John Hiatt

Paper Thin

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.06.2012
Stil: Roots Rock

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Redakteur(e):

Michael Masuch


John Hiatt
Paper Thin, In-Akustik, 2012
John HiattVocals, Guitar
Sonny LandrethLead Guitar
David RansonBass
Ken BlevinsDrums
Produziert von: John Hiatt Länge: 77 Min 36 Sek Medium: CD
01. Memphis In The Meantime08. Is Anybody There?
02. Drive South09. Paper Thin
03. Thank You Girl10. Thing Called Love
04. Tip Of My Tongue11. Have A Little Faith In Me
05. Tennessee Plates12. Icy Blue Heart
06. Alone In The Dark13. It`ll Come To You
07. Ride Alone14. Your Dad Did

Wie ein Weinkenner, der sich über jeden guten eingelagerten Tropfen erfreut, so erfreut sich der Musik-Freak über jede JOHN HIATT Platte, die in seinem Regal steht, selbst wenn es, wie hier bei "Paper Thin", um einen uralten Live Mitschnitt eines kanadischen Radiosenders vom 4. Juli 1989 handelt, was dem damaligen hervorragenden Auftritt und der Spielfreude der Band aber keinerlei Abbruch tut. Aber dazu etwas später.

Man nennt es wohl einen suboptimalen Karriereverlauf, wenn sich ein Künstler trotz jahrelanger Bauchpinselei der Medien überlegt, seine Gitarre an den Nagel zu hängen und etwas anderes zu machen. Und nach sieben kommerziell mäßig erfolgreichen Platten und dreimaligem Wechseln der Plattenfirma innerhalb von zwölf Jahren zweifelte JOHN HIATT anno '86 durchaus an seinem Berufsbild, obwohl Leute wie BOB DYLAN, ROSANNE CASH oder RICK NELSON gerne mal seine Songs coverten .

Aber nachdem auch das dickste Brett, das man in seiner Karriere durchbohren muß, durch war, warf JOHN HIATT 1987 nochmals mit "Bring The Family" alles in die Waagschale und lieferte damit und dem nachfolgenden "Slow Turning" 1988 zwei überaus erfolgreiche Alben ab, mit deren Material (jetzt schließt sich gleich der Kreis, Achtung!) er auf eine ausgedehnte USA/Kanada Tournee ging und auch während des vorliegenden Konzerts in Ottawa in überbordender Spiellaune 14 Songs ablieferte, deren Hauptaugenmerk auf eben jenen beiden letzten Alben liegt. Der Track Slow Turning fiel leider einem technischen Fehler während der Aufnahme zum Opfer, schmälert aber nicht den guten Gesamteindruck.

Bei einem so perfekten Auftritt fällt es schwer, den einen oder anderen Song besonders herauszustellen, es sei hier stellvertretend sein meist gecoverter Song Have A Little Faith In Me genannt, den er in fast spartanischer Version sehr eindringlich darbietet und bereits das große Potential des Songs erkennen lässt.

Tolle Platte, die Gott sei Dank das Licht der Welt erblickt, und man darf gespannt sein, welche Schätzlein noch im Archiv schlummern mögen.

Michael Masuch, 04.06.2012

 

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