John Lee Hooker

Don't Look Back

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.08.2007
Jahr: 2007

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John Lee Hooker Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Don't Look Back, SPV, 2007 (1997)
John Lee Hooker Vocal, Guitar
David Hidalgo & Cesar Rosas Guitar (Dimples)
Steve Berlin Baritone Saxophone (Dimples)
Conrad Lozano Bass (Dimples)
Louie Pérez Was hhere on Dimples
Victor Bisetti Drums (Dimples)
John "Juke" Logan Harmonica (Dimples)
Van Morrison Vocal, Guitar
Danny Caron, Billy Johnson, Rich Kirch Guitar
Charles Brown, Jim Pugh, John Allair Keyboards
Ruth Davies Acoustic Bass
Kevin Hayes, Bowen Brown Drums
Richard Cousins, Jim Guyette, Ollan Christopher Bass
Mitch Woods Piano
Kevin Baker, Roger Lewis Tenor & Baritone Sax
Gregory Davis Trumpet
Produziert von: Van Morrison & Mike Kappus; Los Lobos & Mario Caldato (Dimples) Länge: 62 Min 06 Sek Medium: CD
1. Dimples8. I Love You Honey
2. The Healing Game9. Frisco Blues
3. Ain't No Big Thing10. Red House
4. Don't Look Back11. Rainy Day
5. Blues Before SunriseBonus Tracks:
6. Spellbound12. Send Me Your Pillow
7. Travellin' Blues13. Blues Before Sunrise

Kaum ein Blueskünstler hat im Herbst seiner Karriere so eine Wertschätzung erfahren wie John Lee Hooker. Wenn überhaupt einer. Der Aufschwung, zu dem Johnny Winter einem Muddy Waters Ende der 70er verhalf, ist ja gar nicht zu vergleichen mit der Euphorie die ausbrach, nachdem "The Healer" 1989 so ein Riesenerfolg wurde. Jeder wollte plötzlich mit John Lee Hooker auf der Bühne oder im Studio sein. Die, die ihm von jeher Tribut gezollt haben, wie George Thorogood und CANNED HEAT, agierten da bestenfalls noch am Rande.
Auf jeden Fall konnte man gar nicht mehr so viele Alben aus dem alternden Hooker rauspressen, um den Ansturm von Kollegen und Plattenfirmen gerecht zu werden. So wurden natürlich jede Menge neue Versionen seiner früheren Hits aufgenommen. Die Qualität der Alben wurde unter diesem "Veröffentlichungsdruck" auch nicht unbedingt besser und auf "Don't Look Back" schauen viele nicht sonderlich wohlwollend zurück. Jetzt erschien das Teil unter dem Banner "Hooker Remastered" erneut, erweitert um zwei Bonus Tracks.

Los geht's eigentlich ganz gut, denn die LOS LOBOS verpassen Dimples eine gehörige Schippe Dreck und Rauheit, und können sowohl den Altmeister etwas aus der Reserve locken, als auch an die erwähnten CANNED HEAT erinnern, woran die pumpende Blues-Harp von John "Juke" Logan nicht schuldlos ist.
Für den Rest des Albums zeichnet Van Morrison verantwortlich; sowohl für Produktion, als auch für diverse Gesangs- und Gitarrenbeiträge. Nix gegen Van, und das soulige Duett The Healing Game stammeln die beiden ja auch noch ganz brauchbar, aber Ain't No Big Thing und Don't Look Back lahmen dann doch ganz schön. Trotz der blitzsauberen Instrumentalbeiträge, vor allem von Charles Brown am Piano und Danny Caron an der Gitarre.
Von John Lee Hookers Gitarrenspiel fühlt sich nicht nur Bonnie Raitt aufs äußerste angezogen, es ist auch das Salz in der Neuinterpretation von Blues Before Sunrise. Einfach weil es nicht so berechenbar und beliebig dahin plätschert. Bis zum Sonnenaufgang ist man da jedenfalls eingenickt.
Da sieht's schon anders aus, wenn es mit Spellbound in den typischen Hooker-Boogie geht, der hier seinen deutlichen Einfluss auf ZZ TOPs La Grange aufzeigt.
Schon bald fühlt man sich aber wieder eher an einen Studio-Jam-Mitschnitt erinnert. Zwischendurch immer mal aufgelockert und ansprechend, so dass Teile aus I Love You Honey und Frisco Blues immer mal aufhorchen lassen; und die Interpretation von Jimi Hendrix' Red House Blues ist zwar gewagt, aber in dieser Slow-Blues Fassung doch interessant.
Mit dem typischen Hooker-Gestotter in Rainy Day endete das Originalalbum mittelmäßig. Mit dem raueren Send Me Your Pillow folgt ein Bonus Track, der mehr berührt, ohne große Höhen oder Tiefen. Einfach Hooker pur. Noch mal Blues Before Sunrise - scheint ein Outtake zu sein. Entsprechend ist der Sound unausgewogen und trotzdem hat diese Version mehr Feeling als die vorige.

Tja, wenn man's günstig bekommt und die Sammlung komplettieren will/muss, kommt man damit schon klar, aber ansonsten gibt's bessere Rückschauen auf John Lee als "Don't Look Back".

Epi Schmidt, 20.08.2007

 

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