals, Drum Programming, Tambourine
Marlon Young, Dan Huff, Adam Schoenfeld, Blake Mills, Keith Gattis, Audley Freed, Jason Krause Guitars
Jimmie Lee Sloas, Darrell "Peanut" Smith Bass
Trevor Nealon Piano, Organ
Dorian Crozier, Richard Milsap Drums
Jimmie Bones, Laura Creamer, Shaun Murphy, Barbara Payton, Russell, Herschel Boone Background Vocals
Larry Franklin Fiddle
Dan Dugmore Steel Guitar
Ed Jurdi Slide Guitar
     
01. First Kiss 06. Good Time Looking For Me
02. Good Times, Cheap Wine 07. Best Of Me
03. Johnny Cash 08. One More Song
04. Ain't Enough Whiskey 09. Jesus And Bocephus
05. Drinking Beer With Dad 10. FOAD (Bonus Track)

Zunächst einmal und um das klarzustellen: Wer Freude daran empfindet, Wildtiere abzuschießen und sich mit seiner “Beute“ auch noch ablichten und ins Internet stellen lässt, ist für mich ein Vollidiot. Dass sich Kid Rock da kürzlich auf die gleiche Stufe mit Ted Nugent begeben hat, macht ihn nicht unbedingt sympathischer und verdirbt mir in gewisser Weise den Spaß an seiner Musik. So wie bei seinem Landsmann Nugent (bei dem allerdings eher mit den Scheiben von vor 40 Jahren), kann man nämlich durchaus eine Menge Spaß mit seinen Songs haben. Also, sofern man nicht vor dem “explicit content“ zurückschreckt, vor dem auf dem Cover gewarnt wird und sofern man keine Vorbehalte gegen Alkohol in jedweder Form hat.
Darum geht’s nämlich häufig auf dieser Scheibe, aber, wie gesagt, wer damit kein Problem hat (und welcher echte Rock’n’Roller hat das schon?), kann den ersten Kronenkorken gleich fliegen lassen, denn Kid Rock weicht keinen Deut vom bewährten Weg ab. Das heißt also: Party!!!

Gleich mit den ersten Takten wird der Stimmungstruck auf den Weg gebracht. Besser klauen tut kaum einer und so bringt er geschickt alle bewährten Elemente amerikanischer Rockmusik unter und streut gekonnt unantastbare Namen wie Tom Petty zwischen die Lyrics. So rockt der Titelsong ähnlich wie die vorherigen Scheiben und mancher AEROSMITH-Fan wird hier vor Freude die Anlage lauter drehen.
Dem southern eingefärbten Roots-Rock war Kid auch nie abgeneigt, und Good Times, Cheap Wine sowieso nicht. So gibt’s natürlich auch die “Down-Home“-Nummern, wie der eben genannte Song, und alles summiert sich in Johnny Cash: Ikone verbraten, schnell mal ein LYNYRD SKYNYRD-Lick geklaut und ein Hip-Hop-angelehnter Rhythmus. Wie man den Typen halt kennt. Aber entziehen kann man sich dem nicht wirklich.
Dann geht’s wieder in den Schnapsladen, zu Ain’t Enough Whiskey (frühe AEROSMITH lassen wieder grüßen) bzw. auf die Backporch zu Drinking Beer With Dad. Das ist nix Besonderes, aber wenn man eine lockere Country-Nummer, komplett mit Fiddel, zum Biergenuss braucht, ist man hier absolut richtig.

Und praktisch immer kann man locker Mitstampfen, die Eiswürfel im Glas, bzw. die Bierflaschen im Eiseimer, rotieren lassen und auf die Good Time Lookin‘ For Me warten. Wird nicht lange dauern, wenn man dieses Album auflegt. Der große Radio-Hit, wie All Summer Long oder auch Born Free will sich zwar nicht einstellen, aber dafür gibt’s auch keine Ausfälle. Lediglich Best Of Me leiert etwas dahin, wenn auch mit Gospel-Chor und eingängiger Melodie im Balladenbereich verführerisch gemacht.
Als Ex-DJ weiß man halt, wie etwas klingen muss, und so hat Kid Rock auch dieses Album wieder selbst produziert und natürlich kommt auch die wieder einiges an Drum-Programmierung zum Zuge, damit der “Beat“ stimmt, was für eine durchgehende Tanzbarkeit sorgt und die Gitarren und Melodien gehen immer gut ins Ohr.
Da sind jede Menge Zitate dabei und auch wieder eine gewisse Scheinheiligkeit, wie in Jesus And Bocephus, und ein Rest Street-Gang-Rap-Verbundenheit kommt am Schluss mit FOAD (= Fuck Of And Die) durch.
Ich denke, man macht als Rock-Fan nichts falsch mit dieser Scheibe. Für Autofahrten oder die kleine Grillparty durchaus geeignet. Wie lange das Haltbarkeitsdatum von “First Kiss“ ist, kann nur die Zeit zeigen, aber über das Morgen machen sich weder Kid Rock noch seine Hörer allzu viel Gedanken. Über Wildtiere wahrscheinlich auch nicht. Prost!

Epi Schmidt, 27.02.2015

 

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