John Norum

Play Yard Blues

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.05.2010
Jahr: 2010
Stil: Classic Hard Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


John Norum
Play Yard Blues, Mascot Records, 2010
John NorumVocals, Guitars
Tomas TorbergBass
Thomas BromanDrums
Peer StappePercussions
Special Guests:
Leif SundinVocals on Born Again and Got My Eyes On You
Mic MichaeliKeyboards
Produziert von: John Norum Länge: 41 Min 25 Sek Medium: CD
01. Let It Shine06. Over And Done
02. Red Light Green High07. Ditch Queen
03. It's Only Money08. Travel In The Dark
04. Got My Eyes On You09. Born Again
05. When Darkness Falls10. Play Yard Blues

Der Fluch eines Hits, ja, was sag' ich: Mega-Hits, kann schon einen Schatten werfen. Und unter dem Schatten von Final Countdown haben EUROPE bis zum heutigen Tag zu leben. Das ist nun mal so. Auch Gitarrist John Norum ist zwar ein anerkannter Axt-Schwinger, gleichwohl bleibt ihm wohl auf ewig die zweite Reihe vorbehalten. Dabei hat der Mann ja wirklich was drauf und spielte ja zwischendurch sogar die erste Geige in Don Dokkens Band. Okay, das Gitarristenkarussell bei DOKKEN lief ja öfter mal auf Hochtouren.
Wie auch immer, nach "Optimus" (1995) legt John Norum nun sein zweites Solowerk vor und greift da natürlich wiederum auch zum Mikro. Der Titel "Play Yard Blues" muss jetzt nicht großartig verschrecken, denn der eingeschworene Blueser ist John nicht. Da hat er zu viel Metall im Körper.
Den er aber zeitlebens immer mit eingängigen Melodien zu verbinden wusste. So auch bei Let It Shine. Das brummelt Gewitterbeladen zu Beginn, und poltert auch recht heavy-mäßig, aber im Refrain und im Mittelteil setzen sich eingängige Weisen durch. Da fällt mir auch auf, wie sehr sich Johns Gesang nach Ian Gillan anhört. Klar, wo die Wurzeln von John Norum liegen.. In gitarrentechnischer Hinsicht orientiert sich das mehr Richtung Gary Moore, Eddie Van Halen, auch mal Malmsteen. Aber alles immer wohldosiert und ohne zu übertreiben.
Das eher schwer und düster angelegte Red Light Green High erinnert mich etwas an die letzten Alben seiner Stammkapelle.

It's Only Money weißt gleichfalls auf Herrn Norums Wurzeln, denn es handelt sich natürlich um den THIN LIZZY-Song aus deren Album "Night Life". Klingt hier naturgemäß eine ganze Spur moderner und der Gesang noch etwas mehr nach Rap.
Mit Got My Eyes On You folgt ein richtig gut rockender, schwerer Stampfer, irgendwo zwischen DEEP PURPLE und frühen WHITESNAKE. Schiebt richtig gut und spätestens hier fällt auf, was für einen schweinegeilen Gitarrensound Norum hat.
Tja, was passt zwischen PURPLE und WHITESNAKE? Bestenfalls ein Coverdale und genau nach dem klingt When Darkness Falls. Und zwar ganz stark! Da solltet ihr echt mal reinhören. Nebenbei ist der Song ein richtiger Hardrock-Ohrwurm.
Und wo wir schon bei Mr. Coverdale sind, steigen wir gleich ein weiteres Mal in dessen Vorgarten ein: Over And Done (allein der Titel dürfte David gefallen) klingt so dermaßen nach WHITESNAKE, dass man ein schon genau hinhören muss, bei diesem Riff-Rock-Song. Ich wäre verdammt froh, wenn DC heutzutage noch mal so klingen würde!

Einen schwächeren Song - oder gar Ausfall - hat "Play Yard Blues" nicht zu verzeichnen. Das macht fast durchwegs Spaß. Ob noch mal Ausflüge zu DEEP PURPLE, mit Ditch Queen, Gary Moore-mäßige Irish-Zitate, mit Travel In The Dark oder Heavy-High-Speed-Abgeh-Nummern, wie Born Again, die unnachgiebig powern, es geht immer gut und erfrischend zur Sache.
Ach ja: Am Schluss gönnt sich John, mit Play Yard Blues, dann doch noch den klassischen 12-Takt-Austob-Blues und lässt da noch einmal richtig die Sau raus.
Gast bei diesen letzten beiden Songs ist Teilzeit-MSG-Sänger Leif Sundin, was aber gar nicht so ins Gewicht fällt.
Ich bin ja immer skeptisch, bei Gitarristen-Solo-Alben, aber dieses Album kann man sich als Hardrock-Fan bedenkenlos zulegen.

Epi Schmidt, 24.05.2010

 

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